Azubis

Mehr Bewerber als Ausbildungsstellen

Ein Azubi im Metall-Handwerk misst ein Werkstück.
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Ein Azubi im Metall-Handwerk misst ein Werkstück.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis sind 1364 Personen noch auf der Suche.

Von Stephan Singer

Rheinisch-Bergischer Kreis. Quantitativ scheint der Ausbildungsmarkt in der Region ausgeglichen. Jedoch ergeben sich regionale Differenzen bei den gewünschten und den angebotenen Ausbildungsberufen. So fassen die Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, die Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln und die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land die Jahresbilanz auf dem Ausbildungsmarkt zusammen.

Bislang haben 3806 Bewerber um eine Ausbildungsstelle die Dienste der Agentur in Anspruch genommen. Das sind 22 oder 0,6 Prozent weniger als im Vorjahr um diese Zeit. Gleichzeitig haben die Arbeitgeber der Region der Agentur für Arbeit insgesamt 3802 Berufsausbildungsstellen bis Ende September gemeldet. Das sind 24 (0,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. Aktuell gelten noch 263 Bewerber als unversorgt, das sind sieben (2,6 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Andererseits sind noch 462 Ausbildungsstellen unbesetzt – 16 oder 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. „Auf den ersten Blick scheint das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ausgeglichen“, beschreibt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit. „Betrachtet man die einzelnen Regionen, sind jedoch Unterschiede erkennbar. Während es in Leverkusen und im Rheinisch-Bergischen Kreis mehr Bewerber als Ausbildungsstellen gibt, ist im Oberbergischen Kreis ein großes Angebot an Ausbildungsstellen vorhanden.“

Damit werde die regionale Mobilität ein großes Thema. Obendrein gebe es beliebte und weniger beliebte Ausbildungsberufe. „Diese Passungsprobleme besser in den Griff zu bekommen, ist eine große Aufgabe, die wir mit unseren Netzwerkpartnern – allen voran den Kammern – weiter voranbringen wollen“, sagt Nicole Jordy.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bislang 1079 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind fünf Stellen oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 139 unbesetzt – 13 Stellen oder 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1364 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Das sind 36 Jugendliche oder 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr um diese Zeit.

106 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 14 Jugendliche oder 15,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Ausbildungsverträge in der Region Leverkusen und Rheinisch-Bergischer Kreis zum Stichtag 30. September verzeichnet insgesamt ein Plus von fast zehn Prozent gegenüber 2021. „Die Ausbildungsbetriebe in der Region haben alles getan, damit sie auch weiterhin Ausbildungsplätze anbieten können“, betont die Kreishandwerkerschaft. Das Plus bei den Ausbildungsverträgen lasse auf einen künftigen Aufschwung hoffen.

In einzelnen Branchen herrschen Unsicherheiten

Im Bezirk der IHK Köln – Köln, Leverkusen, im Rhein-Erft-, dem Rheinisch-Bergischen und dem Oberbergischen Kreis, wurden bis Ende September dieses Jahres 7563 neue Ausbildungsverträge in den verschiedenen etwa 150 IHK-Berufen vereinbart. Das sind 151 Verträge oder gut zwei Prozent mehr als zum Vorjahresstichtag.

Carsten Berg, Leiter des Bereichs Ausbildung der IHK Köln: „Das moderate Plus stimmt uns zuversichtlich – auch wenn in einzelnen Branchen Unsicherheiten bestehen, die sich auf den Ausbildungsmarkt auswirken.“

Im Rheinisch-Bergischen Kreis waren zum Stichtag 30. September 523 neue Ausbildungsverträge eingetragen – das sind 34 Verträge (minus 6,1 Prozent) weniger als Ende September 2021.

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