Evangelische Kirche

Jugendleiterin besucht die Familien zu Hause

Die Theatergruppe übt gerade für das Krippenspiel an Heiligabend. Jugendleiterin ist Anke Theron-Schirmer. Fotos: Nadja Lehmann, Anke Theron-Schirmer
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Die Theatergruppe übt gerade für das Krippenspiel an Heiligabend.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Evangelische Kirche in Burscheid und Hilgen beschäftigt fünf pädagogische Angestellte.

Burscheid. Die Theatergruppe mit 18 Kindern und Jugendlichen probt gerade ein Krippenspiel. „Es wird wieder das traditionelle Stück sein“, sagt Jugendleiterin Anke Theron-Schirmer, die in ihre Arbeit Theaterpädagogik integriert hat. „Denn viele Kinder und Jugendliche kennen nicht mehr den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfestes.“ Und das sei nicht nur bei zugewanderten Familien so. „Den Weihnachtsbaum und die Geschenke kennen aber alle.“

Anke Theron Schirmer ist seit 32 Jahren Jugendleiterin der Evangelischen Gemeinden Burscheid und Hilgen. „Wir sind ein bezahltes Team von fünf Pädagogen“, erklärt sie. „Und werden unterstützt von 80 bis 100 ehrenamtlichen Teamern, das sind Jugendliche und junge Erwachsene, die uns unterstützen und teilweise selber Gruppen leiten.“

Die Teamer werden auch dringend gebraucht. „Als wir jetzt nach dem Lockdown eine neue Mädchengruppe aufgemacht haben, standen plötzlich 40 Mädchen da und wollten mitmachen. Wir haben die Gruppe jetzt geteilt und werden das wohl noch mal tun.“

„Teilweise bin ich dann mit den Kindern und Jugendlichen spazieren gegangen, um die Eltern zu entlasten.“

Anke Theron-Schirmer, Jugendleiterin

Die Corona-Pandemie zwingt alle zum Aufpassen. Wichtig sind Abstand, je nachdem auch Masken, und regelmäßiges Testen. Wir sind ja schon froh, dass unser Programm wieder laufen darf, aber wir müssen Abstand halten und dürfen nicht zu viele sein.“ Die Corona-Pandemie habe sich auch auf die Jugendarbeit der Gemeinden ausgewirkt.

„Als wir im Lockdown waren und Kontakte nur noch im ganz kleinen Kreis möglich waren, habe ich mich auf den Weg begeben und habe alle Familien besucht, die es gebrauchen konnten“, erklärt Anke Theron-Schirmer. „Teilweise bin ich dann mit den Kindern und Jugendlichen spazieren gegangen, um die Eltern zu entlasten, aber auch um den Kindern die Möglichkeit zu geben, alles aussprechen zu können, was ihnen auf der Seele liegt.“

Anke Theron-Schirmer liebt ihren Beruf. „Ich möchte nichts anderes tun“, sagt sie. „Ich finde die Arbeit nicht nur äußerst wichtig, sondern auch vielseitig, interessant und befriedigend.“ Bei Bedarf arbeiten die Pädagoginnen und Pädagogen auch mit dem Jugendamt und Beratungsstellen zusammen.

Jugendleiterin ist Anke Theron-Schirmer.

„Ich finde es wichtig, dass wir alles tun können, wenn Probleme, zum Beispiel mit Drogenkonsum auftauchen.“ Theron-Schirmer hat gemeinsam mit ihren Kollegeinnen und Kollegen eine Konzeption der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erstellt.

Zu den Aufgaben der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen gehört nicht nur die wöchentliche Gruppenarbeit. „Immer wieder bieten wir Projekte zu bestimmten Themen an“, sagt Anke Theron-Schirmer. „Und wir bieten den Kindern und Jugendlichen Ferienfahrten an.“ Im Sommer beispielsweise geht es in den ersten beiden Ferienwochen in den Spreewald. „Wir wohnen dort in kleinen Häusern, wo vier Personen dann wie in einer WG zusammenleben, kochen und für sich sorgen. Ich bin mal sehr gespannt.“ Sie hoffe sehr, dass das im kommenden Sommer möglich ist. „Vergangenen Sommer mussten wir absagen“, sagt die Jugendleiterin. „Wir haben hier zwei tolle Wochen verbracht, trotz des Regens, der hier fast täglich niederprasselte.“

Neben der „normalen“ Kinder und Jugendarbeit liegt Anke Theron-Schirmer die Theaterpädagogik sehr am Herzen. „Mit der Jugendgruppe wollten wir eigentlich ein Stück zum Holocaust proben“, sagt sie. „Doch es ist schon so eine sehr schwere Zeit, die den Jugendlichen zu schaffen macht. Da haben wir uns entschieden, eine Revue zu ma-chen mit dem Arbeitstitel ,Alte Stücke neu inszeniert’.“ Und das laufe wunderbar.

Normalerweise leitet Anke Theron-Schirmer auch die Theatergruppe der Lebenshilfe. „Doch die ruht gerade“, sagt die Theaterpädagogin. Sie startet im Januar wieder in ihren Einsatz. „Wir werden auf jeden Fall den Jugendleiter-Card-Kurs weiterführen“, sagt sie. „Dadurch gewinnen wir immer wieder neue Teamer“, berichtet die Jugendleiterin. „Und ohne diese alle könnten wir unsere Arbeit gar nicht schaffen.“

Angebote

Gruppen in Burscheid

Montag, 13.30 bis 15 Uhr, Inklusives Theaterprojekt

Montag, 17 bis 18.30 Uhr, Kindertheatergruppe ab 8 Jahren

Dienstag, 19 bis 21 Uhr, Jugendcafé ab 14 Jahren

Mittwoch, 18 bis 19.30 Uhr, Julewica-Schulung ab 14 Jahren

Donnerstag, 17.30 bis 19 Uhr, Fotowerkstatt, ab 11 bis 15 Jahre

Donnerstag, 20 bis 22 Uhr, Theatergruppe ab 18 Jahren

Gruppen in Hilgen

Dienstag, 17.30 bis 19 Uhr, Offener Jugendtreff ab 13 Jahren

Donnerstag, 16.30 bis 18 Uhr, Mädchengruppe, 6 bis 12 Jahre

Eltern- und Kind-Gruppen

Mittwochs, 10 bis 11.30 Uhr (Kontakt über das Gemeindebüro)

Donnerstags, 16 bis 18 Uhr.

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