Vielfältiges Programm

Musikschule zeigt zum 50. Bestehen ihr Potenzial

Schon der Auftritt der Jüngsten mit dem Jubiläumslied zu Beginn sorgte für viel Begeisterung.
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Schon der Auftritt der Jüngsten mit dem Jubiläumslied zu Beginn sorgte für viel Begeisterung.

Bürgermeister Dirk Runge lobte die Arbeit der Einrichtung und freute sich wie die Zuschauer über das vielfältige Programm.

Von Tanja Alandt

Ein buntes Potpourri an musikalischen Darbietungen gab es zum 50. Geburtstag der Musikschule Burscheid. In der Aula der Johannes-Löh-Gesamtschule kamen am Samstag etwa 300 Gäste zusammen, um zuzuhören und sich begeistern zu lassen. Unter den Gratulanten war ebenfalls Bürgermeister Dirk Runge, der ein Plädoyer auf die Musikschule sowie generell auf die Musik hielt.

Er nannte die Musikschule einen verlässlichen Ort, in dem Kulturschaffende in der Stadt seit einem halben Jahrhundert verortet seien. Mit 50 Jahren sei die Musikschule „nicht alt, sondern erfahren“.

Elyah Kemmerich (l.) und Tobias Duda bildeten ein virtuoses Gitarrenduo.

Runge hob unter anderem die musikalische Früherziehung sowie das Ballett für Menschen über 50 hervor. Mit dem Online-Unterricht gehe die Musikschule zudem neue Wege. Außerdem hob er die Mischung aus Tradition und Innovation sowie die Qualität der „Talentschmiede“ und ihr Orchester hervor.

Erfreut sei er zudem über das Programm, „das neugierig macht“. Runge ermunterte die Besucher, einmal selbst durchs Musikschulprogramm zu stöbern. Die Musikschule, so Runge, sähe sich immer neuen Herausforderungen gegenüber wie beispielsweise aktuell das Suchen neuer Räume.

Runge: „Musik drückt aus, was Worte nicht zu sagen vermögen. Die Macht der Musik – ohne Musik ist alles nichts“, sagte er. Musik beeinflusse nicht nur unsere Gefühlswelt, sondern ebenfalls die Geschwindigkeit beim Kauen. Ebenfalls sei wissenschaftlich erwiesen, dass Musik die rechte und linke Gehirnhälfte sowie Kopf, Herz und Hand in Einklang bringe sowie die Wahrnehmung auf die Umwelt schule.

Runge selbst habe bei einem Gitarrenkonzert in der Grundschule mitgespielt und sei immer der Erste gewesen, der beim Singen „aussortiert“ wurde. Er wies darauf hin, dass bei der Musik nicht zähle, woher man komme, sondern was man leiste und wie gut man ins Ensemble passt. Dies sei wichtig hinsichtlich unterschiedlicher Kulturen sowie für die Persönlichkeitsentwicklung und schloss seine Rede mit einem Zitat von Heinrich Heine: „Wenn Worte aufhören, beginnt Musik“.

Und die erklang nach dem erfrischenden Jubiläumslied der Jüngsten sowie einem Gitarrenduo von Tobias Duda und Elyah Kemmerich sowie mit Irish Folk des Taktlos-Trios erst so richtig. Abigajil Kloth sorgte beispielsweise während ihres Klavierspiels „Fly“ von Ludovico Einaudi für absolute Stille. Weiter begeisterte Theresa Frerichs mit der Sopranflöte oder Paul Grosdeff am Akkordeon. Ebenfalls den Popchor und das Orchester konnte Moderatorin Ulrike Witt zur Freude der Gäste ansagen. Für den abschließenden Applaus sorgten ein weiteres Gitarrenduo bestehend aus Corinna Winkler und Tal Botvinik sowie ein Querflötenquartett und die Schlagtabletten mit der Blaumanngruppe der Musikschule Wermelskirchen.

Thomas Kinzel, Leiter der Musikschule, war glücklich und zufrieden mit der Leistung aller Musizierenden: „Das war eine runde Sache, alle haben super gespielt, auch die Jüngsten“, sagte er. Er räumte aber ein, dass bei der ersten großen Aufführung nach längerer Zeit alle etwas aufgeregt seien. Bewusst ließ er alle Altersgruppen auftreten, nicht nur die Kinder und Jugendlichen. Das bunte Programm gestalteten somit etwa 60 Akteure im Alter zwischen vier und mehr als 60 Jahren. 600 Schüler gibt es aktuell.

Musikschule ist während der Pandemie gewachsen

Während der Corona-Zeit sei die Musikschule sogar gewachsen. Cellolehrer Sandor Pergel, der ein Video über die Musikschule produzierte, bestätigte, dass das Instrument ein guter Ausgleich in solchen Zeiten sei. Wichtig sei vor allem, „sein“ Instrument zu finden.

Historie

1812 gründete sich die Musicalische Academie, die 1817 Instrumentalunterricht für Orchestermitglieder gab. 1966 wurde beschlossen, dass Burscheid eine Musikschule erhalten soll.

1972 entstand die Jugend- und Volksmusikschule Burscheid e. V. als Zusammenschluss der Bläserschule des Orchestervereins Hilgen und der Musicalischen Academie von 1812 und startete mit 300 Schülern.

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