Netzbetreiber nutzt Fläche vorübergehend für Funkmast

Blick hinüber zum alten Hilgener Bahnhof: Die große Fläche ist derzeit abgesperrt und kann nicht betreten werden. Früher fanden hier die Oldtimertreffs statt. Foto: Doro Siewert
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Blick hinüber zum alten Hilgener Bahnhof: Die große Fläche ist derzeit abgesperrt und kann nicht betreten werden. Früher fanden hier die Oldtimertreffs statt.

Das Gelände am alten Bahnhof Hilgen ist abgesperrt

Von Nadja Lehmann

Die Burscheider und Hilgener gucken genau hin. Und deshalb wurde der alte Bahnhof in Hilgen rasch Gesprächsthema in den Sozialen Netzwerken. „Weiß jemand, warum der große Platz an der Bahnhofstraße eingezäunt wurde? Ich meine den Platz, wo der Oldtimertreff stattfindet“, postet jemand. „Der war schon immer eingezäunt“, antwortet ein weiterer User. Zur Ein- und Ausfahrt könne man die Baken einfach beiseiteschieben. „Ein neuer Besitzer“, schreibt noch jemand.

Das Schlusswort bleibt dem Fragesteller: Dass der neue Besitzer den Platz so unzugänglich mache, sei seiner Ansicht nach unmöglich: „Ich wüsste nur gern, was der Besitzer damit vorhat, ob er da was hinbauen will oder ob er nur zeigen will, dass der Platz ihm gehört.“

Auf die Anfrage des Bergischen Volksboten verweist Ann-Kathrin Gusowski, Sprecherin der Burscheider Stadtverwaltung, auf die Pressestelle des Wermelskirchener Rathauses. Denn: Das Gelände nahe des alten Bahnhofs Hilgen befinde sich fast ausschließlich auf Wermelskirchener Boden. Ein neuer Besitzer? „Einen Besitzerwechsel in kleineren Randgrundstücken kann ich nicht ausschließen“, sagt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter der Stadt Wermelskirchen. Aber die große freie Platzfläche sei nach wie vor im Eigentum der beiden Städte Burscheid und Wermelskirchen. Dass sich auf dem Gelände etwas tut, kann Marner bestätigen: „Mein Tiefbauamt hat per Sondernutzungserlaubnis eine vorübergehende Lagerfläche bereitgestellt, die ein Netzbetreiber für einen Funkmast nutzen wird.“ Marner stellt klar, dass der Funkmast dort nicht seinen Standort finden wird: Vielmehr handele es sich um Angelegenheiten wie Montage und Lager.

In den ersten Corona-Monaten des Jahres 2020 hatte das Wermelskirchener Ordnungsamt auch eine Absperrung des Geländes in Erwägung gezogen. Wenn auch aus ganz anderen Gründen. Zu Pfingsten hatten sich dort nämlich Oldtimer-Fans versammelt, die trotz der auf Facebook veröffentlichten Absage des Oldtimertreffs dennoch in großer Zahl nach Hilgen gekommen waren. Damals ein No-go: Denn zum damaligen Zeitpunkt galt die Zehn-Personen-Regel. Auch im Freien. „Wir hatten zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Meldungen bekommen, dass der Oldtimertreff wieder rege besucht wird“, hatte Wermelskirchens Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann damals berichtet.

Ordnungsamt und Polizei wurden Pfingsten 2020 vorstellig

Ein Fall also für die Nachbarstadt, da der sonntägliche Oldtimertreff auf Wermelskirchener Gebiet stattfand. Lediglich die Zuwegung gehört zu Burscheid. Das Ordnungsamt und die Kreispolizeibehörde waren den Hinweisen dann in konzertierter Aktion nachgegangen und hatten die Verstöße geahndet. Allerdings nicht ohne vorausgegangene Ankündigung, wie Arne Feldmann damals hervorgehoben hatte: Die Polizei war bereits an drei Wochenenden zuvor auf dem Platz gewesen und hatte per Lautsprecher darauf hingewiesen, dass derartige Menschenansammlungen nicht erlaubt seien.

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