Gebühren

Müllentsorgung wird 2023 nur geringfügig teurer

Überdeckung und Erlöse haben einen Preisanstieg verhindert.
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Überdeckung und Erlöse haben einen Preisanstieg verhindert.
  • VonNadja Lehmann
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Bergischer Abfallwirtschaftsverband legte im Beirat Gebührenkalkulation vor.

Burscheid. Die Burscheider können – jedenfalls auf 2023 bezogen – aufatmen: Die Abfallgebühren steigen in der aktuellen Kalkulation kaum an. Das bestätigte jetzt auf der Beiratssitzung für Abfallentsorgung Christoph Rösgen vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV). „Höhere Erlöse für die Vermarktung von Altpapier, Metallschrott und Elektroaltgeräten, für die Einspeisung von elektrischer Energie und Wärme sowie höhere Beiträge aus der Auflösung von Überdeckungen aus den Vorjahren haben wesentlich zur Kostenminderung beigetragen“, erklärte Rösgen. Damit sei die Entsorgung von Haus- und Sperrmüll, von Bio- und Grünabfall sowie wildem Müll nur „geringfügig teurer“ als im Vorjahr. Auch der Beiratsvorsitzende Klaus Becker (SPD) zeigte sich erleichtert: „1,2 Prozent – das ist moderat ausgefallen. Ich hatte Sorge, dass das höher wird.“

Die Kosten im Überblick: So teuer wird die Entsorgung

Wie tief müssen die Burscheider in die Tasche greifen? Bei einer Leerung alle zwei Wochen kostet die Entsorgung des Hausmülls in einer 50-Liter-Tonne 88 Euro (2022: 86,50 Euro), in einer 80-Liter-Tonne 140,80 Euro (2022: 138,40 Euro), in einer 120-Liter Tonne 211,20 Euro (2022: 207,60 Euro), in einer 240-Liter-Tonne 422,40 Euro (2022: 415,20 Euro) und bei 1100 Litern 1936 Euro (2022: 1903 Euro) im Jahr.

Die 80-Liter-Biotonne schlägt bei einer 14-tägigen Leerung mit 48 Euro zu Buche (2022: 47,20 Euro); die 120 Liter-Tonne mit 72 Euro (2022: 70,80 Euro) und die 240-Liter-Tonne mit 144 Euro (2022: 141,60 Euro). Im Bereich Papier verändern sich die Preise im Vergleich zu 2022 nicht: Wer eine 80-Liter-Papiertonne hat, zahlt 11,20 Euro, bei einer 120-Liter-Tonne 16,80 Euro, bei 240 Litern 33,60 Euro und bei 1100 Litern 154 Euro.

Summa summarum: Ein Vier-Personen-Haushalt, der jeweils 80 Liter für Restmüll, Bio- und Papierabfall vor der Haustür stehen hat, zahlt 2023 4,28 Euro mehr. Damit beträgt die Gebührensteigerung laut Musterrechnung 1,2 Prozent.

Burscheid galt indes schon immer als teures Pflaster in Sachen Müllentsorgung. Bereits 2014, als der Entsorgungsvertrag mit der Firma Remondis gekündigt wurde, lag die Stadt auf einem Spitzenplatz. 2020 legte der Bund der Steuerzahler in seinem jährlichen Bericht den Finger in die Wunde: Burscheid war da bei der zweiwöchentlichen Leerung viertteuerste Kommune in Nordrhein-Westfalen. Das galt damals insbesondere für die 120-Liter-Tonne. Sie schlug mit 195,60 Euro zu Buche; 2023 sind es 211,20 Euro. Der Bergische Abfallwirtschaftsverband hatte die Untersuchung des Bunds der Steuerzahler damals relativiert: Der Preis für eine 120-Liter-Tonne sei zwar hoch, in Burscheid würden die meisten aber ohnehin die kleineren Größen bevorzugen und nutzen, wie die 50- oder die 80-Liter-Tonne.

Auch der Weihnachtsbaum wird abgeholt

Was macht der BAV für die Gebühr? Sie beinhaltet die zweiwöchentliche Restmüllabfuhr, die monatliche Wertstoffabfuhr, Schadstoffentsorgung, Weihnachtsbaumentsorgung, Sperrmüll, Metallschrott und Elektroaltgeräteabfuhr sowie die Abgabemöglichkeit auf dem kommunalen Wertstoffhof in Hilgen und dem Biomassehof Heiligeneiche der Avea GmbH. Die dortigen Entgelte steigen durchschnittlich um 8,5 Prozent, heißt es im Bericht des BAV.

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