Kreis erinnert an Verhaltensregeln im Wald

Der Kreis macht darauf aufmerksam, dass es wichtig ist, Hunde im Naturschutzgebiet anzuleinen. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis.
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Der Kreis macht darauf aufmerksam, dass es wichtig ist, Hunde im Naturschutzgebiet anzuleinen.

Viele suchen Erholung im Wald – Das kann zu Problemen führen

Von Markus Schumacher

Gerade in Zeiten von Corona sind Freizeitaktivitäten an der frischen Luft besonders beliebt und Bewegung im Grünen eine willkommene Abwechslung. Daher lockt es auch im Rheinisch-Bergischen Kreis immer mehr Menschen in regionale Wälder. Das führt dort mitunter zu Problemen, zum Beispiel bei der Jagd, wie der Hegering Burscheid jüngst mitgeteilt hatte. Die Pressestelle des Rheinisch-Bergischen Kreises schreibt dazu: „Damit die Natur bei der großen Anzahl an Besuchern keinen Schaden nimmt, ist es wichtig, bei Ausflügen besondere Rücksicht auf schutzbedürftige Ökosysteme zu nehmen.“ Alle wichtigen Verhaltensregeln seien im Flyer „Unterwegs im Naturschutzgebiet“ nachzulesen.

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Aufforstungen: „Trockenheit und Schädlinge machen den Wäldern sehr zu schaffen, daher werden derzeit viele Stellen mühevoll aufgeforstet. Wenn sich alle Waldnutzer an die richtigen Verhaltensregeln halten, kann der Weg zu klimastabilen Wäldern gelingen“, sagt Freiherr Joachim von Lüninck, Waldbesitzer und Mitglied im Naturschutzbeirat des RBK. Besonders sensible Flächen wie junge Forstkulturen dürfen daher nicht betreten werden.

Hundebesitzer: Das gilt auch für die Vierbeiner: Hundebesitzer sollten zudem darauf achten, dass ihre Tiere in Sichtweite bleiben und bei ihrem Auslauf keine Wildtiere gefährden.

Leinenpflicht: Mark vom Hofe, der Vorsitzende des Naturschutzbeirates, ergänzt: „Es ist notwendig, dass Hundebesitzerinnen und -besitzer ihre Tiere dauerhaft an der Leine führen.“ Grund dafür seien unter anderem Naturschutzgebiete.

Fahrradfahrer: Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte grundsätzlich nur auf den Wegen fahren.

Zutritt zum Wald: „Mit diesen Verhaltensregeln ist es möglich, dass der Zutritt zu den Wäldern in Deutschland kaum eingeschränkt wird. Rechnerisch stehen zum Beispiel jedem Einwohner in Nordrhein-Westfalen 192 Quadratmeter Wald zur Verfügung“, führt Hermann Fröhlingsdorf vom Regionalforstamt Bergisches Land aus.

Landschaftsschutz- und Naturschutzgebiete: Viele besonders beliebte Wanderwege liegen in landschaftlich reizvollen Landschaftsschutz- und Naturschutzgebieten. Landschaftsschutzgebiete werden vor allem wegen ihrer erhaltenswerten Schönheit und ihrer Bedeutung für die Erholung besonders geschützt. Naturschutzgebiete beherbergen besondere Biotope - sie sind Lebensraum für seltene Pflanzen und stellen für viele Tierarten Rückzugsorte dar. Für Waldbesucher ist es allerdings nicht immer ganz leicht zu erkennen, in welchem Gebiet sie sich befinden. Daher sollten sie auf entsprechende Hinweisschilder an Wegesrändern achten.

Reitwege: Für Reiter wiederum gibt es ausgeschilderte Reitwege. In Naturschutzgebieten stehen die Tier- und Pflanzenwelt unter besonders großem Schutz. Hier ist das Wege-Gebot daher auf Spaziergänger ausgeweitet.

Befestigte Wege: „Wenn befestigte und gekennzeichnete Wege verlassen werden, bilden sich schnell Trampelpfade, die zur Dauerbelastung für Flora und Fauna werden“, erklärt Bernhard Fleischer, Leiter des Amtes für Planung und Landschaftsschutz des Rheinisch-Bergischen Kreises. „Wichtige Pflanzen werden abseits der Wege zertreten und Tiere zurückgedrängt, da sie sich in ihrem Lebensraum nicht mehr sicher fühlen.“

Wanderwege: Ausgeschriebene Wanderwege führen immer wieder an landschaftlich reizvolle Orte, wie Seen und spannende Felsformationen, heran. So kann die Vielfalt der Natur mit Rücksicht auf Tier- und Pflanzenwelt erlebt werden.

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