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Kleine Strolche starten gut ins neue Jahr

Die „Kleinen Strolche“ zeigten schon 2020 Flagge für ihren Standort und erinnerten die Autofahrer ans Tempo-30-Gebot auf der Witzheldener Straße. Archivfoto: Nadja Lehmann
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Die „Kleinen Strolche“ zeigten schon 2020 Flagge für ihren Standort und erinnerten die Autofahrer ans Tempo-30-Gebot auf der Witzheldener Straße.
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Hilgener Einrichtung ist trotz Lockdowns für die Kinder da.

Von Jennifer Preuß

Burscheid. Ulrike Kreffter war in himmlischer Mission unterwegs. An ihren letzten Arbeitstagen 2020 schlüpfte die Leiterin des Familienzentrums Kleine Strolche ins Engelskostüm und überraschte die Kinder, die wegen des Lockdowns vor Weihnachten zuhause blieben. Im Hintergrund lief Weihnachtsmusik. Gemeinsam mit einer Kollegin legte sie kleine Präsente vor die Haustüren – natürlich kontaktlos, aber dafür mit sehr viel Herz.

Ulrike Kreffter ist bekannt dafür, sich sehr für die Kinder in ihrer Obhut einzusetzen. Daran ändert auch der aktuelle Lockdown nichts. Eine Weihnachtsfeier in den Gruppen und ein gemeinsames Liedchen gab es auch. Für die Eltern wurde dieses besondere Ereignis ihrer Kinder digital festgehalten und auf USB-Sticks geladen.

Den Jungen und Mädchen der Kleinen Strolche sollte es auch an Weihnachten an nichts mangeln. Der Lockdown hat natürlich für Verunsicherung bei den Eltern gesorgt. Während viele andere Kindertagesstätten im Umkreis nur noch eine Art Notbetreuung fahren, handhabt Ulrike Kreffter die Empfehlungen des Familienministeriums des Landes NRW mit viel Verständnis für die Familien.

„Wir werden kein Kind fortschicken, das vor unserer Tür steht.“
Ulrike Kreffter, Leiterin

Auch in der Hilgener Einrichtung wurden die Eltern gebeten, dass sie ihre Kinder, sofern es ihnen möglich ist, zuhause betreuen. Vor Ulrike Kreffter muss aber niemand seine Entscheidung begründen, der sein Kind ab dem 4. Januar wieder in die Kita bringt. „Es gibt kein Betretungsverbot und auch kein Betreuungsverbot. Jeder, der eine Betreuung für sein Kind braucht, der kriegt sie auch“, betont Ulrike Kreffter.

Aktuell gelten die Empfehlungen des Ministeriums bis einschließlich 10. Januar, sofern sie nicht kurzfristig verlängert werden. „Die jetzige Regelung ist durchaus gangbar und machbar“, findet Ulrike Kreffter.

Einschränkungen, wie es sie im Frühjahr 2020 für die Kindergärten gab, sollte die Politik tunlichst vermeiden. Im März galt die Regel, dass lediglich Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, die Kinderbetreuung in Anspruch nehmen konnten. Das stellte viele Familien vor großen Herausforderungen. Familie und Beruf unter diesen Umständen zu vereinbaren, ist kaum oder nur mit vielen Entbehrungen zu schaffen. Auf Dauer könne niemand Homeoffice mit einem Kleinkind durchhalten, findet Ulrike Kreffter. „So weit sollte es nicht noch einmal kommen. Aber ich denke, die Politik hat daraus gelernt.“ Trotz allem Ärger und Frust, den man im Zusammenhang mit den politischen Maßnahmen und den Einschränkungen verspüren könnte, sollte man den politischen Entscheidungsträgern dennoch Respekt zollen. Schließlich sei das für alle Beteiligte eine nie dagewesene Situation. Den richtigen Weg könne niemand sofort wissen.

Ulrike Kreffter versucht, das Beste aus der Situation zu machen und optimistisch zu bleiben. Das gab sie auch ihren Familien mit auf den Weg in die Feiertage. „Wir sind jetzt wieder in der vollen Besetzung da. Wir haben auch keinen Urlaub mehr“, sagt die Leiterin der Kleinen Strolche. „Wir werden kein Kind fortschicken, das vor unserer Tür steht.“

Sie hofft darauf, dass die Corona-Pandemie im Laufe des neuen Jahres ihr Ende nimmt und die Erzieher in Burscheid wieder ganz normal ihrer Arbeit nachgehen können. Sie ist sich bewusst, dass sie in Sachen Personal in einer komfortablen Lage ist. Ausfälle gibt es bei den Kleinen Strolchen nicht. Zwölf Erzieher kümmern sich im Januar um die bis zu 57 Kinder. „Wir werden im nächsten Jahr viel rausgehen. Und jeden Tag gibt es Spaß und Fröhlichkeit“, sagt Ulrike Kreffter, die bereits seit 38 Jahren Erzieherin ist. Sie dachte, sie hätte in dieser langen Zeit bereits alles gesehen – und dann kam Corona. Trotz Pandemie bleibt sie mit Herzblut dabei. „Ich rechne zwar nicht damit, dass der Lockdown Anfang Januar vorbeigeht. Aber ich glaube, dass das nicht mehr ewig dauert.“

App

Im neuen Jahr führt das Familienzentrum Kleine Strolche in Hilgen ein neues Informationsmedium ein. Mit der „Kita-Info-App“ sollen die Eltern künftig über alle wichtigen Neuigkeiten rund um ihren Kindergarten informiert werden. Bisher nutzte die Hilgener Einrichtung den klassischen Aushang und die auf der eigenen Homepage veröffentlichten Rundbriefe.

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