Musicalische Academie unter neuem Vorsitz

War zuvor 2. Vorsitzender: Dr. Tilman Werner übernimmt neue Aufgabe. Foto: Steinbach-Werner
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War zuvor 2. Vorsitzender: Dr. Tilman Werner übernimmt neue Aufgabe.

1. Vorsitzende Anke Wischer kandidierte nicht mehr, ihr folgt Dr. Tilman Werner

Von Nadja Lehmann

Anke Wischer hatte es im Vorfeld der Jahresversammlung bereits anklingen lassen: Noch einmal wollte die Vorsitzende der Musicalischen Academie nicht antreten. Ihr folgt nun der bisherige Vize Dr. Tilman Werner. „Sie hat das Amt 19 Jahre mit großem Erfolg ausgeübt und das Erscheinungsbild der Academie geprägt“, würdigt er Wischers Einsatz.

Später als üblich trafen sich in diesem Jahr die Mitglieder der Musicalischen Academie zur Hauptversammlung. Corona hatte auch diesen Terminkalender durcheinandergewirbelt. Dafür aber brauchte man sich nicht via online und Zoom zusammenfinden, sondern wie gewohnt analog in Präsenz.

Anke Wischer blickte in ihrem Bericht auf ein Jahr zurück, das es in sich hatte. Zunächst gab die Musicalische Academie erfolgreich ein Konzert, dann verabschiedete sich ihr gerade frisch gekürter Dirigent Dr. David Boakye-Ansah, der im Herbst 2019 die musikalische Leitung des Orchesters übernommen hatte. Dieser stehe nicht mehr zur Verfügung, musste die Vorsitzende angesichts der ersten Corona-Welle und damit verbundener Konzert-Absagen mitteilen. Vorgänger Wolfgang Georg sprang ein und geleitete „sein“ Orchester durch die Pandemie und ihre Einschränkungen. Von einer „langen Durststrecke bis zum vorsichtigen Wiederbeginn der Musiziertätigkeit“ spricht in seiner Mitteilung der neue Vorsitzende Tilman Werner.

Ensemble hatte sich auf den jungen spanischen Cellisten gefreut

Lange hatte das Ensemble auf einen Auftritt gehofft, für den es den jungen spanischen Cellisten Roger Morelló-Ros als Solisten hatte gewinnen können. Dessen Konzerttätigkeit war in der Pandemie ebenso zum Stillstand gekommen wie sein Konzertexamen an der Kölner Musikhochschule.

2019 hatte er sich initiativ bei der Musicalischen Academie als Gastsolist beworben, doch damals planten die Burscheider keine Cellokonzerte. 2021 sollte sich das ändern. „Wir wollten gern mit ihm arbeiten und haben deshalb das schöne Cellokonzert des Bach-Sohns ausgesucht“, hatte Anke Wischer damals angekündigt. Doch die Pandemie machte den Auftritt unmöglich. Immer wieder musste das herbeigesehnte Konzert verschoben werden.

Nun, zu guter Letzt, sagte das Ensemble den für Juni geplanten Auftritt selbst schweren Herzens ab. Denn die lange Probenpause hatte den Musikern der eigenen Einschätzung nach nicht gutgetan. Als selbstkritisch und qualitätsbewusst sind sie bekannt – und fürchteten, den eigenen Ansprüchen nicht zu genügen. Nun ist ihr nächstes Konzert für Dezember angesetzt; Roger Morelló-Ros ist allerdings nicht mehr dabei.

Für die Zukunft steht nun einiges an: die Wahl eines neuen Dirigenten, der den Stab von Interimsdirigent Wolfgang Georg übernimmt, die Mitwirkung am Burscheider Beethoven-Tag am 25. September und eben das Konzert am 5. Dezember zur Wiedereinweihung des restaurierten Konzertflügels im Haus der Kunst.

Der neu gewählte Vereinsvorstand setzt sich wie folgt zusammen: Neben dem 1. Vorsitzender Dr. Tilmann Werner übernimmt Barbara Sauer die Position der Stellvertreterin, Schriftführer ist Peter Randall, die Kasse führt Dr. Jürgen Weinreich. Um Noten beziehungsweise. Instrumente kümmern sich Margret Schemann und Volker Technau, und als Beisitzer verstärken Nicole Wehling und Yuko Schmitz den Vorstand.

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