Isländerpferd Snot trägt Sankt Martin durch Dierath

Snot marschierte beim Martinsumzug in Dierath voran, und die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Dierath folgten dem 23-jährigen Isländerpferd gerne. Foto: Doro Siewert
+
Snot marschierte beim Martinsumzug in Dierath voran, und die Kinder der Gemeinschaftsgrundschule Dierath folgten dem 23-jährigen Isländerpferd gerne.

Knapp 200 Kinder, ihre Eltern, Lehrer und Anwohner erfreuten sich am Umzug der Gemeinschaftsgrundschule

Von Nadja Lehmann

Die Antwort von Schulleiterin Corinna Stobbe kommt spontan und ohne Zögern: „Sehr schön“ sei er gewesen, der Martinsumzug der Gemeinschaftsgrundschule Dierath am vergangenen Mittwochabend. Und aufregend: „Jedenfalls für die 1. und 2. Klasse. Für sie war das ja ganz neu.“ 2020 hatte der sonst obligatorische Umzug aus den bekannten Corona-Gründen schließlich ausfallen müssen. „Wir haben lange überlegt, wie und ob wir es dieses Jahr machen“, bekennt Corinna Stobbe. Dann habe sich das Kollegium entschieden, etwas „Schönes“ zu machen: „Im Sinne der Kinder.“

196 Kinder besuchen die idyllisch in Dierath gelegene Schule derzeit, „und so viele werden wohl auch auf der Strecke gewesen sein“, schätzt die Schulleiterin. Gegangen wurde klassenweise, in Begleitung der jeweiligen Leitung und mit zwei Eltern: „So haben wir einen guten Überblick über den Zug und halten alle beieinander“, verrät Stobbe. Und natürlich waren alle insgesamt acht Klassen unterwegs.

Manches war aber doch anders als gewohnt. „Wir sind mit Maske gelaufen und haben sie auch am Feuer getragen.“ Eine Sicherheitsmaßnahme, weil es nicht überall möglich gewesen sei, den nötigen Abstand einzuhalten.

Eltern säumten die Zugstrecke in großer Länge

Manches Neue und Ungewohnte entpuppte sich aber als richtig positiv. „Die Eltern sollten aus versicherungstechnischen Gründen nicht mitlaufen, sondern sich am Straßenrand postieren“, erzählt Stobbe. Und um Abstand zu halten, hätten sich die Eltern weiträumig verteilt: „Wir hatten also an der Strecke viel mehr und längere Wegbegleitung. Sonst knubbelte es sich immer an der Schule“, freut sich Stobbe rückblickend.

Handerfeld, Dierath, Kuckenberg (und eine eigens gesperrte Straße) waren die Wegstationen für die Kinder und den vorausreitenden Sankt Martin auf Islandpferd Snot. „Eine Kollegin, die Kontakt zu Pferdehaltern in Wermelskirchen hat, hat das organisiert“, verrät Corinna Stobbe. Ein Anblick, den auch die vorab informierten Anwohner nicht versäumen wollten: Sie hatten ihre Grundstücke eigens mit Lichterketten und Fackeln geschmückt. „Nicht nur wir, sondern auch sie haben ja den Umzug vermisst“, sagt Stobbe über das „kleine Dorf-Highlight“, wie sie es nennt. Ausklang war dann auf dem Schulhof – mit Liedern und der Nacherzählung der Martinsgeschichte.

Corona im zweiten Jahr: Da hat sich manches eingespielt. „Man gewöhnt sich an das Schnelllebige“, sagt Corinna Stobbe. Gleichwohl wünscht sie sich, dass manche Info etwas eher bekannt werden würde: „Es ist oft knapp.“ Vor allem im engen Miteinander hätten die drei Burscheider Grundschulen sich ihren Weg gebahnt: „Wir haben uns ausgetauscht und zusammengearbeitet. Wir sind ja eng vernetzt.“

Getestet wird täglich mit Lolli: „Das geht einfach und schnell und behindert uns im Ablauf kaum“, beschreibt die Schulleiterin. Für die Kinder sei es schon Normalität. „Ich gehe davon aus, dass es über Weihnachten hinaus so weitergeht“, sagt Stobbe.

Hygiene und Lüftung spielen nach wie vor entscheidende Rollen; außerdem stehen in fünf Klassenräumen, in denen sich das Querlüften etwas schwieriger gestaltet, Luftreiniger. „Die sind relativ ruhig, stören kaum. Ich bin begeistert“, sagt Stobbe. „Es ist toll, dass die Stadt da so schnell gehandelt hat. Das sieht in mancher Kommune anders aus.“

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Nickut-Catering liefert täglich über 10 000 Essen aus
Nickut-Catering liefert täglich über 10 000 Essen aus
Nickut-Catering liefert täglich über 10 000 Essen aus
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid
Ab sofort startet der Notarzt in Burscheid
Team in den Filialen zieht an einem Strang
Team in den Filialen zieht an einem Strang
Team in den Filialen zieht an einem Strang
Gunnar Freudenberg liest aus seinem Buch „Mein Leben als Papa“
Gunnar Freudenberg liest aus seinem Buch „Mein Leben als Papa“
Gunnar Freudenberg liest aus seinem Buch „Mein Leben als Papa“

Kommentare