In Kürze wird der Steinway-Flügel im Haus der Kunst erwartet

In Kürze hat das Haus der Kunst mit dem Steinway-Flügel eine hauseigene Kostbarkeit zurück. Archivfoto: Nadja Lehmann
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In Kürze hat das Haus der Kunst mit dem Steinway-Flügel eine hauseigene Kostbarkeit zurück. Archivfoto: Nadja Lehmann

Restaurierung des Instruments ist abgeschlossen – Einweihungskonzert am 5. Dezember

Von Nadja Lehmann

„Mit dem Flügel stimmt etwas nicht“: So hatte es der junge Pianist Boris Radulovic einst nach seinem Auftritt am Steinway-Flügel mit der Musicalischen Academie im Haus der Kunst angemerkt. Darin erinnert sich Anke Wischer, die frühere Vorsitzende der Musicalischen Academie, noch gut: „Er hat uns darauf hingewiesen. Und er wird nun der Erste sein, der den Flügel wieder spielt“, kündigte Wischer im Kulturausschuss am Dienstagabend an.

Wischer war die Freude deutlich anzumerken, als sie den Ausschussmitgliedern berichtete, dass der Steinway-Flügel der Paul-Luchtenberg-Stiftung nach seiner aufwendigen Restaurierung nun wieder zurückerwartet wird. „In zwei Wochen soll er wieder da sein.“ Und habe durch die Sanierung seinen Ursprungswert von knapp 200 000 Euro in vollem Umfang zurückgewonnen. „Er gehört zur Reihe der größten Steinway-Flügel. Er ist eine Kostbarkeit“, hob Wischer hervor und setzte hinzu: „So etwas gibt es in kleineren Städten wie der unsrigen nicht gerade häufig.“

Knapp 40 000 Euro hatte die Sanierung gekostet. 2018 hatte man, so erinnert sich Anke Wischer, den Antrag gestellt. „Zuerst wurde er abgelehnt.“ Dann aber sagte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) der Paul-Luchtenberg-Stiftung knapp 29 000 Euro der insgesamt 40 000 Euro teuren Reparatur zu. Als Begründung für den begehrten Zuschlag hatte der LVR die „überregionale Strahlkraft“ der vielen Konzerte, die von der „Musikstadt Burscheid“ ausgehen, genannt. Der Kulturausschuss der Landschaftsversammlung Rheinland hatte 2019 die Förderung von 102 kulturellen Projekten mit rund sechs Millionen Euro für die rheinischen Städte und Kreise empfohlen.

Auch der Rheinisch-Bergische Kreis erhielt Zuwendungen in Höhe von knapp 52 000 Euro für insgesamt drei Projekte: für die Reparatur des Konzertflügels, die Depotertüchtigung Kunstmuseum Villa Zanders sowie für das Jubiläumskonzert im Beethovenjahr vom Gemischten Chor Germania Leichlingen. „Und die Luchtenberg-Stiftung hat selbst auch etwas dazugegeben“, sagte Anke Wischer. Das Einweihungskonzert des nun wieder frisch-tatendurstigen Flügels ist für den 5. Dezember geplant; Solist ist der eingangs genannte Boris Radulovic. Er wurde 1984 in Belgrad geboren, hat sein Musikstudium an der Musikhochschule Köln absolviert und dieses 2012 mit Auszeichnung abgeschlossen. Der junge Pianist gastiert im In- und Ausland, unterrichtet an der Städtischen Musikschule Solingen und seit 2016 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.

Das Haus der Kunst wird sich schon im nächsten Jahr in die Umbauphase begeben. Wie Kulturamtsleiterin Renate Bergfelder-Weiss ankündigte, schließt das Haus der Kunst im Mai und soll Anfang November 2023 wieder öffnen – als multifunktionales Haus der Kultur(en).

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