Exkursion

Kinder erkunden den Bach und seine Bewohner

Der Waldkindergarten hatte auf seiner Bachexkursion jede Menge Spaß – und viele Erkenntnisse zu heimischen Krabbeltieren.
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Der Waldkindergarten hatte auf seiner Bachexkursion jede Menge Spaß – und viele Erkenntnisse zu heimischen Krabbeltieren.

Andreas Körschgen und Stefan Cserép führen die Exkursion des Waldkindergartens an.

Von Michael Corts

Burscheid. Im Morgenkreis wird immer bestimmt, wo es hingeht. An die 30 Freiluft-Spielorte stehen zur Auswahl, wenn die Kinder des Burscheider Waldkindergartens den Tag planen. Doch heute geht es nicht zum „Leuchtturm“, zum „Waldsofa“ oder zu den „Kicherzwergen“. Anlässlich der Burscheider Umweltwoche steht eine Bachexkursion an.

„Wir wollen erkunden, was so alles im Wasser schwimmt und krabbelt“, stimmt Erzieherin Steffi Koll die Kids bei der Vorbereitung auf dem Gelände am Hammerweg auf das Vorhaben ein und stellt gleich noch Andreas Körschgen vor.

Der Mitarbeiter der Technischen Werke Burscheid, heute mit Unterstützung durch Bauhofleiter Stefan Cserép, ist hier wie in allen Burscheider Kitas ein alter Bekannter. Schon seit vielen Jahren hat der Naturfreund und Tierfotograf die Aufgabe übernommen, den Kleinsten in unserer Stadt die wunderbare Welt der Lebewesen im Bach nahe zu bringen.

Ich freue mich jedes Jahr auf Andreas. Er macht das so locker und geht toll mit den Kindern um.

Erzieherin Steffi Koll über Andreas Körschgen

So machen sich 16 Paar gummibestiefelte und matschbehoste Kinderbeine auf den Weg zum nahen Lauf des Bökershammer Baches. Im lauschigen Tal zeigt Andreas Körschgen den Kindern einige Bilder mit den zu erwartenden Funden und schickt sie mit den Worten los: „Jetzt könnt ihr mal Steine und Stöcke im Bach rumdrehen und schauen, was ihr findet.“ Ausgerüstet mit kleinen Sammelbehältern, Lupengläsern und vor allem einem riesigen Forscherdrang machen sich die Jungbiologen ans Werk.

Andreas Körschgen und die Kinder analysieren Wasserproben.

Man merkt den Kindern an, dass der Wald ihr tägliches Zuhause ist. Berührungsängste vor Matsch und glibberigem Getier hat hier keiner. Und wenn die Höhe der Gummistiefel an manchen Stellen nicht mehr kompatibel mit der Wassertiefe ist, macht auch niemand Theater.

Körschgen steht mitten drin im kleinen, sauberen Eifgen-Zulauf und zeigt einen umgedrehten Stein mit zahlreichen Blutegeln. Einige davon wandern in die Sammelröhrchen der Kleinen.

„Andreas, was ist das“ ruft Luisa ganz aufgeregt und zeigt ihre Funde, um gleich zu erfahren, dass sie ein Bachflohkrebschen und eine Köcherfliegenlarve eingesammelt hat.

Ida, Fredi, Ruben und Tom haben eine Sammelgemeinschaft gebildet und sind wohl auf eine WG zahlreicher Eintagsfliegenlarven gestoßen. Alle Funde landen mit viel frischem Wasser in einem Eimer und werden anschließend in großer Waldbodensitzrunde bewundert und analysiert.

Im Sitzkreis ist klar: Alle erwarteten Tierchen gefunden!

Fast alle erwarteten Tierchen sind im Sammelbecken gelandet. Bei der Abfrage zeigt Körschgen auch ein Foto eines Flusskrebses. Alle schreien lachend „Nein“, und Eric kennt sogar die nahe Wupper, wo es diese heimischen Krustentiere tatsächlich gibt. Dass so ein Exkursionstag auch den Erziehern einen Riesenspaß macht, merkt man den pädagogischen Awo-Mitarbeitern an. „Ich freue mich jedes Jahr auf Andreas. Er macht das so locker und geht so toll mit den Kindern um“, sagt Erzieherin Steffi Koll.

Und Kollege Allessandro Serafino, neu im Team, findet sogar, dass „es sich gar nicht nach Arbeit anfühlt, wenn man den ganzen Tag im Wald verbringt.“Aber was hier stattfindet, ist sehr wohl Arbeit – dazu noch ausgezeichnete Wald- und Naturpädagogik.

Der beim täglichen Aufenthalt in der Natur ganz nebenbei erlernte Respekt vor dem Leben und der Umwelt wirke sich nach dem Empfinden von Erzieherin Koll auch im täglichen Miteinander aus und zeige sich durch Verständnis und Rücksicht gegenüber jeglichen Lebewesen.

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