Integrationsrat tagt im November das erste Mal nach der Wahl

Gremium vertritt die Interessen der Burscheider Migranten

Von Nadja Lehmann

Mitte September haben die Burscheider nicht nur die Zusammensetzung ihres Stadtrats und des Kreistags bestimmt. Seit 1995 gibt es in Burscheid eine kommunalpolitische Vertretung für Migrantinnen und Migranten - zunächst den Ausländerbeirat und ab 2004 den Integrationsrat der Stadt Burscheid. Der Integrationsrat wurde am 13. September ebenfalls neu gewählt. Das Wahlergebnis hat der Wahlausschuss in seiner Sitzung am 15. September festgestellt. Gewählt wurden: Aus der „Internationalen Liste“:

- Manuel Rodrigues Machado, Luisenstraße 68 a, Lagerleiter, - Damas Tazanou Wamba, In der Dellen 1, Produktionsangestellter,

- Cornelia Lukas-Voss, Kuckenberg 34, Lehrerin i. R., - Fevzi Çelik, Burbachstraße 4, LKW-Fahrer.

Aus der Liste „Bündnis für Burscheid“:

- Steluta Ignatz, Kuckenberg 56, selbstständig - Sevgi Benseddik, Carl-Lauterbach-Straße 29, Betreuungskraft.

Wie die Stadt mitteilt, sind in den Informationskästen am Rathaus und an der Schulstraße in Hilgen sowie auf der städtischen Homepage unter www.burscheid.de in der Rubrik Aktuelles/Bekanntmachungen die Namen der gewählten Bewerber und Bewerberinnen öffentlich bekanntgegeben worden. Wird innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses, also bis zum 16. Oktober, Einspruch erhoben, dann entscheidet der für die Integrationsratswahl gebildete Wahlprüfungsausschuss hierüber. Der Einspruch ist beim Wahlleiter der Stadt Burscheid schriftlich einzureichen oder mündlich zur Niederschrift zu erklären.

Der Integrationsrat ist die kommunale Vertretung aller Migrantinnen und Migranten. Für viele Menschen ohne deutschen Pass ist die Wahl zum Integrationsrat die einzige Möglichkeit, durch ihre Stimme die Politik in ihrer Stadt oder Kommune mitzugestalten.

Die Stellung des Integrationsrates ist in der Gemeindeordnung NRW geregelt. Der Integrationsrat soll den Rat der Stadt und seine Ausschüsse zu Integrationsthemen beraten und hat weitreichende kommunalpolitische Mitwirkungsmöglichkeiten: Er kann sich mit allen Angelegenheiten der Stadt befassen und entscheidet über die Verwendung von Haushaltsmitteln, die ihm im städtischen Haushalt zur Verfügung gestellt werden.

Rat und Integrationsrat sollen eng zusammenarbeiten

Rat und Integrationsrat sollen eng zusammenarbeiten, um sich über genaue Aufgabenfelder und Integrationsthemen in der Kommune abzustimmen. Durch das Zusammenwirken von direkt gewählten Migrantenvertretern und Ratsmitgliedern im Integrationsrat soll eine stärkere Verzahnung von allgemeiner Kommunalpolitik und Integrationspolitik erreicht werden.

Der Integrationsrat der Stadt Burscheid besteht aus sechs direkt gewählten Migrantenvertretern und drei entsandten Mitgliedern des Stadtrates. Und er stellt nun die Weichen für die kommende Legislaturperiode: Am 23. November wird der neu gewählte Integrationsrat der Stadt Burscheid erstmals tagen. Auf der Tagesordnung wird dann unter anderem die Wahl des Vorsitzenden stehen.

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