Lambertsmühle

Musikschule feiert endlich wieder Backfest

Im Mittelpunkt standen die Holzbläser: Der elfjährige Jan Gauch spielte auf seinem Altsaxofon.
+
Im Mittelpunkt standen die Holzbläser: Der elfjährige Jan Gauch spielte auf seinem Altsaxofon.

Schülerinnen und Schüler spielten bei schönstem Sonnenschein.

Von Peter Klohs

Burscheid. Im Burscheider Wiehbachtal, mitten im Wald am alten Ritterpfad zwischen Schloss Burg und dem Altenberger Dom, liegt idyllisch die denkmalgeschützte Lambertsmühle mit Remise, Stall, Kellergewölbe mit Weinkeller, Scheune und angrenzendem Bauerngarten. Genau dort feierte am Sonntag bei schönstem Sommerwetter die Musikschule Burscheid ihr traditionelles Backfest.

„Wenn keine Pandemie das Leben, zumindest das gesellige, einschränkt, feiern wir das Backfest in jedem Mai“, erklärt der Leiter der Musikschule, Thomas Kinzel. „Wir sind im ‚Haus der Kunst‘ ansässig, aber das eignet sich zur Zeit nicht wirklich für Feierlichkeiten, so dass wir das Backfest in diesem Jahr in die Lambertsmühle verlegt haben. Es ist die erste öffentliche Veranstaltung der Musikschule nach Corona, und wir sind glücklich, dass sie im Freien stattfinden kann.“ Es wäre auch immer gutes Wetter beim Backfest, verrät der Leiter der Musikschule. „Wenn Sie wissen wollen, wann im Mai gutes Wetter ist, schauen Sie nach, wann das Backfest stattfindet.“

Der Name Backfest habe sich einfach so ergeben. „Wir haben die Eltern der Schülerinnen und Schüler um Kuchenspenden für ein Fest gebeten“, sagt Kinzel, „und so hat sich der Name dann etabliert. Es soll eine Veranstaltung im lockeren Rahmen sein.“

Traditionell stellen sich beim Backfest die lernenden jungen Musiker einer bestimmten Instrumentenart vor und spielen im Rahmen eines legeren Konzertes ein kleines Repertoire. In diesem Jahr waren die Holzblasinstrumente an der Reihe. Schülerinnen und Schüler der Musiklehrerinnen Veronique Feilen, Joanna Stepalska-Spix, Magda Lapaj-Jagow, Ulrike Witt und des Musiklehrers Maximilian Jagow zeigten sich und ihre Fähigkeiten im schattigen Innengarten der ehemaligen Wassermühle. So gab es ein buntes Programm unterschiedlichster Musik auf diversen Instrumenten zu hören.

Zu den Holzblasinstrumenten gehören Flöten und Saxofone jeglicher Art. Von „Amapola“ von den Spotnicks über Vangelis‘ „Conquest of paradise“ hin zu leichteren Stücken aus der klassischen Musik bekamen die Besucher des Backfestes eine farbenreiche Palette an Musik geboten.

Zusätzlich wurden in Anwesenheit des Burscheider Bürgermeisters Dirk Runge drei junge Musizierende ausgezeichnet, die im Rahmen von „Jugend musiziert“ Preise gewonnen hatten.

Alle drei ausgezeichneten Musiker stammen aus der Violinklasse von Hermann Schmalz. Samuel Frenzel kam mit einem 1. Preis von der Veranstaltung zurück. Richard Gertz sowie die leider nicht anwesende Hannah Terjung hatten 2. Preise gewonnen.

Rund 600 Schülerinnen und Schüler zählt die Musikschule

In der Burscheider Musikschule lernen zurzeit rund 600 Kinder und Jugendliche die Fertigkeiten des Instrumentspielens. „Wobei“, erklärt Thomas Kinzel, „wir schon sehr breit aufgestellt sind, und zwar im Bereich der Angebotsvielfalt zwischen musikalischer Früherziehung bis hin zur studienvorbereitenden Ausbildung, als auch im Hinblick auf die zur Auswahl stehenden Instrumente. Bis ins vergangene Jahr konnte man bei uns noch Harfe lernen. Mangels Interesse bieten wir dieses Instrument in diesem Jahr nicht mehr an. Aber wenn man es exotisch mag: Das Spielen des Alphorns wird bei uns gelehrt. Wenn Anfragen nach Lehrstunden an exotischen Instrumenten an uns gerichtet werden, fragen wir zunächst im Kollegium. Manchmal sind die Fähigkeiten der Kolleginnen und Kollegen ja schon erstaunlich. Und wenn dann niemand dabei ist, der das gewisse Instrument beherrscht, und noch andere Schüler genau dieses Instrument erlernen wollen, dann stellen wir auch gerne eine musikalische Fachkraft ein.“ Es gebe, so Kinzel, weniger Lehrer als früher, die aber dafür mehr zu tun haben.

Die Musikschule in Burscheid feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass wird am 24. September eine Festveranstaltung stattfinden. Die Planungen dazu sind angelaufen.

Historie

Offiziell wurde die Musikschule in Burscheid 1972 gegründet, aber die Geschichte reicht weiter zurück, weiß der Leiter der Musikschule, Thomas Kinzel. „Es ist bekannt, dass bereits ab dem Jahr 1800 die Urahnen der heutigen Musikschule in Burscheid unterrichteten. Das war damals nicht von Dauer, aber so 30 oder 40 Jahre wurde der Unterricht beibehalten. Burscheid ist somit eine der ältesten Standorte einer Musikschule in Deutschland. In der heutigen Form besteht die Schule seit 50 Jahren.“

Weitere Informationen über das Angebot gibt es unter Musikschule-burscheid.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Volkshochschule bricht zu neuen Ufern auf
Volkshochschule bricht zu neuen Ufern auf
Volkshochschule bricht zu neuen Ufern auf
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Gebürtiger Burscheider: Günter Wallraff wird heute 80
Starkes Duo feilt an seinem Traum
Starkes Duo feilt an seinem Traum
Starkes Duo feilt an seinem Traum
Stiftung hat kaum Mittel zur Verfügung
Stiftung hat kaum Mittel zur Verfügung
Stiftung hat kaum Mittel zur Verfügung

Kommentare