Mobiliar soll im Kramerhaus gelagert werden

Positivbeispiele gibt es in der Nachbarschaft: Radevormwald hatte vor der Pandemie erfolgreich einen Feierabendmarktetabliert.Archivfoto: Roland Keusch
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Positivbeispiele gibt es in der Nachbarschaft: Radevormwald hatte vor der Pandemie erfolgreich einen Feierabendmarktetabliert.Archivfoto: Roland Keusch

Feierabendmarkt: BfB hatte 2018 erste Vorschläge gemacht, war aber auf Skepsis gestoßen

Von Nadja Lehmann

Ein Feierabendmarkt. Eine schöne Sache eigentlich. Man schlendert in den Abendstunden durch die eigene Stadt, trifft Freunde, trinkt ein Glas Wein, isst eine Kleinigkeit. Dass Burscheids Politiker indes davon aus einem lokalen Medium erfuhren, irritierte die Ratsfraktion des Bündnis für Burscheid (BfB). Bürgermeister Stefan Caplan nutzte im Hauptausschuss die Gelegenheit, um mehr darüber zu berichten. Caplan: „Die Städte sind unterwegs.“

Denn der geplante Feierabendmarkt ist ein Gemeinschaftsprojekt, das Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth miteinander auf die Beine stellen. Das Ziel: Einmal im Monat findet in einer der Städte der Feierabendmarkt statt. Federführend tätig ist dabei André Frowein von „Wir in Wermelskirchen“, der auch die Idee hatte.

Aber auch das BfB hatte schon an Ähnliches gedacht. Fraktionschef Michael Baggeler erinnerte an den Antrag der BfB-Fraktion vom Juni 2018, einen monatlich stattfindenden Feierabendmarkt in Burscheid zu etablieren. „Der Antrag wurde damals zwar nicht abgewiesen, aber bis zur Fertigstellung der unteren Hauptstraße und des Marktplatzes zurückgestellt. Auch war die Stadtverwaltung vor drei Jahren der Ansicht, dass ein Platz zur Unterbringung von Mobiliar fehle“, so Baggeler.

Die Standortfrage ist noch nicht endgültig geklärt

Letzteres habe sich nun geändert, antwortete Stefan Caplan nun im Hauptausschuss: „Durch den Kauf des Kramer-Hauses am Markt haben wir die Möglichkeit, dort etwas unterzustellen.“ Die Standortfrage ist indes noch nicht abschließend geklärt. Im Blick hat die Verwaltung den Marktplatz plus Kirchenkurve oder die mittlere Hauptstraße. „Das hängt von der Anzahl der Stände ab“, erklärte Caplan. „Derzeit läuft diesbezüglich die Akquise. Acht bis zehn Stände sollten es schon sein; sonst gibt das nichts Schickes.“ Schön wäre es, könne man die Stände in eine kompakte Form bringen „und in der Mitte sitzen“.

Verhalten hatte die Verwaltung auch deshalb auf den früheren BfB-Vorschlag mit der Bitte um einen schnellen Marktbeginn reagiert, weil Markt und Kirchenkurve im Zuge des Burscheider Innenstadtumbaus überhaupt erst noch vor ihrer Umgestaltung stehen und in der Prioritätenliste sogar nach hinten gerutscht waren. „Es ist nach einer ersten Prüfung aber denkbar, den Feierabendmarkt interimsmäßig anzusiedeln“, unterstrich Caplan.

Radtrasse verbindet alle vier Städte miteinander

Verbindendes Element aller vier Städte ist die Radtrasse: So könnten Feierabendmarkt-Besucher auch ganz umweltfreundlich auf zwei Rädern vorfahren. Das Konzept übrigens überzeugte so sehr, dass es eine Förderung von Leader gibt. Losgehen soll es am 10. Juni. Burscheid ist am 24. Juni an der Reihe.

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