Tradition

Kein Feuerwerksverbot für öffentliche Plätze in Burscheid

So oder so ähnlich sah das Feuerwerk in den vergangenen Jahren auch in Burscheid aus. Archivfoto: Christian Beier
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So oder so ähnlich sah das Feuerwerk in den vergangenen Jahren auch in Burscheid aus.

An Silvester gelten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr andere Regeln.

Von Jennifer Preuß

Schon jetzt häufen sich bei der Stadtverwaltung die Anfragen, was denn an Silvester erlaubt ist und was nicht. Viele Bürger wollen auf Nummer sicher gehen. Grundsätzlich ist das Abfeuern von Raketen und Böllern auch in diesem Jahr nicht verboten. Aber: „Die neue Corona-Schutzverordnung, die am 1. Dezember in Kraft getreten ist, besagt, dass es keine öffentlich veranstalteten Feuerwerke geben darf“, sagt Stadtsprecherin Renate Bergfelder-Weiss. Gemeint sind damit große Veranstaltungen, bei denen viele Menschen an einem Ort zusammentreffen.

Bund und Länder haben den Kommunen die Aufgabe erteilt, Plätze und Straßen zu nennen, wo darüber hinaus ein Feuerwerksverbot sinnvoll wäre, um dort Gruppenbildungen zu vermeiden.

Am Markt- und am Raiffeisenplatz ist das Böllern eh verboten

Von diesem Recht wird die Stadt nicht Gebrauch machen. Es gebe keine Plätze, auf denen ein Verbot coronabedingt sinnvoll wäre. „Es sind keine größeren Gruppen zu erwarten. Auf dem Marktplatz und dem Raiffeisenplatz ist es wegen der Nähe zu Kirchen und Fachwerkhäusern ohnehin verboten, Feuerwerk abzubrennen“, erklärt Bergfelder-Weiss. Ebenso ist es in unmittelbarer Nähe von Tankstellen und Altenheimen untersagt. Diese Bestimmungen gelten bereits seit vielen Jahren und stehen mit der Corona-Pandemie in keinem Zusammenhang.

Das Feiern des neuen Jahres in größeren Gruppen ist hingegen nicht erlaubt. Wer entgegen der Corona-Schutzverordnung im öffentlichen Raum im großen Kreis Silvester feiert, muss mit einem empfindlichen Ordnungsgeld rechnen. Das Ordnungsamt weist darauf hin, dass auch an Silvester und Neujahr die AHA-Regeln einzuhalten sind. Besonders viel Wert wird auf die Einhaltung des Mindestabstands gelegt.

Derzeit dürfen sich fünf Personen aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Im Zeitraum vom 23. Dezember bis 1. Januar gibt es eine Ausnahme: 10 Personen dürfen zusammenkommen, Kinder bis einschließlich 14 Jahren werden nicht mitgezählt. „Das Ordnungsamt rät den Bürgern, die Kontakte auch an Silvester so gering wie möglich zu halten. Ebenso soll man sich in Sachen Feuerwerk einschränken“, betont Bergfelder-Weiss. Wer nicht auf Böller, Raketen und Co. verzichten kann, solle den entstandenen Müll bitte wieder entsorgen.

Kontrollen der Kontaktbeschränkungen durch das Ordnungsamt seien an Silvester nicht geplant, so die Sprecherin. Bei Verstößen jedweder Art, Schlägereien und Lärmbelästigungen sei die Polizei der erste Ansprechpartner.

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