Jugendliche wagen sich an Graffiti-Kunst im Megafon

Johannes Fries, Teilnehmerin Melissa Maccarrone und Felix Bagusch (v.l.) zeigen einige Werke, die die Jugendlichen gefertigt haben. Foto: Doro Siewert
+
Johannes Fries, Teilnehmerin Melissa Maccarrone und Felix Bagusch (v.l.) zeigen einige Werke, die die Jugendlichen gefertigt haben.

Der Workshop mit weihnachtlichen Motiven kam gut an

Von Claudia Radzwill

Für die Vorweihnachtszeit hatten sich Felix Bagusch, pädagogischer Mitarbeiter im Jugendtreff Megafon, und Benjamin Floer, Pastoralreferent des katholischen Seelsorgebereichs Wermelskirchen-Burscheid, etwas Besonderes ausgedacht: Denn am Samstag fand ein Graffiti-Workshop für Jugendliche statt, bei dem weihnachtliche Graffiti-Motive iim Mittelpunkt standen.

„Ein bisschen macht uns das Wetter zu schaffen“, sagte Felix Bagusch. „Es ist zu nass.“ So bekamen kurzerhand draußen die Leinwände ihre Hintergrundfarben, da diese großflächig gesprüht werden. Für die Motive, bei denen es auf die Details ankommt, ging es dann in den Jugendtreff; dort kamen spezielle Lackstifte zum Einsatz.

Bevor aber die insgesamt elf Jugendlichen kreativ wurden, bekamen sie von Felix Bagusch und Johannes Fries noch einige Verhaltensregeln mit auf den Weg. Fries ist in der Offenen Jugendarbeit in Odenthal tätig. Bagusch hatte ihn mit ins Boot geholt: „Uns verbindet die Leidenschaft zur Graffiti-Kunst.“ Das oberste Gebot für die Jugendlichen hieß: „Wer ein Graffito erstellt, braucht Schutzkleidung.“ Schutzanzug, Maske und Handschuhe gehören dazu – die lagen im Megafon schon bereit.

Zunächst wurden Skizzen gefertigt, die Motive dann auf die Leinwände übertragen. Die neun Mädchen und drei Jungen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren hatten so einige Ideen zum Motto „Weihnachten“.

Schriftzüge wie „X-mas“ und „Frohe Weihnacht“ wurden künstlerisch verpackt, auch ein Tannenbaum mit Sonnenbrille kam auf die Leinwand.

Die bunten Kunstwerke der Jugendlichen sind jetzt zusammen mit der Krippe am Tannenbaum vor dem Megafon zu sehen. Auch die Krippe ist ein Graffiti-Kunstwerk. Felix Bagusch und Johannes Fries hatten sie schon in der letzten Woche fertiggestellt.

Die Kooperation mit Pastoralreferent Benjamin Floer kam bei einem Zusammentreffen im Megafon zustande. „Da haben wir überlegt, dass wir gemeinsame Angebote an Jugendliche machen könnten“, erzählt Floer. Für den Graffiti-Workshop kamen Mitglieder der Messdienergruppe und junge Besucher des Jugendtreffs zusammen. Jugendliche aus Burscheid und Wermelskirchen.

Auch Kaplan Christian Figura war am Nachmittag mit dabei. Für Marc Munz vom Megafon war es „eine tolle Aktion“. Er plant schon ein längerfristiges Graffiti-Projekt. „Unter professioneller Leitung könnten Unterführungen mit Graffiti-Kunst besprüht werden“, hat er schon Ideen. Genehmigt natürlich.

Einfach drauflossprühen ist nicht drin

Denn auch das lernten die Jugendlichen am Samstag: Einfach drauflossprühen, das ist nicht drin. „Damit kann man sich strafbar machen“, klärten Felix Bagusch und Johannes Fries auf. Und: „Für uns ist es wichtig, zu vermitteln, dass Graffiti eine Kunst ist - eine mit der man etwas aussagen kann“, sagt Bagusch. Mit den Parolen, die man häufiger auf Hauswänden sieht, hat das nichts zu tun. Graffiti als Kunstform – das hatten die Jugendlichen des Workshops schnell verinnerlicht. Ihre Bilder zeugten davon.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
Chempark: Explosion beschäftigt Burscheid
SPD will Großhamberg mit einem Staudamm schützen
SPD will Großhamberg mit einem Staudamm schützen
SPD will Großhamberg mit einem Staudamm schützen
Baustelle: Burscheider gehen auf Tuchfühlung
Baustelle: Burscheider gehen auf Tuchfühlung
Baustelle: Burscheider gehen auf Tuchfühlung
Alle Burscheider Löschzüge stemmen sich gegen die Wassermassen
Alle Burscheider Löschzüge stemmen sich gegen die Wassermassen
Alle Burscheider Löschzüge stemmen sich gegen die Wassermassen

Kommentare