So lässt sich die Hitze zu Hause aushalten

Energieberater empfehlen häufiges Lüften

Von Anna Lauterjung

In der vergangenen Woche kletterte das Thermometer auf über 30 Grad. Das kann den ein oder anderen auf der Arbeit oder zu Hause ins schwitzen bringen. Auch in den kommenden Tagen, selbst wenn das Wetter ein klein wenig abkühlt.

Was hilft, um das Zuhause kühl zu halten?

Am einfachsten sei es, die Hitze bereits von Anfang an aus dem Haus auszusperren, rät der Energieberater der Verbraucherzentrale, Florian Bublies. Gerade bei gut gedämmten Häusern würde sonst der Raum nicht mehr auf eine angenehme Temperatur kommen. Um das Büro kühl zu halten empfiehlt der Energieberater ein Tandem aus Lüften und Sonnenschutz. Das Lüften sollte am frühen Morgen oder spät am Abend geschehen, solange es kühl ist. Bublies: „Der größte Fehler ist es, das Fenster konstant offenzulassen.“ Brauche man frische Luft, sollte man am besten eine kurze Pause machen und nach draußen gehen, damit die Hitze nicht ins Haus rein kommt. Tagsüber sollten dann die Rollos runter gelassen werden. So kann sich der Raum dann nicht weiter aufheizen.

Was tun, wenn die Hitze einmal im Haus ist?

Ist die Hitze einmal im Haus, hilft nur noch ein Ventilator. Denn: „Mobile Klimageräte hatten bei uns im Vergleich einen hohen Stromverbrauch“, erklärt der Energieberater. Die kühle Brise des Ventilators fühle sich angenehm an und reiche in den meisten Fällen aus. Falls nicht, könnte auch noch eine Wanne mit Eiswasser vor den Ventilator gestellt werden, dann gleiche der Kühlungseffekt dem einer Klimaanlage. Allerdings muss hier auf die Bausubstanz aufgepasst werden. Zu viel Feuchtigkeit kann die Räume beschädigen.

Elektrische Geräte, die nicht gebraucht werden, ausschalten?

Zudem lohnt es sich, alle elektronischen Geräte, die nicht gebraucht werden, abzuschalten. Denn auch sie sind Wärmequellen. Hat man die Auswahl, hilft es auch an besonders heißen Tagen einen Raum auf der Nordseite der Wohnung oder Hauses als Büro zu erklären.

Hitze: Gelten arbeitsrechlichte Regelungen auch im Homeoffice?

Für die Arbeit im Betrieb gelten folgende Regelungen: Wird im Arbeitsraum eine Lufttemperatur über 26 Grad erreicht und es wird ein Sonnenschutz verwendet, soll der Arbeitgeber eingreifen. Ab einer Raumtemperatur von 30 Grad müssen Arbeitgeber die Maßnahmen umsetzten und ab 35 Grad Raumtemperatur ist dieser nicht mehr als Arbeitsraum geeignet. Im Homeoffice, wie es seit dem Beginn der Corona-Zeit praktiziert wird, handelt es sich arbeitsrechtlich um mobiles Arbeiten. Daher muss der Arbeitgeber auch nicht für eine angenehmere Temperatur im Homeoffice sorgen.

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