Kirche St. Laurentius

Krippe erzählt wieder die Weihnachtsgeschichte

Johanna Dreyer stellt in St. Laurentius seit Jahren eine Krippe auf – auch in diesem etwas anderen Jahr. Archivfoto: Doro Siewert
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Johanna Dreyer stellt in St. Laurentius seit Jahren eine Krippe auf – auch in diesem etwas anderen Jahr.

Die katholischen Gemeinden feiern Jesu Geburt im kleinen Kreis vor Ort.

Von Katharina Birkenbeul

Burscheid. Auf vieles müssen die Burscheider in dieser Weihnachtszeit verzichten. Aber nicht auf alles. Wie auch in den vergangenen Jahren hat Johanna Dreyer in der katholischen Kirche St. Laurentius die Krippe aufgebaut, die derzeit wöchentlich wechselnd die Weihnachtsgeschichte erzählt. Die Weihnachtsgottesdienste an Heiligabend sowie am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag können aber nur wenige Besucher in St. Laurentius und der Liebfrauenkirche miterleben.

Die Krippe hat Johanna Dreyer bereits im November zu Sankt Martin aufgebaut, stehen bleibt sie bis zum 2. Februar. Seit vergangener Woche erzählt die Krippe wieder die Weihnachtsgeschichte – begonnen bei Maria Empfängnis, über Jesu Geburt, bis zu den Heiligen Drei Königen. „Ich habe von Kindheitsbeinen an zu Hause jedes Jahr eine riesengroße Krippe mit meinem Opa aufgebaut und mache das auch immer noch“, sagt Dreyer. Ihr liege es deshalb im Blut.

„Die Planung fällt in diesem Jahr nicht leicht.“

Michael Knab, leitender Pfarrer

Das Bild der Krippe jede Woche zu verändern, braucht Zeit. Zwei Stunden richten Johanna Dreyer und ihr Mann die neue Szene jeweils her. Eine andere Kulisse muss geschaffen, Tisch und Stühle aufgestellt und die Figuren richtig in das Bild gesetzt werden. Und doch sei etwas anders. „Die Leute bleiben nicht mehr vor der Krippe stehen, sondern gucken sie sich im Vorbeigehen an“, sagt Dreyer. Doch sie weiß, dass das wegen Corona notwendig ist. Dennoch merke sie, dass es gut angenommen werde. Zudem gibt es in diesem Jahr keine Kerzen – zum einen, damit niemand stehenbleibt, zum anderen, damit sich der Brand vom vergangenen Jahr nicht wiederholt.

Anders läuft es in diesem Jahr auch bei den Weihnachtsgottesdiensten in den beiden katholischen Kirchen in Burscheid. „Wir können nur mit 60 Personen pro Gottesdienst – also bei vieren am Abend mit 240 Personen – feiern“, betont der leitende Pfarrer Michael Knab, der unter normalen Umständen gerne die gewohnten 350 Menschen in einer Messe begrüßt hätte.

Dafür hätten die Katholiken die Anzahl der Gottesdienste am Heiligen Abend verdoppelt. Zwei Familiengottesdienste finden um 14 und um 15.30 Uhr in St. Laurentius statt. Die Christmette dort um 17 und 22 Uhr. Anmeldungen dafür sind online möglich.

Zudem laufe der Gottesdienst an sich anders ab: „Es kann kein Krippenspiel geben – und gesungen wird ebenfalls nicht“, so der Pfarrer. Ein Kirchenmusiker begleitet jedoch die etwas verkürzten Messen. In einigen Gottesdiensten würde zudem ein Vorsänger kirchliche Lieder zum Besten geben. Das könne aber nicht in allen Gottesdiensten umgesetzt werden. „Und wir müssen sehen, was ist, wenn kurzfristig noch jemand krank wird oder in Quarantäne muss. Die Planung fällt deshalb in diesem Jahr nicht leicht.“

Eine innere Unruhe begleite die Planungen, die sie so lange rausgezögert haben wie möglich, deshalb von Beginn an. Dennoch wolle man den Heiligabend trotz Maskenpflicht, Abstand und Co. für alle so schön machen wie möglich. „Das Positive ist, dass die Ansteckungsgefahr in den Kirchen durch die hohen Decken und den nicht ganz dichten Fenstern geringer ist.“

Trotz aller Einschränkung wird das Angebot gut angenommen. „Die ersten Gottesdienste waren innerhalb eines halben Tages ausgebucht“, freut sich Knab, „denn die direkte Begegnung und das gemeinsame Erleben ist gerade an Weihnachten besonders. Die Leute entscheiden sich bewusst, an diesen Tagen in die Kirche zu gehen.“ Wichtig sei dem Pfarrer nur, dass es nicht mit 2019 verglichen werde.

Eine Alternative für die zu Hause Gebliebenen könne es von den Gemeinden selbst nicht geben. „Wir haben die technischen Möglichkeiten nicht. Wer möchte, kann aber die Angebote des Erzbistums Köln in Anspruch nehmen“, erklärt Knab die Situation.

Anmeldung

Ein Gottesdienstbesuch in den katholischen Kirchen an den drei Weihnachtsfeiertagen ist nur online möglich. Allerdings sind bereits seit vergangener Woche die meisten Gottesdienste ausgebucht. Menschen ohne Anmeldungen können nur einen Platz ergattern, wenn bis fünf Minuten vor Beginn nicht alle angemeldete Besucher gekommen sind. https://t1p.de/b1kg

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