Mischung aus Lesung und Konzert kommt gut an

Steven Picard (l.), Ben Süverkrüp und Tina Teubner verzückten das Publikum im Kulturbadehaus. Foto: Doro Siewert
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Steven Picard (l.), Ben Süverkrüp und Tina Teubner verzückten das Publikum im Kulturbadehaus.

Musikkabarettistin Tina Teubner, Violinist Stevan Picard und Pianist Ben Süverkrüp ehrten Beethoven auf besondere Weise

Von Stephanie Arens-Licciardi

Was wissen wir von Beethoven? Er wurde in Bonn geboren, war ein Genie, das seiner Zeit weit voraus war – und Choleriker. Ludwig van Beethoven ist bereits seit über 194 Jahren tot, seine Werke und sein Wirken leben aber bis ins 21. Jahrhundert fort.

Zum zweiten Konzert der Beethoven-Jubiläums-Klavierreihe 2021 im Kulturbadehaus Burscheid setzten Musikkabarettistin Tina Teubner mit Violinist Steven Picard sowie Pianist Ben Süverkrüp dem Genie ein Denkmal. Unter dem Motto „Beethoven for(ever)Young – Beethoven – Unsterblichkeit für Fortgeschrittene“ nahmen die drei Künstler ihr Publikum mit auf eine musikalische Erzählreise in das Jahr 1827.

Beethoven fühlt sein Ende kommen. Doch was geschieht mit seiner Unvollendeten? Und wie gestaltet sich die Musik der Zukunft? Sinnfragen zum Leben, Lieben und Dasein treiben ihn um. Wer schreibt die Musik der Freiheit und des neuen Menschen? Erfindergeist Johann Nepomuk Mälzel verspricht Hilfe – mit der Beethovenmaschine.

Akustischer Genuss für das 30-köpfige Publikum

Mit viel Witz und Humor führte Musikkabarettistin Tina Teubner durch die Geschichte aus Wahrheit und Fiktion. Teubners gutturale Stimme, ihre Erzählgestaltung und nicht zuletzt ihr berühmter Schalk machten die rund 90-minütige Veranstaltung zu einem akustischen Genuss. Die gelungene Mischung aus Lesung und Konzert kam bei den rund 30 Zuschauerinnen und Zuschauern bestens an.

Statt trockener Lesung lockerten die Musikparts von Steven Picard an der Violine und Ben Süverkrüp am Klavier mit Auszügen aus Beethovens Stücken wie der Violinsonate „Frühlingssonate“ in F-Dur, op. 24 sowie den Sonaten A-Dur, op. 12/2, c-Moll, op. 30/2 und G-Dur op. 96 auf.

„Eine super Veranstaltung“, schwärmte Familie Kiesler. „Die Kombination aus Gesprächen und Musik gefällt uns sehr gut und hat viel Esprit zu bieten.“ Auch Susanne Richter und Sohn Timo sind bekennende Beethoven-Fans. „Beethovens Musik wirkt emotional und gewaltig“, meinte Susanne Richter.

Musikalisch setzt sich das Mutter-Sohn-Gespann selbst mit dem Komponisten auseinander. So musizierten beide im Zuge des Beethoven-Tages in der Stadtbücherei. Das zweite Konzert der Klavierreihe ist für die Richters ein gelungener Abschluss. „Das Konzert gefällt uns auf jeden Fall.“

Dass der Abend trotz Corona-Pandemie stattfinden konnte, ist ein Glücksfall für den Kulturverein Burscheid. Denn die Veranstaltungsreihe, die durch die Beethovenjubiläumsgesellschaft Bonn gefördert wurde, sollte bereits im Herbst 2020 starten. Doch Corona machte dem Team des Kulturvereins Burscheid ei-nen Strich durch die Rechnung. „Daher sind wir erleichtert, dass beide Konzerte heute Abend ihren krönenden Abschluss in dem Erzählkonzert mit vielen akustischen Überraschungen finden“, so Jelle von Dryander, erste Vorsitzende des Kulturvereins. Ein echter Höhepunkt des Abends war Teubners Einsatz der „Singenden Säge“, die sie zum Konzertende aus dem musikalischen Gepäck zauberte und die für Applaus und Standing Ovations sorgte.

Hintergrund

Zum 250. Geburtstag des Komponisten Ludwig van Beethoven organisiert die „Beethoven Jubiläums GmbH“ unter dem Slogan BTHVN 2020 bundesweit Projekte und Veranstaltungen, um das Werk des Komponisten zu vermitteln.

www.bthvn2020.de

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