Politik

Neuer Beigeordneter wird am 15. September gewählt

Das Burscheider Rathaus in der Höhestraße.
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Das Burscheider Rathaus in der Höhestraße.
  • VonNadja Lehmann
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Stelle soll nach Vakanz nun besetzt werden – Stadt spricht von internen und externen Bewerbern.

Burscheid. Die Bewerbungsfrist ist abgelaufen. „Wir haben Bewerbungen bekommen“, bestätigt Bürgermeister Dirk Runge auf Anfrage des Bergischen Volksboten. Wie viele es sind, möchte er im Detail nicht nennen, nur so viel: Darunter seien externe ebenso wie interne aus dem eigenen Rathaus.

Die Stadt Burscheid sucht einen Beigeordneten. So will es die Politik, die in einem fraktionsübergreifenden Antrag gefordert hatte, die im Stellenplan zwar vorhandene, aber nicht besetzte Stelle auszuschreiben und neu zu besetzen.

Mit ihrem Schreiben hatten sich die Fraktionen direkt an Bürgermeister Runge gewandt. „Aktuell befindet sich die Verwaltung in einem organisatorischen Neuaufbau und in einem demografischen Wandel. Zahlreiche erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in jüngster Vergangenheit in den verdienten Ruhestand gewechselt oder werden in naher Zukunft in den Ruhestand wechseln. Hierbei geht leider auch sehr viel Fachwissen und Erfahrung verloren. Daher ist es aus Sicht der Fraktionen im Rat der Stadt wichtig, eine moderne und zukunftsfähige Verwaltung aufzustellen. Hierzu zählt auch, attraktive und verantwortungsvolle Positionen zu besetzen, um qualifiziertes Personal zu bekommen oder zu halten“, heißt es in dem Antrag.

Insbesondere das letzte Stichwort ist auch Runge wichtig. Es sei entscheidend, auch den eigenen Kräften Perspektiven und Aufstiegschancen bieten zu können, damit diese nicht in andere Verwaltungen wechselten.

Fraktionen haben den Antrag gestellt

Mit ihrem Antrag haben die Fraktionen Runge, der sich während seiner Kandidatur als überzeugten Teamplayer bezeichnet hatte, beim Wort genommen: Sie wollen, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird. „Hierzu eignet sich ein(e) Beigeordnete(r) in besonderer Weise, da sie oder er als Wahlbeamter oder Wahlbeamtin besondere Rechte gegenüber dem Stadtrat besitzt“, begründen die sechs Fraktionsvorsitzenden.

Im Zuge des selbst verordneten Sparkorsetts, das sich das hoch verschuldete Burscheid selbst verordnet hatte, war die Stelle nur noch dem Namen nach im Stellenplan geblieben. Wenn es auch der Bürgermeister sein wird, der erste Gespräche führen wird, so werden doch das letzte Wort in diesem Prozedere die Kommunalpolitiker haben. Denn die Wahl des oder der Beigeordneten fällt in die ausschließliche Zuständigkeit des Rates.

Für acht Jahre wird der Rat den Neuen oder die Neue in sein oder ihr Amt berufen.

In der Beschlussvorlage, über die die Politiker auf der Ratssitzung im Juni befunden haben, wird die Position eines Beigeordneten genau beschrieben: „Beigeordnete haben nach dem Gemeindeverfassungsrecht die Funktion einer an der Führung der Gemeinde unmittelbar teilnehmenden Spitzenkraft. Als engste Mitarbeiter des Bürgermeisters und Mitglied des Vorstandes nehmen Beigeordnete eine besondere Stellung in der Gemeinde ein. Sie sind insbesondere Vertreter des Bürgermeisters in dem ihnen übertragenen Geschäftsbereich. Sie vertreten den Bürgermeister also ständig, das heißt, nicht nur im Falle seiner Verhinderung und können jederzeit Dritten gegenüber für alle Aufgaben ihres Geschäftsbereiches mit umfassender Vertretungsmacht rechtsverbindlich handeln.“

Die Wahl des neuen Beigeordneten oder der neuen Beigeordneten im Stadtrat ist für den 15. September geplant.

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