Kreissparkasse Köln

Jede zweite Zahlung läuft bereits kontaktlos

Zahlen, Daten und Fakten legte Vorstand Alexander Wüerst (kleines Foto) auf der Bilanzpressekonferenz der Kreissparkasse Köln dar. Fotos: Stephan Eppinger (Archiv) /Kreissparkasse Köln
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Zahlen, Daten und Fakten legte Vorstand Alexander Wüerst auf der Bilanzpressekonferenz der Kreissparkasse Köln dar.

Die Kreissparkasse Köln präsentiert ihre Bilanz für 2020.

Von Stephan Eppinger

Burscheid. Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Lockdowns stellen auch die Kreissparkasse Köln vor große Herausforderungen. „In den ersten Wochen des vergangenen Lockdown im Frühjahr 2020 haben wir eine sehr große Nachfrage nach Bargeld registriert, da die Kunden die Schließung der Kreditinstitute befürchtet hatten. Das war für uns eine logistische Herausforderung“, sagt der Vorstandsvorsitzende Alexander Wüerst, der gestern die Jahresbilanz seines Unternehmens für 2020 präsentierte.

Im ersten Lockdown haben wir eine sehr große Nachfrage nach Bargeld registriert.

Alexander Wüerst, Vorstandsvorsitzender

Auch im Unternehmen selbst mussten kurzfristig Herausforderungen bewältigt werden. Diese reichten von der Beschaffung von Plexiglaswänden für die Kassen- und Servicebereiche sowie von Masken und Desinfektionsmitteln bis zur Neuorganisation der Arbeitsabläufe. So sind aktuell ein Drittel der Mitarbeiter im Homeoffice. Jetzt beim zweiten Lockdown wurde in 46 der 116 Filialen das Schaltergeschäft eingeschränkt. „Eine persönliche Beratung ist aber weiterhin in allen Filialen nach Terminvereinbarung möglich“, berichtet Wüerst.

Deutlich zugenommen hat in Corona-Zeiten das Online-Banking. 66 Prozent der Privat- und 82 Prozent der Unternehmenskunden haben ihr Konto online freigeschaltet. Das ist ein Zuwachs von 3,7 beziehungsweise 2,2 Prozentpunkten. Bei der Sparkassen-App stieg die Nutzerzahl um 30 Prozent auf inzwischen knapp 188 000. Noch deutlichere Zuwächse gab es beim kontaktlosen Zahlen zum Beispiel im Supermarkt oder bei der Tankstelle. Wurde im Dezember 2019 jede dritte Kartenzahlung kontaktlos durchgeführt, war es im vergangenen Jahr bereits jede zweite. Das bedeutet ein Plus von 120 Prozent. Der starke Anstieg wird vor allem auf die Einführung von Apple-Pay zurückgeführt, was sowohl die Kartenzahlung als auch die Zahlung mit dem Smartphone betrifft.

Alexander Wüerst

Stark nachgefragt ist in Krisenzeiten die Beratung über digitale Kanäle wie beim Text- oder beim Videochat, die seit 2013 angeboten wird. Neu ist die sogenannte „Mediale Beratung“, die von einem Team von 14 Mitarbeitern angeboten wird. Anders als beim anonymen Callcenter bekommen Kunden hier einen festen Berater zugeteilt. Aktuell werden hier jeden Tag etwa 50 Beratungen per Videochat durchgeführt. Beim telefonischen Kundenservice liegt die Zahl deutlich höher. Hier gibt es 4 000 Beratungen pro Tag. Neu im digitalen Bereich ist seit März 2020 der „Yes – Identitäts- und Vertrauensdienst“, über den Kunden ihre persönlichen Daten bei Vertragsabschlüssen im Internet legitimieren können.

Ein wichtiger Bereich der Beratung betrifft in Zeiten des Lockdowns die öffentlichen Förderprogramme, wie zum Beispiel die der NRW-Bank und der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau. 895 Kredite in Höhe von 245,2 Millionen Euro wurden aus den Corona-Sonderprogrammen im Laufe des Jahres von der Kreissparkasse an Unternehmen weitergereicht. Zudem wurden neue Förderkredite für die Mittelstandsförderung, gewerbliche Bauprojekte und den privaten Wohnungsbau zugesagt. Hier stieg die Anzahl auf rund 3 000 bei einem Volumen von 625,8 Millionen Euro an.

Dazu kamen im gewerblichen als auch im privaten Bereich in den ersten Monaten der Krise die Aussetzung von Zins- und Tilgungsleistungen. Bei gewerblichen Krediten war das in 3 000 Fällen und in Höhe von 38 Millionen Euro der Fall. Dazu kamen 1 600 Privatkunden. Während es 2020 für die Kreissparkasse keine größeren Ausfälle im Kreditgeschäft gegeben hat, wird für das laufende Jahr mit steigenden Insolvenzzahlen und damit verbunden Ausfällen gerechnet.

Bilanz

Kreditgeschäft: Hier gab es neue Kredite in Höhe von 4,3 Milliarden. Der Kreditbestand wuchs um 4,3 Prozent auf 21,9 Milliarden Euro.

Geldvermögensbildun:g Hier haben die Kunden mit 2,3 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr doppelt soviel Vermögen auf Konten und Depots angesammelt. Dabei hat das Wertpapiergeschäft deutlich an Fahrt aufgenommen.

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