Leverkusens Christdemokraten wollen Burscheider Vorbild folgen

Von Großhamberg aus in Richtung Leverkusen-Lützenkirchen führt der Weg durch ein kleines Wäldchen zur Haltestelle. Dort soll es heller werden.Archivfoto: Doro Siewert
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Von Großhamberg aus in Richtung Leverkusen-Lützenkirchen führt der Weg durch ein kleines Wäldchen zur Haltestelle. Dort soll es heller werden.Archivfoto: Doro Siewert

Beleuchtung für die K 2: CDU hat sich mit Antrag an Oberbürgermeister Richrath gewandt

Von Nadja Lehmann

Jetzt will auch Leverkusen nachziehen. Zumindest die CDU-Fraktion im Leverkusener Stadtrat. Sie hat, wie Fraktionsreferentin Michaela di Padova mitteilt, einen Antrag zur Beleuchtung der Kreisstraße 2 gestellt – und folgt damit dem Burscheider Vorbild.

„Die Stadtverwaltung wird beauftragt, den Rad- und Gehweg der K 2 aus Richtung Großhamberg in Richtung Forellental auf Leverkusener Stadtgebiet mit Beleuchtungseinrichtungen zu versehen und zu beleuchten“, heißt es im Antrag der Leverkusener Christdemokraten. Und weiter: Man habe dem Bergischen Volksboten entnommen, dass der Rheinisch-Bergische-Kreis und die Stadt Burscheid gemeinsam vorhätten, den Rad- und Gehweg an der K 2 auf Burscheider Stadtgebiet auszuleuchten.

„Um auch im Lichte des Mobilitätskonzeptes eine durchgängige Nutzbarkeit für Fußgänger und Radfahrer auch bei Dunkelheit zu gewährleisten, sollte die Stadtverwaltung die Initiative unserer Nachbarn aufnehmen und eine auskömmliche Beleuchtung auch auf Leverkusener Gebiet sicherstellen“, begründet die CDU ihren Antrag, mit dem sie sich an Leverkusens Oberbürgermeister Uwe Richrath wendet und den der Fraktionsvorsitzende Stefan Hebbel, Ratsherr Frank Schönberger und Bezirksmitglied Michael Prangenberg unter der Überschrift „Licht schafft Sicherheit“ unterschrieben haben.

Stadt engagiert sich in einem Bereich, der Kreissache ist

Doch in Burscheid war und ist der Schritt nicht unumstritten, dem der Stadtentwicklungsausschuss Anfang September grünes Licht gegeben hatte. Denn die Stadt engagiert sich damit in einem Bereich, der eigentlich Sache des Kreises ist. „Wir verlassen den Pfad der Tugend“: So warnte denn auch der erfahrene CDU-Politiker Horst Buttkus in der September-Sitzung, stimmte jedoch gleichwohl zu. Zuständig für die Belange an den Kreisstraßen ist, wie es schon der Name signalisiert, der Kreis. Der allerdings stattet seine Straßen prinzipiell nicht mit einer Beleuchtung aus. Wünscht eine Kommune dies trotzdem, muss sie die Kosten tragen, und der Kreis den Antrag stellen und die Maßnahme durchführen.

Der Wunsch nach Licht ist auf Burscheider Seite schon älteren Datums. Dem entsprechende Bürgeranträge hatte es schon 2015 und 2020 gegeben. Im Hauptausschuss wurde dies im November vergangenen Jahres verhandelt – und rief anschließend Burscheids SPD auf den Plan, die im Frühjahr 2021 nachsetzte. Wie mit dem Bürgerantrag im November 2020 im Hauptausschuss umgegangen worden sei, spiegele nicht das politische Verständnis der SPD-Fraktion wider, begründeten die Sozialdemokraten ihren neuerlichen Vorstoß im Frühjahr. Von einem „Hauruckverfahren“ war vonseiten der SPD die Rede und von unbefriedigenden Antworten des Kreises. Zunächst kam man aber auch im Frühjahr nicht recht zu Streich. Allerdings ging Bürgermeister Stefan Caplan der SPD doch einen Schritt entgegen, versprach, am Ball zu bleiben, nachzuhaken und sich nach denkbaren Fördermöglichkeiten zu erkundigen.

Denn ganz billig ist das Projekt nicht: Die Belkaw GmbH hatte vorab Gesamtkosten von knapp 105 000 Euro für die Beleuchtung kalkuliert. Der voraussichtliche Eigenanteil für die Stadt Burscheid beträgt demnach rund 21 000 Euro. Hinzu kommen jährliche Unterhaltskosten. Pro Jahr schlägt ein Beleuchtungsmast mit rund 170 Euro zu Buche. Aufgestellt werden sollen insgesamt 15 Masten, die in vier Jahren somit 10 236 Euro in der Unterhaltung kosten.

Burscheid wird damit eine Summe von insgesamt rund 31 000 Euro in die Hand nehmen. Und das Projekt wird ohnehin nur deshalb möglich, weil der Kreis die Fahrbahn sanieren und in diesem Zusammenhang einen Förderantrag stellen wird.

Die Leverkusener CDU-Fraktion hat nun ihrerseits Oberbürgerbürgermeister Richrath gebeten, das Thema auf die Tagesordnung von Fachgremien und Stadtrat zu setzen.

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