Ausbildung

Hier finden Burscheider eine Möglichkeit zur beruflichen Orientierung

Im Burscheider Megafon fand die 5. Ausbildungsmesse statt. Sie wurde sehr gut genutzt.
+
Im Burscheider Megafon fand die 5. Ausbildungsmesse statt. Sie wurde sehr gut genutzt.

5. Ausbildungsmesse im Burscheider Megafon war ein Erfolg für die Besucher und Aussteller.

Von Lucas Hackenberg

Burscheid. Immer öfter ist in den letzten Jahren das Wort „Ausbildungsnotstand“ zu hören gewesen. Dies rührt daher, dass in Deutschland auf der einen Seite die Zahl der Ausbildungsstellen drastisch zurück geht – auf der anderen hingegen ein Mangel an Bewerberinnen und Bewerbern herrscht.

Auch Burscheid bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont: „Momentan verzeichnen wir in unserer Region 1727 unbesetzte Ausbildungsstellen“, sagte Bürgermeister Dirk Runge direkt zu Beginn der Ausbildungsmesse, an der das Interesse allerdings auch nach zwei Jahren Zwangspause durch die Covid-19 Pandemie ungebrochen schien. Bereits zum fünften Mal veranstaltete die Katholische Jugendagentur (KJA) Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Burscheid die Orientierungsveranstaltung im Jugendzentrum Megafon, in der Montanusstraße 15. Schon zu Beginn des Vormittags wurde deutlich, dass ein Interesse zur Trendumkehr am Ausbildungsmarkt im Rheinisch-Bergischen Kreis beidseitig vorhanden ist. Viele junge Menschen kamen mit Eltern oder Freunden vorbei, um sich umzuschauen und erste Kontakte mit Unternehmen zu knüpfen.

Das Veranstaltungsareal hielt dabei einige Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme bereit. Insgesamt 38 Aussteller verteilten sich auf dem Außengelände, im Saal, auf der Bühne, im Foyer, rund um das Café und im Zelt und erwarteten die Jugendlichen mit allerhand Informationsmaterial und Offenheit zu Gesprächen. Im Zeitraum zwischen 10 und 14 Uhr fand ein reger Austausch statt, der meist nicht an einer Station enden sollte. Man kam leicht von einem Stand zum anderen und konnte so die gesamte Bandbreite der regionalen Wirtschaft kennenlernen. Für Thomas Droege (Geschäftsführer der KJA) ist die Vermittlerrolle inzwischen so etwas wie eine Leidenschaft geworden: „Es ist immer wieder ein tolles Gefühl, Jugendlichen zu helfen direkt Fuß zu fassen und Kontakte zu knüpfen“, merkte er an.

Das positive Feedback, das aus den Jahren vor der Corona-Pause mehrfach an die Veranstalter getragen wurde, galt es auch in diesem Jahr wieder zu bestätigen: „Teils bieten die Unternehmen ihr Engagement an der Ausbildungsmesse sogar mittlerweile von sich aus an. Das ist natürlich ein besonders schönes Zeichen von Wertschätzung“, sagte Werner Schmitten, Fachbereichsleiter für Jugendsozialarbeit bei der KJA. Auch das rege Interesse bei den jungen Besuchern war ein Punkt, der sowohl Ausbilder als auch Veranstalter nachhaltig begeisterte. Wie etwa das von Eric Cebulla. Der vierzehnjährige Schüler war mit seiner Familie gekommen, um sich frühzeitig über Berufe zu informieren, die in sein Interessensgebiet fallen könnten: „Die Ausbildungsmesse ist echt eine super Möglichkeit zur Orientierung, weil man hier ganz viele verschiedene Ausbilder persönlich und ungezwungen kennenlernen kann“, berichtete er.

Als die Veranstaltung am frühen Nachmittag schließlich ein Ende fand, fiel auch das Gesamtfazit des KJA-Geschäftsführers durchweg positiv aus: „Wir können zum wiederholten Male nur zufrieden sein mit der Resonanz, die wir von ausnahmslos allen Seiten erhalten haben“, sagte Thomas Droege mit einem Lächeln im Gesicht.

Für ihn und Bürgermeister Dirk Runge sei es wichtig, mit allen Beteiligten persönlich zu sprechen und neben Lob auch Verbesserungsvorschläge zu erhalten. Nur so könne in bestem Maße auf die sich stetig wandelnden Anforderungen reagiert werden.

Besonders glücklich zeigte er sich über den unmittelbar sichtbaren Erfolg: „Drei mal haben wir heute gesehen, dass zwischen Ausbildungssuchenden und Ausbildern bereits Gespräche zu Ausbildungsmodalitäten und Verträgen geführt wurden. Das macht natürlich besonders stolz“, führte Thomas Droege aus.

Wiederholung geplant

Zum ersten Mal fand die Ausbildungsmesse vor den Sommerferien statt. Auch, damit eine eventuelle Zuspitzung der Corona-Situation im Herbst nicht erneut zur Absage der Veranstaltung führt. Für die folgenden Jahre ist in jedem Fall eine Fortsetzung geplant. Das Megafon hat sich dabei als Ort der Messe bewährt. Bezüglich des Zeitpunktes will man aber flexibel bleiben – und auf die äußeren Einflüsse möglichst gut gewappnet reagieren.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Trotz Krisen blickt Bürgermeister Dirk Runge weiter nach vorne
Trotz Krisen blickt Bürgermeister Dirk Runge weiter nach vorne
Trotz Krisen blickt Bürgermeister Dirk Runge weiter nach vorne
„Wir können ihn nicht ersetzen“
„Wir können ihn nicht ersetzen“
„Wir können ihn nicht ersetzen“
„Kinder wollen Lieder verstehen und mitsingen“
„Kinder wollen Lieder verstehen und mitsingen“
„Kinder wollen Lieder verstehen und mitsingen“
Wie finden Frauen nach der Babypause in den Job?
Wie finden Frauen nach der Babypause in den Job?
Wie finden Frauen nach der Babypause in den Job?

Kommentare