Kulturreferentin des Kreises setzt auf Netzwerk und Synergien

Charlotte Loesch stellte sich als Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises im Burscheider Kulturausschuss vor. Archivfoto: Roland Keusch
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Charlotte Loesch stellte sich als Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises im Burscheider Kulturausschuss vor. Archivfoto: Roland Keusch

Charlotte Loesch stellte sich im Kulturausschuss vor

Von Nadja Lehmann

Burscheid kennt sie, und beim großen Beethoventag war sie natürlich auch in der Stadt; sie lobt die Zusammenarbeit mit Renate Bergfelder-Weiss vom Kulturamt der Stadt – und dennoch hat Charlotte Loesch, wie sie freimütig bekannte, etwas nachzuholen: Im Kulturausschuss hatte sich die Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises bislang noch nicht vorgestellt. „Und ich bin doch immerhin schon seit 1. Oktober 2018 im Amt. Diese Vorstellung ist überfällig.“ Am Dienstagabend war sie ins Haus der Kunst gekommen, um das nachzuholen.

Charlotte Loesch ist gebürtige Bonnerin und hat dort sowie in Mainz Germanistik, Evangelische Theologie und Vergleichende Literaturwissenschaft studiert. Nach ihrem Studium war sie als Geschäftsführerin des interdisziplinären „Zentrums für Religion und Gesellschaft (ZERG)“ der Universität Bonn tätig und wurde 2018 mit dem dortigen Lehrpreis ausgezeichnet. „Dann habe ich die Ausschreibung des Kreises gesehen und gedacht: Das passt“, erzählte sie am Dienstagabend. Sie wurde zum Bewerbungsgespräch eingeladen, wurde ausgewählt und trat den neuen Job an: „Und ich habe es nicht bereut.“

Die Kulturreferentin begreift ihre Aufgabe als Netzwerkerin und auch Mutmacherin. „Wir flankieren bereits bestehende Veranstaltungen, stellen aber auch eigene Ausstellungen auf die Beine“, beschrieb sie und nannte als Beispiele die „Expedition Heimat“, bei der Unbekanntes vor der eigenen Haustür entdeckt wird und bei der in diesem Jahr Rösrath im Mittelpunkt stand; sie nannte die Kulturscouts, die im Bergischen auf Spurensuche gehen; sie nannte die Veranstaltung „Käpt’n Book“, das Lesefest für Kinder und junge Erwachsene, das noch bis 10. Oktober läuft. „Wir sind Ansprechpartner für solche Programme; wir beraten aber auch Kulturschaffende“, erklärte Charlotte Loesch: „Beispielsweise bei der Akquise von Fördergeldern.“

Den Kultursommer bezeichnet sie als Kraftakt

Loesch will ein „kulturelles Profil“, wie sie sagte, für den Kreis entwickeln: „Dabei ist die Vernetzung wichtig. Daraus können Synergien entstehen.“ Gerade eben erst sind die Festivitäten anlässlich des Beethoven-Jubiläums über die Bühne gegangen, bei denen Burscheid mit seinem eigens konzipierten Beethoven-Tag seine ganz eigene Visitenkarte abgegeben hat: „Ich erinnere mich, wie ich den Antrag geschrieben habe“, sagte Charlotte Loesch lächelnd: „Das Jubiläum haben wir über Jahre entwickelt.“

Wesentlich kurzfristiger wurde der Kultursommer 2021 auf die Beine gestellt: Einen „Kraftakt“ für die fünf daran beteiligten Kommunen nannte ihn Loesch unumwunden. „Burscheid ist erfolgreich durch, und wir sind“ – mit einem Nicken in Richtung Bergfelder-Weiss – „erleichtert. Bergisch Gladbach und Wermelskirchen haben dagegen noch Veranstaltungen.“

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