Künstliche Intelligenz als Chance nutzen

Horst Pohlmann und Prof. Dr. Susanne Keuchel zeigen eine Projektarbeit von Kindern und Jugendlichen – „Alexa“ mit Ausschaltknopf. Foto: Roland Keusch
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Horst Pohlmann und Prof. Dr. Susanne Keuchel zeigen eine Projektarbeit von Kindern und Jugendlichen – „Alexa“ mit Ausschaltknopf.

Neues Tagungsangebot in der Akademie der kulturellen Bildung – Diskurs soll Projekte für Kinder und Jugendliche anregen

Von Michelle Jünger

Wie viele Gedanken macht man sich eigentlich bei der Benutzung von Alexa, Siri und Co.? Künstliche Intelligenz ist ein großer Bestandteil des menschlichen Lebens geworden. Einiges erleichtert es ungemein, auch birgt KI für viele Bereiche Chancen.

Das gilt auch für die Akademie der kulturellen Bildung, die Interessenten aus ganz Deutschland nach Remscheid-Küppelstein lotst. Die zweitägige Tagung „Mensch – Maschine – Kultur – Bildung“ soll sich unter anderem damit auseinandersetzen, wie man verschiedene Künste und kulturelle Themen mithilfe von künstlicher Intelligenz umsetzen kann. Gleichzeitig ist aber auch eine ethische Auseinandersetzung mit vorgesehen.

„Anfangs gab es kulturelle Angebote, das wurde lange vernachlässigt.“

Susanne Keuchel, Direktorin

Prof. Dr. Susanne Keuchel, die Direktorin der Akademie, sagt, das Thema könne zunächst ungewöhnlich erscheinen, in ihren Augen komme aber diese Auseinandersetzung schon beinahe zu spät. Mit der flächendeckenden Verbreitung des Internets vor mittlerweile fast 30 Jahren, habe es einen kulturellen Boom gegeben. „Anfangs gab es kulturelle Angebote, das wurde lange vernachlässigt“, sagt Keuchel.

Umso mehr Grund, zu einem Diskurs einzuladen und sich mal zu fragen, wie KI die Gesellschaft verändert. Interdisziplinär sollen Bildungsfragen und Techniken angeregt werden, die man mit Kindern und Jugendlichen ebenfalls erarbeiten könne.

Das Tagungsangebot mit anschließendem Labor richtet sich vor allem an Pädagoginnen und Pädagogen, Mitarbeitende von Bibliotheken oder auch angrenzenden Kulturfeldern. Medienpädagoge Horst Pohlmann ist eine vielfältige Sensibilisierung des Themas wichtig, denn es sei nicht nur medienpädagogisch anzusiedeln, sondern muss unter vielen Gesichtspunkten betrachtet werden.

„In einem KI-Labor haben wir mit Kindern und Jugendlichen viele Projekte erarbeitet, diese werden im Zuge der Tagung auch vorgestellt“, sagt Pohlmann. Unter den Projekten seien ein Escape Room, ein Theaterstück oder ein mit Sprachintelligenz hergestelltes Hörspiel entstanden.

Nicht nur schlechte Seiten gebe es an KI, wie das Datensammeln, sondern das Gute soll daran hervorgehoben werden und wie es zum Lernen genutzt werden kann. „Gerade die Initiatoren des Projektes lernen am meisten“, sagt Pohlmann. Bei dem Escape Room habe ihn beispielsweise der hohe Anspruch beim Erstellen der Rätsel im Hinblick auf eine spezielle Thematik beeindruckt. Das Konzept habe auch mit kommerziellen Spielräumen mithalten sollen.

Im Anschluss an die Tagung gibt ein Methoden-Labor

Zusätzlich zu den Projektarbeiten werden Vorträge von Fachleuten stattfinden. Unter anderem sei mit Prof. Dr. Andreas Koch von der Hochschule Media Stuttgart ein Experte auf diesem Gebiet mit dabei, der sich auf Kommunikation und künstliche Intelligenz spezialisiert hat. Auch ein Musiker sei dabei, der aber zudem ein Unternehmen leite, welches künstliche Intelligenz entwickelt. „Die Vorträge sollen alle auf denselben Wissensstand bringen und den Diskurs anregen“, hebt Horst Pohlmann hervor, denn es werde sehr praktisch zugehen. Ein großer Teil sei in Form von Workshops geplant.

Ideen oder Strategien können von den Teilnehmenden direkt im Anschluss umgesetzt werden. Das Angebot ist inklusive Labor buchbar. Dieses findet im Anschluss statt und soll sich mit möglichen Projekten oder Vermittlungsformen beschäftigen. Dabei sei es unerheblich, ob es um den Bereich Musik, Theater, Literatur, Sprache oder Kunst ginge, sagt Susanne Keuchel. Kultur habe viele Facetten und wie das KI-Labor bereits gezeigt habe, gebe es viel Potenzial.

Programm

Die Tagung in der Akademie der kulturellen Bildung läuft vom 4. bis 5. Mai, das Labor wird vom 5. bis 8. Mai veranstaltet.

Am 4. Mai gibt es außerdem ab 19.30 Uhr ein offenes Abendprogramm zum Thema der Tagung, zu dem auch Kinder und Jugendliche mit ihren Familien eingeladen sind, um sich die Projekte anzusehen.

kulturellebildung.de/KI

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