Neue Geschäftsführung will Arbeitsplätze erhalten

Blick in den Gürzenich: Die Delegiertenversammlung der IG Metall Köln-Leverkusen wählt die Geschäftsführung.Foto: Stephen Petrat
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Blick in den Gürzenich: Die Delegiertenversammlung der IG Metall Köln-Leverkusen wählt die Geschäftsführung.Foto: Stephen Petrat

IG Metall wählte Bevollmächtigte – Corona stellt Gewerkschaft vor Herausforderungen

Von Nadja Lehmann

Die IG Metall Köln-Leverkusen hat gewählt: Dieter Kolsch und Kerstin D. Klein sind als Geschäftsführer im Kölner Gürzenich bestätigt worden (wir berichteten). Klein folgt als II. Bevollmächtigte auf Wolfgang Rasten, der als langjähriges Mitglied der Geschäftsführung der IG Metall Köln-Leverkusen, zum 1. August in den Ruhestand gegangen ist. Die Delegierten, Vertreter/-innen aus den Betrieben aus der Region – unter anderem aus Burscheid, aus dem Vertreter der Firma Tenneco angereist waren – wählten zusätzlich Carsten Kretschmann als Kassierer neu in die Geschäftsführung.

Dieter Kolsch steht damit für vier weitere Jahre an der Spitze der größten IG-Metall-Geschäftsstelle in Nordrhein-Westfalen, die die Interessen von rund 43 000 Mitgliedern in der Region vertritt. Der 59-Jährige ist seit 2017 als I. Bevollmächtigter und Geschäftsführer für die IG Metall Köln-Leverkusen tätig und bekleidete zuvor als Geschäftsführer die Position des Kassierers. Kolsch ist gelernter Kunststoffschlosser und fand über seine Tätigkeit als Betriebsrat für die Peter Bauer GmbH seinen Weg zur IG Metall.

Das derzeit alles überlagernde Thema, die Corona-Pandemie und ihre wirtschaftlichen Auswirkungen, stellt die IG Metall Köln-Leverkusen vor große Herausforderungen. „Wir haben über Wochen dafür gesorgt, die Beschäftigten durch Aufstockungen zum Kurzarbeitergeld sozial abzufedern“, stellt Dieter Kolsch klar. „Jetzt müssen wir uns darum kümmern, dass Unternehmen die Corona-Pandemie nicht als Vorwand dafür nutzen, unsere tarifpolitischen Standards anzugreifen.“

Für die kommenden vier Jahre stehen mit den anstehenden Tarifrunden in verschiedenen Branchen und der Transformation der Industrie weitere wichtige Themen auf der Agenda der Gewerkschafter. Die IG Metall will die Politik in die Pflicht nehmen: „Wir wollen jetzt die Weichen dafür stellen, dass es auch in Zukunft gute und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region gibt“, sagt Carsten Kretschmann, neugewählter Kassierer der IG Metall Köln-Leverkusen. „Denn Transformation gelingt nur, wenn alle an diesem Prozess beteiligt werden: Beschäftigte, Arbeitgeber und Politik. Hierfür muss die Chance der betrieblichen Mitbestimmung genutzt werden. Wir brauchen gemeinsame Lösungen.“

Mobiles Arbeiten war die Ausnahme – bis Covid-19 kam

Bis vor kurzem noch war mobiles Arbeiten der Ausnahmefall. Doch die Corona-Pandemie hat dieses Thema vorangetrieben und gezeigt, dass mobile Arbeit funktionieren kann. Jedoch sei nun wichtig, dass die getroffenen Homeoffice-Möglichkeiten dauerhaft gesundheitsverträglich, den Bestimmungen der Telearbeit entsprechend, gestaltet werden. „Die Arbeit im Homeoffice bedeutet oft auch eine Arbeitsintensivierung und die Entgrenzung von Arbeitszeiten“, betont Kerstin D. Klein. „Mobiles Arbeiten erfordert ein gutes Zeit- und Pausenmanagement, gute Ergonomie, eine funktionierende technische Ausstattung und Schutz vor sozialer Isolation.“

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