Open-Air-Fest

Martinspark lockt mit Karussell und Zuckerwatte

Auf dem bunten Karussell kamen die Kinder voll auf ihre Kosten. Jeep, Motorrad und Pferd lockten Groß und Klein in den Martinspark.
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Auf dem bunten Karussell kamen die Kinder voll auf ihre Kosten. Jeep, Motorrad und Pferd lockten Groß und Klein in den Martinspark.

Auf dem Marktplatz hatten schon die Kleinen großen Spaß.

Von Ursula Hellmann

Wie viel Spaß doch auf einen so kleinen Marktplatz passt. Besonders, wenn auf jedem der Open-Air-Feste andere Attraktionen für Kinder plus Erwachsene zum Mitmachen einladen. Da lassen die Kita- und Vorschulkinder sogar gerne die Hand von Mama oder Papa los und steigen mutig in den Jeep, aufs Motorrad oder reiten auf dem weißbunten Pferd.

Für das Gaumenfreuden war ebenfalls gesorgt. Lebkuchen und Zuckerwatte sorgten für VorWeihnachtsstimmung.

Das nostalgische Kinderkarussell drehte sich am Samstag ab 14 Uhr ununterbrochen. Kinder-Karussells sind das spezielle Fahrgeschäft des Schausteller-Unternehmens Frank Süermann aus Leverkusen. Auf Burscheids Ortsfesten drehte sich eines ihrer insgesamt fünf Karussells schon vor etwa 40 Jahren.

Mitarbeiter Andreas Ignaz Merkes berichtete: „Das älteste Ringelspiel in unserem Bestand wurde 1932 gebaut. Es ist völlig intakt und im Einsatz, auch wenn an manchen Stellen Granatsplitter im Holz stecken aus dem Krieg.“ Die große Lücke im Kulturleben ließ sich durch Renovierung und Pflege der Fahrgeschäfte zwar nutzen, aber nicht wirklich überbrücken.

Merkes ist seit Kindertagen mit den Karussells verbunden. In eigener Regie betrieb er sogar einmal ein mehr als 100-jähriges Exemplar – ein sogenanntes Hybrid-Modell mit Elektroantrieb, umzustellen auf vier Pferde als Zugtiere.

Ein kleines, aber feines Vergnügen drehte sich neben dem Karussell. Uwe Graetke hatte aus dem Bestand von Burscheid live das Glücksrad aktiviert. Es schnurrte – und Lisa-Marie Küpper durfte sich aus der Wunderkiste einen hübschen Ball als Preis aussuchen. Brüderchen Luis wurde von Lisa überrascht: Er bekam den Ball geschenkt.

Ein weiterer bunter Anlaufpunkt für Kinder jeden Alters stand am anderen Ende vom Marktplatz. Entlang der neun Meter langen Zeltwand lief ein Schienenweg von einem Märchenland ins andere. Ob ferngesteuert oder mit Batterie unterwegs, fuhren Spielzeugautos und Waggons auf hölzernen Gleisen daher. Da ging es gleich hinter dem Feenland durch eine Dinosaurier-Versammlung, und neben dem ländlichen Bahnhof lagen die Lego-Löwen im Urwald.

Kleine Abenteurer bestaunen Figuren und Landschaften

Figuren und Landschaften ohne Ende gab es zu bestaunen für kleine Abenteurer. Auch reichlich Nachschubmaterial aus Krabbelkisten. Jedes Kind durfte jedes Teil anfassen und seine eigene Spielwelt bauen. Das machte Rocco’s Holzeisenbahn zum absoluten Publikumsmagneten.

Auf dem Schnurrrad konnten schon die Kleinsten ihr Glück versuchen. Welche Gewinne wohl gelockt haben mögen?

Ideengeber und Erbauer dieser kindgerechten Eisenbahnanlage aus echtem Holz war 2014 Rocco Ceravolo. Er wohnt in Köln, ist aber aktives Mitglied im Burscheid live e. V., im Burscheider Schützenverein und im Verein der Modelleisenbahner. Seine Bahn steht nicht nur auf öffentlichen Märkten. Private Interessenten holen sie als Blickfang zu Events jeder Art. Bei ihm sind auch Väter und Großväter so frei, selbst die Schalter zu bedienen.

Zum ersten Mal auf dem Markt mit dabei: die Trattoria-Pizzeria Da Massimo aus Leverkusen. Die Tische rings um den Stand waren stets gut besetzt. Zwei Schritte weiter duftete Kaffee mit dem Logo Scapicaffee. Gelernter Kaffee-Experte Marco Scapicchio aus Wuppertal bot seine duftende Sonder-Röstung auch im Sommer in Burscheid an. Der Gastronom mit der Leidenschaft für die braune Bohne bietet seine Eigenmarke auf Messen und Märkten seit sechs Jahren den Genießern dar.

Je kälter es wird, desto schneller leert sich das Weinfass

Fehlen durfte natürlich auch nicht der Weinstand von Johann und „Fitz“ Blömer aus Ratingen. Je kühler der Abend, desto schneller leerte sich das 30-Liter-Glühweinfass.

Wer traut sich, auf den Ballon zu schießen? Der ein oder andere Familienvater musste selbst Hand anlegen.

Wärme – mit Schick und Strick verbunden – war unter dem Zeltdach von Christel Neumann-Schüttler zuhauf zu finden. Wie wird die auf vielen Ebenen aktive gebürtige Burscheiderin liebevoll genannt? „Socken-Doktor“. Wo handgestrickte Fußbekleidung, erkennbar viel benutzt und gelitten, trotzdem nostalgisch geliebt wird, erhält sie zur Freude der Besitzer ihre intakte Gestalt zurück.

Als Ergänzung zur Wollkunst ihrer Mutter entwirft Tochter Doris Nattkämper unglaublich schöne Schmuck-Objekte, unter anderem aus metallenen Flaschenkorken.

Lebkuchenherzen, Zuckerwatte und vieles mehr gab es auch diesmal am Stand der Schausteller-Familie Josef Schaffrath aus Düren. Aus dem großen Schausteller-Angebot dieser Unternehmer-Familie kamen auch die Dartpfeil-Fans wieder auf ihre Kosten.

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