In Engelrath heißt es wieder „Ä Tännschen please!“

Haben schon mal probeweise in der Hütte Platz genommen: Organisator Christian Hoffmann (links) sowie Elke Fuchs und Johannes Schrage vom Kinderschutzbund.Foto: Nadja Lehmann
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Haben schon mal probeweise in der Hütte Platz genommen: Organisator Christian Hoffmann (links) sowie Elke Fuchs und Johannes Schrage vom Kinderschutzbund.Foto: Nadja Lehmann

Heute eröffnet der familiäre Weihnachtsmarkt an der B 51

Von Nadja Lehmann

Die Heizpilze stehen schon auf dem Gelände, die Hütten sind (fast alle) gerichtet und haben neue Dächer erhalten, und die Werbeplakate und Flyer sind gedruckt: Nach der Corona-Zwangspause im vergangenen Jahr steht „Ä Tännschen please“, der kleine gemütliche Weihnachtsmarkt in Engelrath an der B 51, in den Startlöchern. Ebenso wie sein Organisator Christian Hoffmann.

Er freut sich auf die nächsten drei Wochenenden: „Wenn ich hier nicht arbeiten müsste, würde ich hier einen Glühwein trinken, mir meinen Weihnachtsbaum schlagen, mich ans Feuer setzen und Marshmallows essen.“ Zeit dafür wird er zwischendurch vielleicht doch noch finden. Denn der Weihnachtsmarkt ist vor allen Dingen das große persönliche Vergnügen von Hoffmann, Ehefrau Sujatha und den beiden vier- und sechsjährigen Söhnen. Heute um 13 Uhr geht es los.

Insgesamt elf Hütten stehen auf der Fläche, die zur Baumschule Mütherich gehört. Christian Hoffmann zeigt gleich auf die erste: „Das ist die »Süße Hütte« des Rotary-Clubs.“ Dessen Mitglieder sind mit Quarkbällchen, Tonka-Bohnen und - dank der Bäckerei Kretzer – mit ihrem eigenen Rotary-Stollen zur Stelle. Und das rein für den guten Zweck: Der Rotary-Erlös fließe, wie Hoffmann erzählt, zu 100 Prozent an die Orchesterschule Burscheid.

Weihnachtsbaumverkauf beginnt am 1. Dezember

Und er zeigt weiter: Daneben wird der Imkerverein Burscheid sein Quartier aufschlagen. „Dort gibt es alles rund um Honig“, sagt der Organisator: „Bienenwachs, Senf. . .“

Aus Leverkusen kommt die Kinderboutique „Via bambini“ nach Engelrath. „Die haben wunderbares Holzspielzeug“, gerät Hoffmann ins Schwärmen. „Das personalisieren sie auch.“

Neben der Getränkebude, in der Christian Hoffmann selbst Dienst tut, findet die große Feuerschale Platz. Dort können sich die Besucher aufwärmen, Marshmallows rösten oder Würstchen. Letztere gibt´s beim Imbisswagen, der gleich am Eingang steht.

Ein paar Hütten hat Christian Hoffmann kreativ umgestaltet, indem er sie einfach geöffnet, einen Tisch und eine Sitzbank hineingebaut hat: Wer mag, kann dort auf wärmenden Fällen Platz nehmen und seinen Punsch schlürfen. „Auf die Idee haben uns die Besucher gebracht, als wir im vergangenen Jahr lediglich »Glühwein to go« anbieten konnten“, blickt Christian Hoffmann zurück. Die Hütten gehören ihm: „Die Verleihgebühren sind so hoch, das kann kein Aussteller zahlen“, schildert er seine ersten Erfahrungen. Lieber investierte er selbst. „Das hier ist einfach mein Ding.“

Ursprünglich hatte der selbstständige Grafiker nach einer Idee gesucht, wie er seine Firmenkunden zu Weihnachten beschenken könne. 2014 ging er an den Start - damals noch auf dem Gelände seiner Manufaktur „Stil-Form-Art“, auf dem auch die Familie lebt. Irgendwann tat Erweiterung not – und Hoffmann stieß auf Meinolf Mütherich. Dieser vertreibt Nadelholzbäume aus eigenen Schonungen und hatte an der B 51 eine Fläche frei: Die Geburtsstunde von „Ä Tännschen please“, bei dem Weihnachtsbaumverkauf und Hüttenzauber Hand in Hand gehen.

Der Weihnachtsbaumverkauf beginnt am 1. Dezember, seinen Baum reservieren kann sich aber bereits ab heute.

Auch Johannes Schrage und Elke Fuchs sind bereits an „ihrer“ Hüte zugange. Dort bezieht an den kommenden Wochenenden der Kinderschutzbund Burscheid sein Domizil und lockt mit seiner Tombola. „Durch Corona ist das für uns finanziell ein wichtiger Termin“, sagt Vorstandsmitglied Schrage offen. 700 Gewinne wird man unter die Besucher bringen können – dank der Spenden von privat, aber auch von vielen Firmen. Obi sei dabei, Federal Mogul-Tenneco, Procter&Gamble, aber auch viele Burscheider Einzelhändler, verrät Schrage. Und Trostpreise gibt es auch.

Was Corona angeht: Das Gelände ist eingezäunt. „Ob 2G oder 3G – wir machen dann das, was uns vorgegeben wird“, bleibt Hoffmann gelassen. „Desinfektionsmittel haben wir in großen Mengen und auch viele Stifte fürs Kindersuchspiel.“

Geöffnet ist heute und morgen ab 13 Uhr. Weitere Termine: 27. und 28. November, 11. und 12. Dezember.

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