Mit einer Kiste Spielzeug hat alles einmal angefangen

Hoch die Gläser! Mit dem Team, mit Unterstützern und Gästen feierte in der Öko-Experimentalwerkstatt die Vorsitzende Ulrike Hanke (vorne Mitte) das Jubiläum des Fördervereins. Foto: Doro Siewert
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Hoch die Gläser! Mit dem Team, mit Unterstützern und Gästen feierte in der Öko-Experimentalwerkstatt die Vorsitzende Ulrike Hanke (vorne Mitte) das Jubiläum des Fördervereins.

Förderverein Betreuungsangebote in Burscheid feierte sein 25-jähriges Bestehen

Von Peter Klohs

Bei strahlendem Sommerwetter fanden sich Mitarbeitende und Freunde des Fördervereins Betreuungsangebote in Burscheid an der Öko-Experimentalwerkstatt in der unmittelbaren Nähe zur Montanusschule an der Höhestraße zu einer kleinen Feier zusammen, um des 25-jährigen Bestehens des Vereins zu gedenken. Die Vorsitzende des Fördervereins, Ulrike Hanke, ging in ihrer Begrüßung am Freitagnachmittag auf die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Vereins ein.

„Das ist schon ein mittelständisches Unternehmen.“

Ulrike Hanke, Vorsitzende

„1996 haben wir uns gegründet“, erinnerte sie sich. „Wir haben mit einer Kiste Spielzeug und drei erfahrenen Müttern angefangen. Und bei der Gründungsversammlung wurde ich zur Vorsitzenden gewählt, die ich auch heute noch bin. Ich selbst habe also auch Jubiläum.“ Dass sie oft als „Mutter des offenen Ganztages“ bezeichnet würde, ehre sie sehr, sei jedoch nicht korrekt. „Großmutter trifft es eher“, schmunzelte Hanke.

Die Gründung erfolgte durch eine Idee des Ehepaares Hanke und sei durchaus nicht einfach gewesen. „Denn die Stadt Burscheid musste sich nach der Haushaltssicherung richten, nach der Gelder für ehrenamtlich tätige Vereine nicht vorgesehen waren. Aber ich selbst bin ja in der Verwaltung tätig und konnte schon immer über gute Verwaltungsinfos verfügen.“

Inzwischen beschäftigt der Verein, dessen Vorstand ehrenamtlich tätig ist, 44 hauptamtliche Kräfte in den drei Burscheider Grundschulen. „Das ist schon ein mittelständisches Unternehmen“, berichtete die Vorsitzende. „Insgesamt 320 Kinder werden von uns betreut, 113 hier an der Montanusschule. Wir könnten noch etwas mehr aufnehmen. Aber auch schon jetzt müssen wir an jedem Morgen schauen, wie viel Kräfte wir brauchen. Die Bedingungen sind in der Pandemie schon kompliziert geworden.“

Der Verein musste sich einigen gesetzlichen Vorgaben anpassen. Zu Anfang fand die Betreuung der Schüler bis 15 Uhr statt, 2003 wurde der offene Ganztag eingeführt, mit dem die Betreuung bis 16 Uhr, später auch auf 17 Uhr ausgedehnt wurde. „Und 2026 kommt der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz“, weiß Hanke. „Das ist in SGB VIII verankert, bei der Schulgesetzgebung, was gut ist.“ Aber diesen Anspruch zu steuern, sei schon eine hoch anspruchsvolle Aufgabe, weiß die Jubilarin. „Die gesellschaftliche Entwicklung hat sich völlig verändert und wird sich weiter verändern.“

Ausdrücklich bedankte sich Ulrike Hanke bei der Geschäftsführerin des Vereins, Alexandra Simka, und der „guten Seele im Büro“, Dolores Werner. Auch den drei Team-Leiterinnen an den Burscheider Grundschulen, Ute Klocke, Elke Fuchs und Carmen Lienke-Blumberg, dankte Hanke besonders. Unter dem herzlichen Applaus der mehr als 30 Gäste gestand Ulrike Hanke, dass sie sich noch ein paar Jahre als Vorsitzende des Fördervereins Betreuungsangebote in Burscheid vorstellen könne. „Aber 25 werden es sicher nicht mehr werden.“

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