Kreis fördert geflüchtete Kinder

Eine Frau schreibt das Wort „Integration“ an die Tafel. Foto: Patrick Lux/dpa
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Eine Frau schreibt das Wort „Integration“ an die Tafel. Foto: Patrick Lux/dpa

Während der Schulschließungen konnten sie nicht an ihren Sprachkenntnissen arbeiten

Von Markus Schumacher

Auch für viele junge geflüchtete Menschen war durch die Schulschließungen aufgrund der Verbreitung des Coronavirus kein Unterricht vor Ort mehr möglich. Für diese Kinder und Jugendliche, die erst vor kurzem in den Rheinisch-Bergischen Kreis gekommen sind, war das ein besonderes Problem, da sie dadurch kaum an ihren Sprachkenntnissen arbeiten konnten.

„Diese sind aber entscheidend, um sich schnell in der Schule und unserer Gesellschaft zurechtfinden zu können“, schreibt die Pressestelle des Kreises. Etliche Familien seien kurz vor oder während der Schulschließungen im Rheinisch-Bergischen Kreis angekommen und konnten deshalb noch keiner Schule zugewiesen werden. So konnten sie während der Schulschließung von den Lehrkräften auch nicht mit Material versorgt werden. Zudem verfügten sie oftmals noch über keinerlei Deutschkenntnisse.

Schüler und Eltern seien glücklich über die Lernförderung gewesen

„Da gerade diese jungen Menschen ein intensives Deutschförderprogramm benötigen, haben das Kommunale Integrationszentrum des Rheinisch-Bergischen Kreises und das Schulamt schnell gehandelt.“ Gemeinsam wurden zunächst die Deutsch-Kenntnisse der einzelnen Schüler ermittelt, um in einem zweiten Schritt Fördermaterial zu entwickeln. Dazu zählen Alphabetisierungsmaterial, Grammatikaufgaben und Übungen zur Wortschatzerweiterung. Die Familien erhielten individuell zusammengestellte Lernmappen, die ihnen nach Terminabsprache und unter Wahrung der Hygienegebote gebracht, wieder abgeholt, korrigiert und durch neue Materialien ersetzt wurden.

„Sowohl die Schüler als auch die Eltern waren glücklich und dankbar, dass so gut an sie gedacht wurde. Wir haben mit Freude festgestellt, dass es eine große Lernfreude und auch schnell erste Fortschritte gab“, sagt Nurhan Dogruer-Rütten, die Leiterin des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises. Sonja Bruns, Fachberaterin für Migration im Schulamt, stellt fest: „Jetzt kann eine beachtliche Anzahl von geflüchteten Kindern und Jugendlichen trotz noch geringer sozialer Kontakte weiter Deutsch lernen.“

Online-Sprachenpaten

Schule An die ersten Fortschritte und Kenntnisse knüpfen die Lehrkräfte an, die die Kinder und Jugendlichen nach der nun erfolgten Einschulung unter ihre Fittiche nehmen.

Projekt Die weitere Förderung wird an den individuellen Wissensständen ausgerichtet. Um die, durch die Schulschließungen entstandenen, Lernrückstände aufzuholen und den neu zugewanderten Schülern auch weiter individuelle Beratung und Unterstützung zu ermöglichen, bietet das Kommunale Integrationszentrum das „Online-Sprachenpaten-Projekt“ an.

www.rbk-direkt.de/das-kommunale-integrationszentrum.aspx

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