Petri Heil!

In Lämgesmühle finden Angler ihr Glück

Die Forellen wurden extra aus der Kühlanlage herausgenommen.
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Die Forellen wurden extra aus der Kühlanlage herausgenommen.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Ulrich Schreier betreibt den Angelpark seit dem 15. Mai 1995 gewerblich.

Von Susanne Koch

Der Angelpark ist idyllisch an der Lämgesmühle in Burscheid gelegen. Wenn die ersten Angler morgens um 6.30 Uhr kommen, hören sie das Gezwitscher der Vögel im Wald, sehen mit Glück einen Fuchs umherstreifen oder Rehe, die aus dem Wald kommen.

Alfred Jasinski zeigt auf das neu gestaltete Teichbecken .

Angelegt wurden die beiden Teiche bereits in den 50er Jahren. „Mein Großvater hatte das damals morastige Gelände gesehen, es gekauft und die Teiche ausheben lassen“, sagt Ulrich Schreier, der Inhaber des Angelparks. „Ich habe das Grundstück geerbt. Am 15. Mai 1995 habe ich es schließlich gewerblich angemeldet.“ Seitdem können Anglerinnen und Angler morgens von 6.30 bis 14 Uhr ins Gelände gehen und ihr Angel-Glück versuchen. „Vorausgesetzt sie haben einen Angelschein, sind angemeldet und halten sich an alle Regeln.“ An der einen Ecke des Teiches hat sich eine Familie aus Solingen niedergelassen und die Angeln ausgeworfen, an der anderen Ecke versucht Bernd Ranke aus Odenthal sein Petri heil. Ulrich Schreier sitzt mit Alfred Jasinski an einem Tisch unter einem Dach. Beide unterhalten sich. Ulrich Schreier wirft an seinen Teichen nicht die Angel aus. „Warum nicht?“, fragt sein Gegenüber. „Es kommt bei meinen Gästen nicht gut an. Ich bin hier Eigentümer und wen ich angeln will, dann mache ich das woanders.“

„Wenn ich angeln will, dann mache ich das woanders.“

Ulrich Schreier, Eigentümer des Angelparks

Ulrich Schreier, der oberhalb des Angelparks wohnt, hat seine ganze Familie mit dem Virus Angeln angesteckt. „Meine zukünftige Schwiegertochter Tijana hatte beispielsweise mit ihrer Freundin heimlich den Fischereischein absolviert“, erzählt der Inhaber. „Dann sind mein Sohn Sebastian und sie zusammen zum Rhein gefahren, er wollte angeln und war sehr irritiert, als sie auch die Angel auspackte und auswarf. Stolz zeigte sie ihm dann ihren Angelschein.“

Im Angelpark können Angler mit Petri heil viele Fische aus dem Wasser ziehen. Es leben dort Aale, Zander, Karpfen, Regenbogenforellen, Schleie, Weißfische, Rotaugen und Rotfedern. „Zwei Mal im Jahr veranstalten wir hier ein Nachtangeln“, sagt Ulrich Schreier. „Dann vier bis sechs Mal Großforellen-Angeln, Vatertagsangeln und Nikolaus-Angeln.“

Bernd und Felix haben gerade eine Forelle gefangen.

Wer Jungfische, also untermaßige Fische, aus dem Wasser zieht oder gar einen Graskarpfen angelt, der muss diese wieder ins Wasser setzen. „Die Graskarpfen haben wir zur Reinigung des Gewässers in unserem Teich schwimmen“, sagt Ulrich Schreier.

Alfred Jasinski geht mit der Fotografin an den zweiten Teich, der noch nicht wieder mit Wasser befüllt wurde. Schätzungsweise bis November wird es noch dauern, bis der zweite Teich hergerichtet ist. „Wir waren hier im vergangenen Jahr von der Flut betroffen“, sagt der Inhaber des Angelparks. „Eine 20 Meter lange Eiche lag im Becken und die Hälfte der Straße stand unter Wasser.“ Das Land NRW richte das Becken neu.

Ulrich Schreier angelt auch selbst. „Aber wie gesagt, nicht an unserer Teichanlage.“ Er plane einen Urlaub in Norwegen, und gerne angele er auf Booten an der Nord- und Ostsee. „Unsere nächsten Ferien fahren wir nach Greetsiel an die Nordsee.“

Auch Gäste aus Solingen sind im Park anzutreffen.

Seine Aufgabe mache ihm immer noch großen Spaß. „Ich hoffe, dass mein Sohn irgendwann den Angelpark übernehmen kann“, sagt Ulrich Schreier. „Und ich bin auch gespannt, wann mein Enkel Milo mit dem Angeln anfängt.“ Er werde erst vier Jahre alt, aber sein Sohn, will seinem Neffen schon eine Angelrute schenken. „Das richtige Alter zum Anfangen liegt bei sechs bis acht Jahren“, sagt der Angelfachmann. „Den Fischereischein gibt's erst mit zehn.“

Hintergrund

Kontakt: Ulrich Schreier, Angelparkanlage, Lämgesmühle 4, Tel.: (02174) 5380, info@angelpark-burscheid.de

Preise: Erwachsene 30 Euro / zwei Ruten erlaubt; Kinder 15 Euro, eine Rute erlaubt; Besatz: 2,5 Kilo p P.

Öffnungszeiten: Montags bis sonntags und feiertags, 6.30 bis 14 Uhr; ab 5 Uhr darf bereits geangelt werden. Feierabendangeln ist an den Wochenende in den Sommermonaten ab 15 Uhr möglich. Ende ist bei Sonnenuntergang.

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