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Mit den Kindern über den Ukraine-Krieg sprechen

Kinder der Caritas-Kita Sonnenblume mit einem selbstgebastelten Peace-Zeichen. Bei einem Projekt in der Kita wurde kindgerecht das Thema Krieg thematisiert. Foto: Caritas RheinBerg
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Kinder der Caritas-Kita Sonnenblume mit einem selbstgebastelten Peace-Zeichen. Bei einem Projekt in der Kita wurde kindgerecht das Thema Krieg thematisiert.

In der Caritas-Kindertagesstätte Sonnenblume befassen sich die Kinder, Erzieher und Eltern mit dem Thema.

Von Susanne Koch

Burscheid. Der Krieg in der Ukraine macht auch vor Kindern nicht Halt. Sie sehen Bilder, bekommen Gesprächsfetzen von Erwachsenen mit. Kinder entwickeln Ängste, ohne sie genau benennen zu können. „Kinder bekommen ganz schnell mit, wenn Eltern oder Erwachsene besorgt oder ängstlich sind“, sagt Brigitte Sartingen-Kranz, die Leiterin der Kita Sonnenblume.

„Das überträgt sich dann auf sie.“ Deshalb sei es keine gute Idee, das Thema einfach totzuschweigen. Wichtig sei, Kinder mit ihren Fragen und Sorgen ernst zu nehmen und vor allem ehrlich zu ihnen zu sein. Fragen, die die Kinder von sich aus stellen, sollten beantwortet werden, ohne unnötige Ängste zu provozieren. „Wichtig ist, den Kindern das Gefühl zu geben, dass sie hier sicher sind, auch wenn es in anderen Teilen der Welt nicht so ist“, sagt die Kindertagesstätten-Leiterin.

Kinder wissen schon früh, dass Harmonie und Frieden etwas sehr Wichtiges sind.

Brigitte Sartingen-Kranz, Leiterin der Kita Sonnenblume

Um den Kleinen das Thema Krieg kindgerecht zu erklären, sei es empfehlenswert, dies an deren Lebenswirklichkeit anzupassen. In der Kindertagesstätte Sonnenblume wurde beispielsweise im Rahmen des Projektes ein Film angeschaut, in dem sich zwei Monster streiten. Das Thema „Streit“ kennt jedes Kind. Eltern können ihren Kindern erklären, dass sich erwachsene Menschen gerade sehr stark streiten, dass die Menschen aus einem Land noch mehr Macht haben und ihr Land vergrößern möchten und sich das nehmen, was eigentlich anderen Menschen gehört. Dies machen sie mit Gewalt, wodurch die Menschen aus dem anderen Land verletzt oder sogar getötet werden. Dies nennt man Krieg.

„Kinder wissen schon früh, dass Harmonie und Frieden etwas sehr Wichtiges sind“, erklärt Brigitte Sartingen-Kranz. Aufzugreifen, dass wir hier in Deutschland das Glück haben, in Sicherheit und Frieden zu leben, ist für sie beruhigend. Um den Kindern gleichzeitig das Gefühl zu geben, etwas zu tun und ein sichtbares Zeichen zu setzen, wurde in der Kindertagesstätte Sonnenblume beispielsweise gemeinsam gebastelt. Es entstanden Friedenszeichen und Friedenstauben aus Papptellern, mit denen die Einrichtung geschmückt wurde. Zudem wurde ein kleines Drohnenvideo erstellt, für das sich die Kinder in Friedenszeichen-Formation aufstellten.

Die Kindertagesstätte stellt über das Projekt mit den Kindern hinaus den Eltern vielfältige Informationen unter
www.burscheid-sonnenblume.de
zur Verfügung, wo natürlich auch andere Eltern sich Anregungen holen können. Aufgeteilt ist es in verschiedene Kapitel: Das Thema Krieg bei uns Erwachsenen, das Thema Krieg bei Kindern, Aufarbeitung des Themas in der Kita Sonnenblume, Was können wir hier in der Sonnenblume tun? – Zeichen setzen, Ausblick und Literaturverzeichnis. Im Literaturverzeichnis finden Eltern und am Thema Interessierte Titel über die Themen Streit, Meinungsverschiedenheit, Krieg, Flucht und Migration, aber auch Gleichheit, Andersartigkeit, Akzeptanz und Liebe, Vielfältigkeit, Anleitung zur Selbstliebe. Ermutigung für Jungen, sie selbst zu sein und Ermutigung für Jungen, die Dinge anzunehmen, die sie einzigartig machen. Auf der Internetseite finden Sie auch das Friedensvideo. Auf der Homepage müssen Sie diesen Button mit dem Friedensvideo anklicken, um den Text zu finden.

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