Projekt

„Lebendiger Adventskalender“ kommt 2023 wieder

Hinter einem Türchen verbarg sich beispielsweise der Nikolausmarkt in Hilgen. Stockbrot braten auf dem Raiffeisenplatz kam gerade bei den Jüngsten sehr gut an.
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Hinter einem Türchen verbarg sich beispielsweise der Nikolausmarkt in Hilgen. Stockbrot braten auf dem Raiffeisenplatz kam gerade bei den Jüngsten sehr gut an.
  • VonNadja Lehmann
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Zukunftsinitiative hatte mit dem Projekt eine Premiere gewagt.

Burscheid. Punsch und Kekse gehörten meistens dazu, ansonsten war die Bandbreite groß. Es wurde vorgelesen und gesungen, es wurde musiziert, es gab Basare zum Stöbern: Kurzum, der „Lebendige Adventskalender“ präsentierte sich bunt und vielfältig. Im Rathaus sichtet Martina Boden die erste Resonanz derjenigen, die mitgemacht haben. „Es ist gut gelaufen“, sagt Boden. „Und die meisten würden 2023 wieder mitmachen.“ Den ein oder anderen Verbesserungsbedarf hat sie aber schon registriert: „Wir müssen noch stärker im Vorfeld auf das Projekt aufmerksam machen und auch jede einzelne Veranstaltung noch stärker bewerben. Nicht nur das Gesamtkunstwerk.“ Aber, so fügt Martina Boden hinzu, es sei ja der 1. Lebendige Adventskalender gewesen und einiges müsse sich einfach noch einspielen. Eine „schöne Idee“ sei es allemal, findet sie.

Die Fäden dazu sind bei Martina Boden zusammengelaufen. Ideengeber war die Zukunftsinitiative, jenes lokale breitgefächerte Bündnis aus Gemeinden, Vereinen, Gruppierungen, das Burscheid lebens- und liebenswerter machen will und dem auch die Stadtverwaltung angehört. Den Impuls hatte die Evangelische Hilgen-Neuenhaus gegeben: Sie hatte nämlich bereits beim Lebendigen Adventskalender der Nachbarstadt Wermelskirchen mitgewirkt und deshalb diese Idee mit in die Sitzungen der Zukunftsinitiative Burscheid mitgebracht. „Wir wollten ja schon 2020 angefangen“, erinnert sich Martina Boden. Corona vereitelte dies. Doch jetzt, zwei Jahre später, ging es an den Start.

„Mit den Türchen waren wir schon vor den Sommerferien ausgebucht“, berichtet Boden von dem großen Zuspruch. Manche Veranstaltung wurde extra auf die Beine gestellt, manche existierte schon: „Wie der Adventsmarkt in Ösinghausen“, sagt Boden. „Der war sowieso schon bekannt und hatte es dadurch etwas leichter.“ Deshalb unterschieden sich die Besucherzahlen auch: „Zu der einen Veranstaltung kamen 15, zur nächsten 80 oder 5“, sagt Boden. Ein Wertmaßstab sei das nicht: „Es war nicht jede Veranstaltung auf 100 ausgerichtet.“ Im Gegenteil, manches Angebot lebte gerade von dem kleineren intimen Rahmen. Boden: „Das war vom Charakter her sehr unterschiedlich.“

Martina Boden.

Was Martina Boden besonders freut: Dass die Vereine ihr berichtet hätten, so manches neue Gesicht entdeckt zu haben. „Das ist eine schöne Gelegenheit für die Vereine, sich bekannt zu machen“, sagt Boden.

Sie selbst hatte sich vorgenommen, auch die ein oder andere Veranstaltung zu besuchen. Ein Infekt in der Familie verhinderte dies. „Als der Bürgermeister vorgelesen hat, war ich aber dabei“, verrät sie lachend. Dirk Runge hatte Anfang Dezember dazu in der Stadtbücherei zum Buch gegriffen.

Die Zukunftsinitiative will sich schon bald wieder zusammensetzen und nach neuen Ideen suchen. Martina Boden ist froh, dass das wieder in Präsenz möglich ist: „Eine Videokonferenz kann das nicht ersetzen“, ist ihre Erfahrung. Gerade der schnelle informelle Austausch, das Reden vom „Hölzchen zum Stöckchen“, seien es, der Kreativität und Möglichkeiten freisetze. „Das Netzwerk in Burscheid funktioniert sehr gut. Das konnte schnell wieder angeknipst werden“, sagt sie. Zumal die meisten Vereine und Gruppierungen mit langjährig bekannten Ansprechpartnern aufwarteten und somit große Kontinuität bewiesen – man kenne sich eben. „Da war es leichter, auch in der Coronazeit mal jemanden anzurufen.“

Martina Boden will nun auch in Wermelskirchen dortige Erfahrungen mit dem „Lebendigen Adventskalender“ erfragen. „Ich vermute, es war in den ersten zwei Jahren ähnlich wie jetzt bei uns“, sagt sie. Sprich: Das Ganze muss sich etablieren. Die Vereine sind, sie haben es kundgetan, bereit. Martina Boden ist es auch. Und Anmeldungen für Dezember 2023 werden bereits jetzt gern entgegengenommen.

zukunftsinitiative-burscheid@gmx.de

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