Kalt

In Burscheid kommt der Winter gerne erst Ende Januar

Das Salzlager der Straßenmeisterei Burscheid an der Hilgener Straße ist in der kalten Jahreszeit stets gut gefüllt.
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Das Salzlager der Straßenmeisterei Burscheid an der Hilgener Straße ist in der kalten Jahreszeit stets gut gefüllt.

Sinkende Temperaturen sind angekündigt. Straßenmeisterei ist schon lange vorbereitet.

Von Claudia Radzwill

Es regnet, ist stürmisch und mild. Wer denkt da an Minustemperaturen und Schneefall? Aber: Der Winter war ja schon da. Er hatte vielerorts – so auch in Burscheid und Umgebung - im Dezember Einzug gehalten. Da gab es bereits Minustemperaturen, Eis und erste Schneeflocken. Eine gezuckerte Landschaft, die wunderschön aussieht – die aber rutschige Gefahren birgt. Die Mitarbeiter der Burscheider Straßenmeisterei sorgten in diesen Tagen allerdings dafür, dass es freie Straßen und sichere Gehwege gab. Und: Ein Absturz der Temperaturen ist schon angekündigt.

„Auf Wintereinbrüche sind wir jedes Jahr früh vorbereitet. Die Winterdienstbereitschaft startet bereits am 15. Oktober“, sagt Maria Pohl von der Verwaltung der Straßenmeisterei. „Am 15. April endet sie.“ Schnell agieren können – das ist im Winter für die Straßenmeisterei Pflicht. In Schichten wird gearbeitet. Die Frühschicht beginnt morgens um 3 Uhr. Die Spätschicht ist ab 18 Uhr in Bereitschaft.

An ganz winterlichen Tagen ist jeweils ein Team von sieben bis acht Mitarbeitern pro Schicht im Einsatz, um Straßen von Eis und Schnee zu befreien und Gehwege sicher machen. „Sonst ist jede Schicht mit fünf Leuten besetzt“, sagt Maria Pohl.

Unerlässlich ist der Blick auf die Wetterprognose

Unerlässlich ist in den Wintermonaten der Blick auf die Wetterprognose. „Das ist für uns sehr wichtig. Wir haben ein gutes Wetterdienstprogramm, da sehen wir, welche Witterung angesagt ist. Wir können uns dann entsprechend darauf einstellen“, erklärt Maria Pohl. Die Straßenmeisterei vor Ort geht gut gerüstet in die kalte Jahreszeit. Bereits im Sommer wurden – wie jedes Jahr – die Streusalzlager wieder aufgefüllt. Rund 900 Tonnen Salz sind am Standort der Straßenmeisterei an der Hilgener Straße eingelagert. Am zweiten Standort in Königsforst sind es noch einmal 500 Tonnen Streusalz. Kommen Eis und Schnee, machen sich Unimogs und Kleinfahrzeuge von beiden Standorten aus auf den Weg. „Die kleineren Wagen räumen die Gehwege frei“, sagt Maria Pohl.

Bei den Straßen ist es wichtig, zunächst die zu räumen, die für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und für Notfalleinsätze wichtig sind – und auch die stehen auf der Liste, wo besondere verkehrstechnische Gefahrenstellen lauern. „Die großen Hauptstraßen gehören mit zu den ersten, die geräumt und gestreut werden,“ sagt Pohl. Hand in Hand arbeite man dabei auch mit der Polizei zusammen. Die Beamten seien mit ihren Wagen stets auch unterwegs und geben der Straßenmeisterei sofort Bescheid, wenn sie eine Stelle entdecken, wo das Räumen unabdingbar sei. Rund vier Stunden dauere es, im Stadtbezirk alle Strecken freizuräumen beziehungsweise zu streuen. Bei schwerem Schneefall oder Blitzeis werde die Strecke dann gleich noch mal abgefahren.

In Königsforst gab es im Dezember bereits den ersten länger liegenbleibenden Schnee. Großartigen Schneefall gab es in Burscheid dagegen noch nicht. Doch der Frost kam an beiden Standorten mit Wucht an. An manchen Tagen im Dezember sank das Thermometer bereits bis auf acht Grad minus. Da hieß es für viele Autobesitzer und -besitzerinnen schon: Eiskratzer auspacken und Wagenscheiben freikratzen und das Gebläse anstellen. Da freut man sich, wenn dank des Teams der Straßenmeisterei zumindest die Straßen frei sind.

„In dieser Saison ist der Winter mit den frostigen Temperaturen früher dran als 2021“, bestätigt Maria Pohl. „2021 war es zur gleichen Zeit noch milder,“ zieht sie den Vergleich. Zwar gehen allgemeine Prognosen davon aus, dass man in Deutschland ab November mit Wintereinbrüchen rechnen muss, doch für Burscheid gelte, so Maria Pohl: „Oft kommen Schnee und Eis erst Ende Januar und im Februar zu uns.“

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