Infostand: Grüne starten in Burscheid ruhig in den Wahlkampf

Wahlkampf mit (v. l.): Olaf Daemen, Dr. Dietmar Kreikenbohm-Romotzky, Heidi Neumann, Gino und Buchhändlerin Ute Hentschel. Foto: Doro Siewert
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Wahlkampf mit (v. l.): Olaf Daemen, Dr. Dietmar Kreikenbohm-Romotzky, Heidi Neumann, Gino und Buchhändlerin Ute Hentschel.

Wählerandrang fällt gering aus – Partei sucht in Burscheid Flächen, auf denen Bäume gepflanzt werden können

Von Sabine Naber

Die Bündnisgrünen haben in Burscheid den Wahlkampf eröffnet. Am Samstagvormittag standen Ratsfrau Heidi Neumann und Beisitzer Dr. Dietmar Kreikenbohm-Romotzky mit einem Infostand eine Stunde lang vor der Buchhandlung Ute Hentschel an der Hauptstraße. „Zwar dauert es noch rund sechs Wochen bis zur Landtagswahl am 15. Mai, und der Höhepunkt des Wahlkampfes findet sicherlich erst in vier Wochen statt, aber wir starten so früh, weil immer mehr Menschen per Brief wählen“, so Neumann.

Direktkandidat für den Nordkreis ist Jürgen Langenbucher aus Leichlingen, der bereits 2012 und 2017 für den Landtag kandidiert hatte. „Wir machen hier Wahlkampf für ihn, damit er sich später für uns einsetzt und es eine Wende im Landtag gibt. Denn von diesen Gesetzen sind wir ja auch hier abhängig“, betonte Kreikenbohm-Romotzky. Weil ein richtiger Flyer mit den Zielen der Grünen noch fehlt, lagen Blätter aus, auf denen die praktischen Tipps zusammengefasst sind, mit denen der Kreis Rhein-Berg grün werden will.

Lag es an den eisigen Temperaturen am Samstagmorgen oder der Uhrzeit, die sicherlich viele gerne zum Wochenendeinkauf nutzen – es blieb recht still um den Infostand. Trotz grüner Luftballons für die Jüngsten, Samenkugeln für Gartenfans oder Mund-Nase-Schutz – natürlich in Grün. Ein Mann, der mit seinem kleinen Sohn vorbeikam, wollte wissen, was die Bündnisgrünen speziell in Burscheid vorhätten. „Wir suchen hier Plätze, wo man noch Bäume pflanzen kann, werben für Photovoltaikanlagen und werden zu einer Abendveranstaltung einladen, in der wir erklären, wie sich beispielsweise Garagendächer begrünen lassen“, erklärte die Ratsfrau.

Im Programm steht, dass man sich in Burscheid auch für Windkraft und Solaranlagen sowie für Ladesäulen für E-Autos stark machen will. Gerne würden die Grünen auch darüber informieren, dass man sich E-Bikes leihen oder am Car-Sharing teilnehmen kann. Ziel sei es, weitere Wasserstoffbusse im ÖPNV in Rhein-Berg einzusetzen. Auch soll es bio-regionale Einkaufshilfen geben, also stärkere Regionalvermarktung von landwirtschaftlichen Produkten. Gewünscht und wichtig wäre deshalb ein Bauernmarkt, der einmal pro Monat in Burscheid stattfindet. „In den Neubaugebieten sollen wieder Hecken gepflanzt werden, statt dass Zäune die Gärten begrenzen.“ Überhaupt wollen die Grünen mehr offene Wasserflächen und mehr Pflanzen in die Städte und Gemeinden holen. Um das zu erreichen, könnten zum Beispiel verrohrte Bäche wieder freigelegt werden oder schattenspendende Bäume auf freien Flächen oder breiten Bürgersteigen gepflanzt werden. Auch städtische Gebäudefassaden könnten begrünt, Dachgärten auf solchen Gebäuden angelegt werden.

„Wir brauchen in unserer Partei mehr Team. Als ich vor 20 Jahren startete, da waren wir 11, heute immerhin schon 20“, sagt Neumann. Eine bessere Vernetzung sei jetzt auch bei den acht Ortsverbänden im Rheinisch-Bergischen-Kreis in Planung. Am kommenden Samstag soll es wieder einen Infostand vor der Buchhandlung geben.

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