Leuchten tauchen Wahrzeichen in magisches Licht

Das Burgleuchten zeigt das Schloss in ganz anderer Stimmung. Mal ist es bunt, mal ist es mystisch, aber es darf auch magisch oder brutal kräftig wirken. Unterstrichen wird das durch Erzählungen und Musik an einigen Orten.
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Das Burgleuchten zeigt das Schloss in ganz anderer Stimmung. Mal ist es bunt, mal ist es mystisch, aber es darf auch magisch oder brutal kräftig wirken. Unterstrichen wird das durch Erzählungen und Musik an einigen Orten.

Schlossbauverein lädt an drei Wochenenden zu einer ganz besonderen Aktion auf die Burg ein

Von Philipp Müller (Text) und Christian Beier (Fotos)

Der Bergfried steht ganz in rotes Licht getaucht mitten in Schloss Burg als der alles überwachende, majestätisch wirkende Turm. Die Bäume sind in grünes Licht getaucht, die Burgmauern sind mal rot, mal magenta, aber auch mit blauen und gelben Tönen ausgeleuchtet. Gestern Abend hatte das „Burgleuchten“ auf Schloss Burg Premiere.

Bereits am Tag zuvor stellten der Schlossbauverein, Initiator Peter Wendland und der Lichttechniker Uli Hoppert das Konzept vor. Beeindruckend ist, wie die Burg außen und innen mit fast 600 LED-Scheinwerfern und Lichteffekten in eine Szene gesetzt wird, die einzigartig ist. Mit Einbruch der Dunkelheit zeigt sich das besonders. Daher startet das Burgleuchten an den kommenden drei Wochenenden (siehe Kasten) auch erst um 18 Uhr.

„In der Form gibt es das Burgleuchten nur einmal.“

Gregor Ahlmann, Burgherr

Gregor Ahlmann, der Geschäftsführer des Schlossbauvereins, erklärt: „In der Form gibt es das Burgleuchten nur einmal.“ Denn schon im kommenden Jahr werden die Räume geleert, und die Sanierung des Schlosses nimmt ab April volle Fahrt auf. Ziel: 2024 soll die Burg in historischer Kulisse zu einem modernen Museum mit digitalen Angeboten werden, die die Geschichte der Burgherren und die des Bergischen Landes unmittelbar erfahrbar machen wird.

Daher hat Burgherr Ahlmann auch trotz der Corona-Zeiten grünes Licht für die Aktion gegeben: „Das ist ein Statement. Das Schloss ist da. Wir haben geöffnet. Und wir begrüßen gerne unsere Besucher auf der Burg.“

„Das ist ein Statement. Das Schloss ist da. Wir haben geöffnet.“

Gregor Ahlmann, Burgherr

Ausgedacht hatte sich die Aktion Peter Wendland. Burgbesucher kennen ihn als den Mann der Gruselführungen. Entsprechend haben es auch einige dieser Stationen ins Burgleuchten geschafft. Mit Sagen aus dem Lautsprecher, Musik vom Band und Lichteffekten werden die statische Beleuchtung aufgebrochen und alle Sinne angesprochen.

Das Gesamtkunstwerk wäre aber ohne Uli Hoppert und sein Team nicht möglich. 15 Kilometer Kabel haben sie in den vergangenen Tagen verlegt. Am Ende steuern diese fast 600 LED-Scheinwerfer an. Doch es bleibt nicht bei den einmal ausgesuchten Lichttönen. Hoppert erklärt, dass ein Lichttechniker immer während der Burgleben-Öffnungszeiten am Lichtmischpult sitzen und neue Lichtszenen ansteuern werde. So entstehen regelmäßig neue Stimmungen auf dem Schlossgelände.

Und das ist wirklich gelungen. LED-Licht hat die Eigenschaft, wie eine Art Tapete oder Folie die Flächen komplett in den neuen Farbton zu tauchen. Da reflektiert nichts, da ist nichts durchlässig. So wirkt alles fast brutal kräftig. Das ist Absicht, denn so wollen Wendland und Hoppert mit dem Burgleuchten begeistern.

Dass eine solche Aktion in der Corona-Zeit nicht normal ist, erklärt der Siegburger Licht- und Veranstaltungstechniker Hoppert so: „Das ist erst mein zweiter Job seit Mai.“ Die Veranstaltungsbranche leidet besonders unter den Pandemiebeschränkungen.

Auch das sei ein Grund für das Statement „Wir sind noch da“, erklärt Ahlmann, der nun hofft, dass viele Besucher sagen: „Wir waren auch da.“

Drei Wochenenden Burgleuchten

Termine: Heute und morgen, 18 bis 22.30 Uhr. Zu den gleichen Zeiten auch an den Wochenenden, inklusive Freitag, 16. bis 18. Oktober und 23. bis 25. Oktober.

Tickets: Eintrittskarten kosten 15 Euro, Kinder bis 12 Jahren frei. Die Eintrittskarten sind über das Portal solingen-live.de erhältlich. Heute und morgen auch an der Abendkasse.

Info: Tel. 2 42 26 26

Weitere Fotos: www.rga.de

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