Kreuzung Kaltenherberg: Kluge Ampel soll künftig helfen Wartezeiten zu verringern

Die Kreuzung in Kaltenherberg ist ein Knotenpunkt, an dem es Geduld braucht. Foto: Nadja Lehmann
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Die Kreuzung in Kaltenherberg ist ein Knotenpunkt, an dem es Geduld braucht. Foto: Nadja Lehmann

Knotenpunkt ist das meist angesprochene Thema beim Beschwerdemanagement

Von Nadja Lehmann

Die originale Signalanlage trägt eine Mütze und ist außer Dienst gestellt. Den Verkehr regelt die provisorisch aufgestellte Ampel: Ein Anblick, den die Burscheider gefühlt so lange kennen wie dort die Rotphase währt. Die Kreuzung in Kaltenherberg, an der B 51, wo Hammerweg und die Autobahn-Zu- und Ausfahrten zusammentreffen, verlangt dem Verkehrsteilnehmer Geduld ab. Und schon so mancher Kommunalpolitiker erschien zu spät zu Ausschuss- oder Ratssitzung, weil er es nicht rechtzeitig über die Kreuzung geschafft hatte.

Doch damit soll es nun vorbei sein. Bereits im Stadtentwicklungsausschuss hatte Bürgermeister Stefan Caplan angekündigt, dass sich in den Kalenderwochen 34 bis 38 etwas tun sollte. Vor kurzem machte es die Stadt dann offiziell und gab bekannt, dass Landesbetrieb Straßen NRW ab Montag, 17. August, die Ampelanlagen in Kaltenherberg und Höhestraße umbaut.

Gekoppelt waren die provisorischen Lichtsignalanlagen an die Bauarbeiten auf der B 51. „Damals hieß es, dass die Ampel anschließend neu gemacht werden muss“, erinnert sich Caplan. Denn: „Es war keine schlaue Ampel“, sagt Caplan. Der Rückstau auf der A1 reichte beispielsweise weit bis in Richtung Wermelskirchen, weil die Autos wegen zu kurzer Grünphase nicht in ausreichender Zahl die Ausfahrt in Richtung Höhestraße verlassen konnten. Straßen NRW justierte nach. „Der Landesbetrieb musste die Autobahn leer kriegen“, sagt Caplan. Ergebnis: Die Grünphase für die Autobahn wurde verlängert. Um so länger wiederum standen die Verkehrsteilnehmer auf der Höhestraße. Wer Schleichwege kannte, mied den Knotenpunkt.

Ampel wurde für die Burscheider zum Quälgeist

Auf eine kluge Ampel hofften die Burscheider bereits von 2017 an – nämlich seit dem Ende der Baustellenära auf der B 51. Doch das wurde nichts.

Für die Burscheider wurde die Ampel zum Quälgeist. „Die Situation in Kaltenherberg war das am meisten angesprochene Ärgernis beim städtischen Beschwerdemanagement“, sagt Caplan. Denn weil die Ampel nicht klug ist, sind die Rotphasen auf der Höhestraße nachts ebenso lang wie tagsüber – auch wenn die Autobahn gähnend leer ist und ihre Ausfahrten ebenso.

Doch nun soll sie kommen, die Lichtsignalanlage mit koordiniertem videogesteuerten System. Zuständig waren übergeordnete Behörden – angefangen von der Bezirksregierung über Straßen NRW bis zur Kreisverwaltung. So ganz ließ sich Burscheid das Heft des Handelns aber nicht aus der Hand nehmen. „Wir haben alles getan, um den Prozess zu beschleunigen. Deshalb hat die Stadt, obwohl sie in keiner Weise zuständig ist, im Einvernehmen mit der Politik die sicherheitstechnische Überprüfung der von der Firma Siemens erstellten Signalplanung in Auftrag gegeben“, hebt Caplan hervor.

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