Wohngemeinschaft

Neubau für Betreutes Wohnen „Am alten Bahnhof“ ist fast fertig

Melanie Gratza von der Diakonie-Sozialstation (v. r.) sowie die Hauseigentümer Rolf und Claudia Körschgen führten Besucher am Samstag durch den Neubau.
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Melanie Gratza von der Diakonie-Sozialstation (v. r.) sowie die Hauseigentümer Rolf und Claudia Körschgen führten Besucher am Samstag durch den Neubau.

Gemeinsam kochen, backen, Eisessen gehen: Was Hausherren und Diakonie-Sozialstation planen.

Von Sabine Naber

Burscheid. Ab dem kommenden Monat sollen zwölf Mieter und Mieterinnen in der Wohngemeinschaft „Am Alten Bahnhof“ ein neues Zuhause finden. Am Samstag ist in dem Neubau an der Montanusstraße zum Tag der offenen Tür eingeladen worden und zahlreiche Besucher haben sich in dem Mehrfamilienhaus umgesehen, in dem zwölf Einheiten im Bereich Betreutes Wohnen und im Obergeschoss sechs weitere Wohnungen entstanden sind.

Vermieter sind das Ehepaar Rolf und Claudia Körschgen, betreut werden die pflegebedürftigen Menschen durch die Diakonie-Sozialstation. „Diese Wohngemeinschaft ist eine Alternative zu einer stationären Altenhilfeeinrichtung. Und eine Möglichkeit, den Lebensabend nicht alleine, sondern in Gemeinschaft zu verbringen“, erklärt Teamleiterin Melanie Gratza und sieht die Diakonie als Dienstleiter, der für die Pflege zuständig ist.

Pflegekräfte unterstützen Bewohner rund um die Uhr

Wer hier einziehen möchte, für den ist der erste Ansprechpartner die Seniorenberatungsgesellschaft. Voraussetzung ist, dass man den Pflegegrad II hat. Dem geht meist voraus, dass die Menschen den eigenen Haushalt nicht mehr bewältigen können, häufig am Tag und in der Nacht eine Unterstützung in der Pflege bedürfen.

In der betreuten Wohngemeinschaft kann ein privater Raum mit angrenzendem Bad mit insgesamt etwas mehr als 20 Quadratmetern angemietet werden. Jeder richtet sich sein Zimmer mit eigenen Möbeln selbst ein. Die Küche stellt der Vermieter, hier wird gemeinsam gekocht oder gebacken. Den Gemeinschaftsraum gestaltet die Mietergemeinschaft. „Jeder wird etwas beisteuern, eventuell sitzt dann jeder auf seinem eigenen Stuhl“, kann sich Melanie Gratza einen in puncto Möbel bunt gemischten Raum vorstellen. „Wir freuen uns auf das neue Projekt und finden die Lage hier mit direktem Zugang zur Balkantrasse, zum Zentrum und die Nähe zum ehemaligen Bahnhof einfach toll“, sagt Koordinatorin Sonja Cholewa.

Zum Haus gehören eine Terrasse und eine Tiefgarage. Der Pflegedienst ist rund um die Uhr vor Ort, Früh-, Tages- und Nachtdienstschichten wechseln sich ab. Im Aufenthaltsbereich, in dem auch zu den Mahlzeiten eingeladen wird, sind ständig zwei Mitarbeitende präsent. Hier soll auch gemeinsam gefeiert werden. „Aber wir bleiben durchaus nicht nur im Haus, sondern wollen auch, beispielsweise zum Eisessen nach draußen gehen“, verspricht die Teamleiterin.

„Interessenten gibt es genug. Und von den darüberliegenden sechs Wohnungen, die zwischen 67 und 92 Quadratmeter groß sind, sind schon fünf vermietet“, sagt Hausherr Rolf Körschgen. Er ist froh, dass das Haus bis auf die Brandmeldeanlage, den Schwesternnotruf und den Aufzug so gut wie fertiggestellt ist. „Wir hatten das Glück, früh genug mit dem Neubau angefangen zu haben. Als die Baukosten stiegen, waren wir immerhin schon ziemlich weit gekommen.“

Die Kaltmiete für einen Raum mit Bad beträgt 590 Euro. Dazu werden voraussichtlich 175 Euro Nebenkosten plus Einrichtungsumlage von 25 Euro pro Monat kommen. Die Leistungen des Pflegediensts werden separat abgerechnet.

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