Fest

Löschzug beeindruckt junge Besucher

Der Löschzug Hilgen zeigte an seinem Tag der offenen Tür, was er kann und demonstrierte bei einer Schauübung die Rettung einer eingeklemmten Person.
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Der Löschzug Hilgen zeigte an seinem Tag der offenen Tür, was er kann und demonstrierte bei einer Schauübung die Rettung einer eingeklemmten Person.

Großes Fest zum Tag der offenen Tür am Gerätehaus Hilgen an der B 51.

Von Tanja Alandt

Etwas ganz Besonderes ließ sich der Löschzug Hilgen bei seinem Feuerwehrfest nach langer Pause für seine Besucher einfallen: Die Demonstration einer verunglückten sowie einer eingeklemmten Person im Auto.

Damit die Gäste mehr von der Aktion hatten, wurde bewusst die patientenschonende Rettung simuliert, da für diese Rettung mehr Zeit vorhanden ist. Trotzdem staunten Jung und Alt gleichermaßen, wie schnell die Feuerwehrleute aus dem HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) heraussprangen und innerhalb weniger Minuten die eingeklemmte Person aus dem Pkw durch das nicht mehr vorhandene Autodach heraustrugen: Jeder Handgriff saß, als der Gruppenführer, der Maschinist und die Mannschaft die Rettung einleiteten. Kurz nachdem das Auto gesichert worden war und der Maschinist die Werkzeuge für das Herausschneiden der Fenster sowie das hydraulische Gerät zum Aufbrechen der Karosserie herausgab und die Pumpe vorbereitete, sicherte die eingespielte Mannschaft zunächst den Wagen und verschaffte sich mit einem Federkörner und einer Glassäge durch das Fenster hinter dem Fahrersitz Zugang. Ein Feuerwehrmann kletterte hinein, stabilisierte den Fahrer vom Rücksitz aus und schützte ihn mit einem Schutzschild vor Splittern, als die Kollegen das Fahrerfenster und die Frontscheibe herausschnitten. Zudem musste der Fußraum mit dem Scherenspreizer aufgebrochen werden. Die Kinder, die zuvor noch vor Freude grölten und hüpften, als die Feuerwehr mit dem Martinshorn ankam, konnten nur noch mit riesigen Augen zuschauen. Besonders begeistert war beispielsweise der vierjährige Thilo: Mit ihm besitzt die Feuerwehr einen weiteren Fan.

Zudem gab es Löschübungen und eine Fettexplosion. Feuerwehrmann Alexander Knorr erinnerte an die Rauchmelder-Pflicht in der Wohnung: „Rauchmelder sind das A und O!“

Die Besucher hatten viele Fragen. Sie erfuhren, dass der PSU (Psychosoziale Unterstützung) hilft, die schlimmen Erlebnisse zu verarbeiten oder dass Elektro-Autos mit sehr viel Wasser gelöscht werden.

„Neuzugänge sind willkommen.“

Fabio Knorr, Gruppenführer

Kinder konnten sich eine Feuerwehrjacke, Hose und ei-nen Helm anziehen und sich als Feuerwehrmann oder Feuerwehrfrau fühlen – dies ging besonders gut, als sie mit dem LF10 (Löschgruppenfahrzeug) fahren durften. Wie etwa Lukas übten sie im Rahmen der Rallye einen Notruf abzusetzen. Sie dachten sich einen Notfall aus und hörten aufmerksam zu, was die Leitstelle ihnen sagte, zum Beispiel: „Klingel die anderen Leute aus dem Haus heraus, aber bringe dich nicht in Gefahr! Lauf nicht ins Feuer!“ Nachdem sie alle Stempel der verschiedenen Stationen gesammelt hatten, bekamen sie einen Nachweis über ihre Feuerwehr-Leistungen und ein Eis.

Rund 200 Einsätze gibt es im Jahr für den etwa 27-köpfigen Hilgener Löschzug, der größtenteils aus den Namen Knorr, Müller und Schneider besteht. Drei Feuerwehrfrauen sind darunter: Jeanette Müller, Nicole Opitz und Jasmin Müller (18).

Sie retten Mensch und Tier - auch wenn die Katze auf dem Baum eigentlich selbst herunterkomme, so Knorr Senior. Durch die nahe A 1 leistet der Löschzug viel technische Hilfeleistung und wird zu Unfällen gerufen. Da die Wehr für ihre Übungen Schrottautos kaufen muss, freut man sich sehr über gespendete Autos.

„Neuzugänge sind willkommen und können im Übungsdienst reinschnuppern“, so Fabio Knorr. Er ist gewählter Gruppenführer, Vorstandsmitglied sowie Mitglied im Festausschuss. Derzeit findet der Übungsdienst jeden ersten Sonntag im Monat um 9 Uhr statt sowie jeden dritten Freitag im Monat um 19.30 Uhr und dauert jeweils rund zwei bis drei Stunden.

feuerwehr-burscheid.de

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