„Kleines Trüppchen“ ist voller Tatendrang und will weiter machen

Das Reparaturcafé – hier vor Corona – blieb auch in der Pandemie auf Abstand aktiv. Archivfoto: Doro Siewert
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Das Reparaturcafé – hier vor Corona – blieb auch in der Pandemie auf Abstand aktiv. Archivfoto: Doro Siewert

Tricafé wendet sich mit Newsletter an Mitstreiter – Weitere Interessierte sind eingeladen

Von Nadja Lehmann

Mit seinem Newsletter wendet sich das Tricafé aktuell an Freunde, Mitstreiter und Interessierte, blickt auf den Stillstand in der Pandemie zurück und bei den Entwicklungen voraus. „So langsam kommen die Leute aus ihren Verstecken. Vorsichtig, mutig, aber nicht zu übermütig, dürfen wir wieder aufeinander zugehen. Wir wünschen uns sehr, dass auch die lange Ruhepause des Tricafé-Cafe Burscheid zu Ende sein darf“, lauten die ersten Sätze des Newsletters, den Michael Corts betreut.

„Es ist nicht mehr wie vorher“, schreibt das Tricafé-Team und bezieht sich auf den Tod von Det Junker: „Unseres Freundes und Mitmachers, ein großer Verlust.“ Das Vorstandsmitglied des Kinderschutzbunds war Ende Mai gestorben. Junker hatte sich im Tricafé engagiert und dort das Elterncafé und die Mutter-Kind-Gruppe etabliert.

Das Mittwochs-Café, schon vor Corona leider nur wenig besucht, sei weggefallen, berichtet Michael Corts. Ehrenamtler hätten sich zurückgezogen. „Aber es gibt auch Silberstreifen am Horizont.“ Die Gruppen DKSB-Mutter-Kind, Lebenshilfe Frühförderung, ZWAR-Spielegruppe sowie die geplante Raumnutzung durch unterschiedliche Vereine und Gemeinschaften sorge dafür, dass wieder Leben einkehre.

„Mach’ was für andere und du tust genau das Richtige für dich.“

Das Tricafé-Team

„Ein neues Zuhause bei uns wird ab September die bisher in Hilgen beheimatete Interkulturelle Kochgruppe haben“, kündigt das Tricafé-Team an. Und auch das Reparaturcafé hat weitergemacht. Weit über 100 Reparaturaufträge haben die Ehrenamtlichen im Laufe der Pandemie-Zeit auf Abstand erledigt und viele Geräte erfolgreich wiederbelebt.

„Wir sind derzeit ein kleines Trüppchen, aber wir sind voller Tatendrang und wollen weiter machen“, sagt Michael Corts. Dabei sporne das Team besonders der von der Stadt zugesagte Umzug ins Kramerhaus an. „Das dauert noch, da erst mal entkernt und innen neu aufgebaut werden muss“, heißt es im Newsletter. „Aber die Aussicht auf einen Standort mitten im Ort am Marktplatz, auf attraktive Räume für ein Bürger-Café, Platz und Zuhause für Gruppen und Vereine, auf eine Werkstatt für die Reparatur-Aktivitäten lassen uns hoffen.“

Und: Neue Gesichter sind willkommen, Mitmacher und Mitstreiter mit frischen Ideen. „Leute, die gerne mit und für andere Menschen in unserer Gesellschaft da sind und die durch eigenes Handeln das Tricafé als offenen, freien und in jeder Hinsicht barrierefreien Begegnungsort in unserer Stadt erhalten und weiter entwickeln möchten.“

Neue Vorhaben am alten Standort

Die Zeit bis zum Umzug wird von ihnen noch tatkräftig genutzt. Für die noch anstehende Zeit am alten Standort gebe es Vorhaben mit (noch) zarten Wurzeln, heißt es: Für Vinyl-Fans ist an einen regelmäßigen Schallplattenabend gedacht.

Und die Liebhaber bodenständiger Kost könnten sich zu einem kleinen Kochzirkel Bergische Heimatküche zusammenfinden. „Diese zwei Projekte warten darauf, dass sich Interessenten finden und das Ding machen“, ermutigt Michael Corts. Motto: „Mach’ was für andere und du tust genau das Richtige für dich.“

Kontakt: Tel. (01 71) 5 48 73 14 oder per Mail.

tricafe@web.de

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