Vereinsarbeit

Krissi Rottmann will es nochmals versuchen

Zwei Frauen stehen vor einer offenen Garage und hinter einem Tisch.
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Krissi Rottmann (rechts, hier mit einer Helferin) will doch nicht von ihrem „Pfotentisch“ lassen und weiterhin Tieren helfen.

Die alleinige Vorsitzende des Vereins Pfotentisch hofft auf neue Ehrenamtliche.

Von Anja Wollschlaeger

Burscheid. Nachdem Kristin Rottmann öffentlich bekannt gegeben hat, dass sie den Verein Pfotentisch auflösen will, hat sie nun Hoffnung: „Ich denke, wir haben eine Chance, den Pfotentisch neu aufzustellen.“

Der Pfotentisch an sich ist ein gemeinnütziger Verein. Er unterstützt Tierhalter mit Sachspenden oder finanziell, etwa, wenn Tierarztbehandlungen anstehen. Doch dahinter steht – im Wesentlichen – nur die Vorsitzende selbst. Kristin Rottmann ist seit der Gründung des Vereins im Jahr 2016 die einzige und alleinvertretungsberechtigte Vorsitzende des Pfotentischs. Rottmann sagt es ganz deutlich: „Seit der Gründung macht Krissi alles.“

Unterstützt wird sie zurzeit noch von einer Ehrenamtlichen, die sich um die Buchhaltung kümmert. Sie hat allerdings schon länger den Wunsch, das Amt abgeben zu können. Von sieben Gründungsmitgliedern ist inzwischen eines gestorben. Von Herzen sagt Rottmann nun: „Was uns fehlt, sind Fördermitglieder, ein Kassenwart, Leute, die die Verantwortung übernehmen und junge Menschen, die das mit der Digitalisierung drauf haben.“ Kurzum, Rottmann will den Verein neu aufstellen. Damit gibt sie ihrem Baby noch eine Chance, denn Ende 2020 hatte sie noch angekündigt, aufgeben zu wollen.

Es haben sich schon ein paar Leute gemeldet, die Interesse haben

Kristin Rottmann zur Zukunft des Pfotentischs.

Zu ihrer neu aufgekeimten Hoffnung trug bei, dass sich um die Weihnachtszeit mehrere Spender fanden, die über Paypal einen Beitrag zu den laufenden Kosten des Vereins leisteten. Trotz Lockdown hätten auch die Futtermittelspender auf Rottmanns Bitten reagiert und Hunde- und Katzenfutter bereitgestellt.

Und der Bedarf? Der ist eigentlich viel größer, als es die kleine Tiertafel bedienen könnte. An der Ausgabestelle – eine Garage vor der Awo-Kita – sind die bedürftigen Tierhalter dankbar für Rottmanns Einsatz. Und eigentlich würde sich Krissi Rottmann wünschen, dass es auch in Burscheid einmal einen richtigen Tierschutzverein gibt, der sich um herrenlose Tiere kümmert. Aber dazu sagt sie ganz klar: „Das ist vom Tisch.“

Wie es nun weitergehen soll, dazu hat Rottmann eine klare Vorstellung. Einbringen will sie sich weiterhin mit Rat und Tat: „Eine vernünftige Übergabe ist gewährleistet“, sagt sie. Und sie wird sich auch weiter nicht zu fein sein, Kisten zu tragen und in der Garage nach dem Rechten zu sehen. Buchhaltung, Homepage, Versicherung, Briefe an die Futtermittelspender, Bankgeschäfte – all das gibt sie ab und ist zuversichtlich: „Es haben sich schon ein paar Leute gemeldet, die Interesse haben.“

In einer Versammlung nach dem Lockdown soll dann ganz öffentlich geklärt werden, wer was bereit ist, für den Pfotentisch zu tun. Krissi Rottmann hat einen Plan: „Wir werden das ganz offen auf unserer Homepage ausschreiben und es kann dann jeder kommen, der mitmachen möchte.“

www.pfotentisch-burscheid.de

Hintergrund

Zweck des Burscheider Vereins Pfotentisch ist: Sicherung von artgerechter Haltung, Pflege und Behandlung von Tieren, insbesondere durch das Zurverfügungstellen von Gegenständen, die der täglichen Versorgung von Tieren dienen, und somit Unterstützung von Personen mit Tieren, die in Notlagen geraten sind. Außerdem sollen bedürftige Personen unterstützt werden, um so sicherzustellen, dass ihre Tiere artgerecht gehalten werden können und sie in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung bleiben.

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