Lehrer und Erzieher bereiten sich aufs Impfen vor

Von heute an soll es für verschiedene Berufsgruppen mit dem Impfen in Rhein-Berg losgehen: Darunter sind die Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter von Schulen und Kitas. Foto: Christian Beier
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Von heute an soll es für verschiedene Berufsgruppen mit dem Impfen in Rhein-Berg losgehen: Darunter sind die Lehrer, Erzieher und Mitarbeiter von Schulen und Kitas.

Unsicher ist noch, ob mobile Teams anrücken oder ob es Fahrten nach Bergisch Gladbach gibt

Von Nadja Lehmann

Sie haben sich alle im Lauf des Corona-Jahres ein gutes Stück Gelassenheit angeeignet: Sei es Ulrike Kreffter vom Familienzentrum Kleine Strolche, sei es Sonja Tippel von der nahe gelegenen Ernst-Moritz-Arndt-Schule oder Corinna Stobbe von der Grundschule Dierath oder Claudia Zimmermann von der Montanusschule. Sie alle sind von heute an an der Reihe und dürfen sich impfen lassen. Wie genau das Prozedere abläuft, weiß aber noch keine der Pädagoginnen. „Es läuft aber alles auf Hochtouren, sowohl beim Kreis als auch in der Kommune“, berichtet Corinna Stobbe. „Wir sollen zeitnah informiert werden.“

Auch Sonja Tippel ist gespannt. „Ob uns das Impfprozedere durch mobile Teams oder im Impfzentrum erreicht, ist noch offen.“

Ob sich ihr komplettes Kollegium impfen lässt, weiß Claudia Zimmermann nicht. „Ich habe zwar beratend zur Verfügung gestanden, aber es ist die persönliche Entscheidung jedes einzelnen“, sagt die Leiterin der Montanusschule, deren Kollegium mit Vertretungskräften und OGS-Mitarbeitern 26 Köpfe zählt. Die Liste der Impfberechtigten hat jede Schule zusammengestellt und dem Rathaus geschickt. „Es werden aber nicht alle zeitgleich geimpft“, betont Corinna Stobbe. Sollten Nebenwirkungen auftreten, dürfe schließlich nicht die Schule brach liegen. „Wir haben das auch schon entsprechend durchdacht; es werden immer ein bis zwei Nicht-Geimpfte da sein, die den Notfall auffangen können.“

„Wir werden eine Impfstrategie entwickeln“, sagt auch Ulrike Kreffter. Sie beziffert die Impfbereitschaft unter den Erzieherinnen auf rund 85 Prozent.

Bei den Kleinen Strolchen ist schon im Februar wieder die volle Regelbetreuung angelaufen. „Für die Eltern ist das ein großes Glück“, sagt Kreffter, die „ihre“ Kinder und Familien mit großem Lob bedenkt: „Die ziehen so großartig mit.“ Alle zwölf Erzieherinnen sind wieder mit an Bord, und von den 57 Kindern sind 52 wieder vor Ort in der Einrichtung.

Schüler waren im Wechselunterricht erfolgreich

Auch Claudia Zimmermann lobt die Eltern: „Denen ist gar nicht bewusst, dass sie einen tollen Job machen.“ Wie die beiden anderen Burscheider Grundschulen pendelt die Montanusschule zwischen Distanz- und Präsenzunterricht. Immer jeweils fünf Tage ist eine Gruppe an der Höhestraße vor Ort; dann zieht sie sich nach Hause in den Distanzunterricht zurück, und die zweite Gruppe ist an der Reihe. „Wir haben damit gute Erfahrungen gemacht“, sagt Zimmermann, der es vor allem darum geht, ihren Schülern Sicherheit zu vermitteln. „Wir haben ja eine große Vielfalt an unserer Schule, und dieses Modell passt am besten zu uns“, sagt sie. Die Teams seien in engem Austausch, und auch sie selbst als Schulleiterin wisse zu jeder Zeit, was in den jeweiligen Gruppen passiere.

Und es gibt sogar Vorteile. „Die Kinder haben Riesenfortschritte gemacht“, berichtet Claudia Zimmermann. Schließlich säßen plötzlich nur 12, 13 Kinder im Klassenraum. „Man hat richtig Zeit für sie, kann ganz toll mit ihnen arbeiten.“ Jeden Morgen aber sind alle vereint: Dann werden die Kinder von zu Hause aus zugeschaltet – „um gemeinsam in den Tag zu starten“, sagt Zimmermann.

Auch Sonja Tippel und Corinna Stobbe bestätigen, dass es gut läuft mit dem Präsenz- und Distanzunterricht. Auch Stobbe setzt auf den wöchentlichen Wechsel: „Aus organisatorischen, personellen und pädagogischen Gründen“, fasst die Leiterin der Grundschule Dierath zusammen. Man habe mittlerweile wieder alle Kinder vor Ort gehabt: „Ihnen tut es gut, in einer längeren Kontinuität hier zu sein.“

Und dabei wird es bis auf weiteres wohl auch bleiben. Corinna Stobbe hat zum Wochenende eine Mail mit neuen Landesvorgaben erhalten. Ihr Inhalt: „Der Wechselunterricht wird unverändert bis zu den Osterferien fortgesetzt.“

Die Schulleiterin bleibt auch da gelassen. Schließlich läuft’s und: „Früher verfiel man bei Veränderungen in Schockstarre. Heute überspringen wir diese Phase in einem Affentempo. Die Realität müssen wir akzeptieren.“

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