Kinder lernen Küchenkräuter kennen

Biologin Stefanie Barzen mit den Kindern im Küchengarten. Dort lernten die jungen Teilnehmer, dass auch Brennnesseln durchaus essbar sind. Foto: Roland Keusch
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Biologin Stefanie Barzen mit den Kindern im Küchengarten. Dort lernten die jungen Teilnehmer, dass auch Brennnesseln durchaus essbar sind.

Natur-Schule Grund in Remscheid bietet ein abwechslungsreiches Sommerferien-Programm an

Von Sabine Naber

Um Kräuter, Quark und Pfefferminztee ging es unlängst in der Natur-Schule Grund. Das diesjährige Ferienprogramm steht unter dem Motto Natur. „Da geht es immer wieder neu und spannend zu. Und einiges davon können wir eben auch riechen, schmecken und aufessen“, weiß die Biologin Stefanie Barzen.

Bevor sie die Kinder mit in den Küchenkräuter- und Apothekergarten nahm, erinnerte sie daran, dass Kräuter früher viel intensiver für medizinische Zwecke genutzt wurden. Und auch daran, dass nicht alles essbar ist. „Wir können nicht wie die Kuh über die Wiese gehen und grasen. Denn manches ist auch giftig“, machte sie den Mädchen und Jungen mit Blick etwa auf die farbenprächtigen Fingerhüte oder die Farne deutlich.

„Mir ist wichtig, dass die Kinder einen Blick für die Natur bekommen.“

Biologin Stefanie Barzen

Im Kräutergarten durften die Kinder dann probieren und selbst entscheiden, welche Kräuter anschließend im Speisequark landen durften. Neben Petersilie, Schnittlauch und Basilikum schaffte es auch die Zitronenmelisse oder die Süßdolde, die ein bisschen nach Lakritz schmeckt. „Die Kinder sehen das unbefangen. Die mischen einfach, was ihnen schmeckt, haben da keine Vorurteile“, weiß die Fachfrau.

Gepflückt wurde auch Pfefferminz, denn der Mittagsimbiss sollte von einem duftenden Tee begleitet werden. „Mir ist vor allem wichtig, dass die Kinder einen Blick für die Natur bekommen“, betont Stefanie Barzen.

„Das Kräuterschneiden hat super Spaß gemacht“, sagte Alyssa (7), die beim Ferienprogramm der Natur-Schule schon Stammgast ist. Und ließ sich das mit Quark bestrichene Brötchen beim gemeinsamen Essen im Garten schmecken.

„Ich fand die Bienen am besten. Und die Schauwabe, wo man alles so genau sehen konnte“, zeigte sich auch die gleichaltrige Paula begeistert. Und weil man beim Essen die Hühner laut gackern hörte, und die Kids schon gesehen hatten, dass drei Küken im Gehege herumliefen, wurde am Ende noch ein Abstecher zum Hühnerstall gemacht.

Amrei, die in der Natur-Schule ihr freiwilliges ökologisches Jahr absolviert, holte Helga und Fritzi – Küken Romeo versteckte sich – nach draußen, die Kinder duften sie abwechselnd auf den Arm nehmen und streicheln. „Die haben so süße, weiche Flügelchen“, schwärmte Alyssa. „Die Küken mögen unsere Kräuter auch gerne“, erklärte die Biologin. Klar, dass die Kids Spaß hatten, sie zu füttern.

„Das war heute schön hier. Auch das mit den Hühnern“, sagte Julian, der mit seinen 13 Jahren der Älteste in der Gruppe war. „Aber ich habe jüngere Geschwister. Ich komme damit klar“, betonte er. In weiteren Kursen geht es in den nächsten Wochen beispielsweise ums Brötchen backen, Basteln mit Naturmaterialien, die Geheimnisse bei Nacht oder auch darum, Wirbeltiere zu erforschen.

Hintergrund

Kontakt: Wer bei den kommenden Kursen dabei sein möchte, der kann sich vormittags telefonisch anmelden: Tel. (0 21 91) 3 74 82 39.

Mail: Auch per E-Mail ist eine Anmeldung möglich:

info@natur-schule-grund.de

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