Ausblick auf 2023

Landfrauen haben in diesem Jahr viel vor

Mit Kuchen und selbst gemachten Marmeladen kamen die Burscheider Landfrauen zum Feierabendmarkt.
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Mit Kuchen und selbst gemachten Marmeladen kamen die Burscheider Landfrauen zum Feierabendmarkt.

Am Feierabendmarkt nehmen die Burscheiderinnen nicht mehr teil: Resonanz war zu gering.

Von Claudia Radzwill

Burscheid. Auf viele schöne Erlebnisse blickt Sandra Mundt, Vorsitzende der Burscheider Landfrauen, zurück. 2022 war ein Jahr, in dem man wieder „normal“ planen konnte. „Nur am Anfang mussten wir coronabedingt eine Veranstaltung absagen – die Krimilesung bei Ute Hentschel Anfang Februar fand nicht statt“, berichtet sie.

Der Besuch in der Falknerei Bergisch Land im März war damit das erste große Treffen der Gruppe. „Es war ein großartiger Tag, trotz des ständigen Regens“, sagt Sandra Mundt. Zwanzig Teilnehmer kamen zur Führung, auch einige Kinder waren dabei. „Alle, Groß und Klein, waren begeistert.“ Im April informierte Kriminalhauptkommissarin Claudia Kammann im Tri-Café über Enkeltricks und Co. Auch dieser Termin sei gut besucht gewesen. „Gerade viele ältere Mitglieder waren gekommen. Drei haben von eigenen Trickbetrügererlebnissen am Telefon berichtet“, erzählt Sandra Mundt. Die seien, Gott sei Dank, alle gut ausgegangen. Unvergesslich war im Dezember dann der Ausflug in den Weihnachtscircus nach Remscheid. „Ein wunderschöner Jahresabschluss.“

Ein weiteres tolles Erlebnis für die Landfrauen war die Teilnahme am Burscheider Umweltfest im Mai. Eine Premiere. „Wir stehen für Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt ein – daher haben wir mitgemacht“, sagt die Vorsitzende. Am Stand gab es selbst gebackenen Kuchen und Kaffee – was reißenden Absatz fand. Auch auf dem Burscheider Bauernmarkt im vergangenen September bauten die Landfrauen ihren Stand auf; dort hat die Teilnahme schon Tradition.

Nicht so gut gelaufen ist der Verkauf auf dem Feierabendmarkt. Zweimal haben sie im Sommer dort gestanden – doch die Resonanz war gering. „Es war sehr heiß, vielleicht lag es daran,“ mutmaßt Sandra Mundt. Es stecke allerdings viel Vorbereitung in einem solchen Angebot, wie das Einkochen der Marmeladen. „Wir sind nun übereingekommen, in diesem Jahr nicht mehr beim Feierabendmarkt mitzumachen.“ Anders als beim Umweltfest (23. April) und Bauernmarkt (10. September) – da sind die Landfrauen wieder mit dabei.

Bei einem Treffen durfte jede ihre Ideen aufschreiben

Was steht noch für 2023 an? „Bei einem Treffen im September konnte jede aufschreiben, was sie gerne machen möchte“, verrät Sandra Mundt. Tolle Ideen seien zusammengekommen. Als sie im Oktober das neue Programm zusammenstellte, hatte sie Mühe, alles unter einen Hut zu bekommen. So geht es am 4. Februar, 13 Uhr, zur Champignonzucht von Tim Marseille nach Leichlingen. Am 4. März, 14 Uhr, wird eine Biogas-Anlage auf einem Bauernhof in Solingen besucht. Am 22. April wollen die Landfrauen gemeinsam ins Theater. Im Megafon zeigt die Volksbühne Bergisch Neukirchen das Stück „Frau Müller muss weg“ – darauf freuen sich schon alle. Beginn ist um 17 Uhr. Eine Exkursion zur Straßenfarm Emminghausen in Wermelskirchen steht für den 3. Juni, 14 Uhr, an. Im Oktober wird der Geflügelhof Kottsieper in Remscheid besucht, der Termin wird noch festgezurrt. Im Dezember wird es wieder das Adventsbasteln geben.

Der Stammtisch findet wieder regelmäßig statt – in allen geraden Monaten am ersten Mittwoch im Tri-Café an der Bürgermeister-Schmidt-Straße. Die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen steht bereits für den 11. Februar an - um 15 Uhr im Restaurant „Zum Reiterstübchen“ in Oberwietsche.

Im vergangenen Jahr sind einige neue Gesichter dazugekommen. 39 Mitglieder zählt Sandra Mundt jetzt – zu einer Zeit, wo andere Landfrauengruppen sich mangels Mitgliedern auflösen. „Unsere Öffentlichkeitsarbeit wirkt“, freut sie sich. Und hebt hervor: „Wir sind offen für alle, die Interesse am ländlichen Leben haben.“ Dazu müsse man keinen Bauernhof haben. Jedes Alter ist willkommen. Es gilt: „Jeder kann sich nur zu den Programmpunkten anmelden, woran er Spaß hat.“ Auch Nicht-Mitglieder können sich übrigens zu den Touren anmelden.

„Wir freuen uns natürlich, wenn wir darüber neue Mitglieder gewinnen“, sagt Sandra Mundt. Sie selbst freut sich für 2023 „auf viele schöne gemeinsame Stunden, nette Gespräche und Erlebnisse“.

Hintergrund

Spenden: Die Erlöse der Verkaufsstände spenden die Landfrauen. Im Dezember 2022 übergaben sie der Begegnungsstätte Tri-Café in der Bürgermeister-Schmidt-Straße 25 300 Euro.

Kontakt: Wer an Touren teilnehmen oder Mitglied werden möchte, kann sich per E-Mail an Sandra Mundt wenden. Infos rund um die Burscheider Landfrauen gibt es auch auf den Social-Media-Plattformen Facebook und Instagram.

landfrauen-burscheid@web.de

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