Kosmetikerin verwirklicht ihre innere Berufung

Dorothee Gierens ist noch bis Jahresende in der Lindenpassage anzutreffen.Foto: Doro Siewert
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Dorothee Gierens ist noch bis Jahresende in der Lindenpassage anzutreffen.Foto: Doro Siewert

Von der Lindenpassage in die Hauptstraße 52: Dorothee Gierens lässt bereits umbauen

Von Ursula Hellmann

Ein echter Glücksfall ist es, wenn jemand seinen Traumberuf als feste Existenzgrundlage verwirklichen kann: Dorothee Gierens ist dieser Weg gelungen. Der gebürtigen Burscheiderin war bereits während ihrer Schulzeit bewusst: „Sehr früh war mir klar, dass ich meine innere Berufung nur in der breitgefächerten Kosmetik-Branche verwirklichen kann.“

Den Weg zur fachlichen Kompetenz ging sie ausbildungsmäßig konsequent weiter. Nach ihrem Realschulabschluss absolvierte Dorothee Gierens eine dreijährige Lehre als Einzelhandelskauffrau; daran schloss sich ein Jahr auf der Kosmetikfachschule an. Ihr Praktikum in einer Hautklinik sowie auf einer Schönheitsfarm brachte ihr die profunden Kenntnisse in Richtung Medizin.

Damit war ihr Interesse an weiteren Gebieten menschlicher Haut noch nicht erschöpft. Sie bekam, ebenfalls in Köln, ihr Zertifikat als medizinische Fußpflegerin. Mit diesem umfassenden Wissen startete Gierens dann in die Selbstständigkeit.

1978 staunten die Burscheider erstmalig über das ausgewählte Sortiment in Kosmetik- und Pflegeartikeln im Schaufenster Marktplatz 47. Sieben Jahre lang blieb es die gute Adresse in diesem Bereich. In dieser Zeit wuchs der treue, zufriedene Kundenkreis von Dorothee Gierens ständig.

Burscheid blieb unterdessen nicht in alter Gestalt. Im Jahr 1985 wurde die Linden-Passage gebaut und bot einer Reihe Einzelhändlern die modernen Geschäftsräume als Mietobjekt an. Als das erste Etablissement bezugsfertig war, richtete die mutige Unternehmerin Dorothee Gierens und ihr Team sich sofort in der neu erbauten Ladenzeile ein.

Dieser Wechsel blieb bis jetzt der einzige Umzug des Kosmetik-Instituts in andere Räumlichkeiten. Nach 36 erfolgreichen Jahren steht nun tatsächlich wieder ein gravierender Wechsel an.

Etwas Wehmut angesichts des Umzugs schwingt doch mit

Ein leiser Hauch der Wehmut klingt mit, wenn sie über die Situation spricht: „So ist es eben. Die Kleinen müssen den Großen weichen.“ Nachdem ein Auszugstermin feststand, hielt Gierens Ausschau nach Alternativen. Zum Glück brauchte sie die Suche nicht auf die Nachbarstädte auszudehnen. Es war den kommunalen Stellen wichtig, das attraktive Einzelhandelsunternehmen weiterhin in Burscheid zu halten. Das Angebot, das Erdgeschoss im Haus Hauptstraße 52 (da, wo bis 2019 der Bergische Volksbote beheimatet war) zu nutzen, kam den Wünschen beider Seiten entgegen.

Was das komplette Gierens-Team zusätzlich freut: „Wir sind allen Handwerksbetrieben vor Ort sehr dankbar, dass der nötige Umbau plus Renovierung so reibungslos vonstattengehen kann. Die Betriebe koordinieren ihre Arbeiten erstaunlich gut. Der Umzug in die 110 Quadratmeter Ladenfläche einschließlich Nebenräume wird – so wie es im Moment aussieht – im Laufe des Januar stattfinden können. Als letztes Unternehmen in der Lindenpassage sind wir noch bis zum Jahresende dort erreichbar. Die nicht geringen Kosten für den Umbau liegen auf meiner Schulter, aber wir freuen uns auf die neue Herausforderung!“

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