Wachwechsel

Immer nahe an den Menschen bleiben

Peter Mayer (li.) und Ralf Heider.
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Peter Mayer (li.) und Ralf Heider.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Hauptkommissar Ralf Heider übergibt Schlüssel an Hauptkommissar Peter Mayer.

Burscheid. Weihnachtskarten und Weihnachtsbriefe in einer Reihe: So sah der Flur in seiner Wohnung aus. „Ich habe immer die gesamte Weihnachtspost mit nach Hause genommen und die Karten und Briefe an einer Kordel aufgehängt“, sagt Polizeihauptkommissar Ralf Heider. „Denn ich habe mich immer sehr darüber gefreut und es aus Wertschätzung getan.“

22 Jahre hat Ralf Heider als Bezirksdienstbeamter für den Bereich Burscheid gearbeitet. Und nun ist der Wachwechsel erfolgt. Polizeihauptkommissar Ralf Heider hat seinen Schlüssel seit dem 1. Dezember an Polizeihauptkommissar Peter Mayer übergeben. Er ist jetzt der neue Bezirksbeamte in der Dienststelle im Rathaus in Burscheid. „22 Jahre sind eine lange Zeit. Auf die ich aber sehr gerne zurückblicke“, sagt Ralf Heider. „Die Stadt Burscheid ist zum Glück ein relativ ruhiges Pflaster.“

Er könne sich an so einige Geschichten in den 22 Jahren erinnern, in denen er als Bezirksdienstbeamter gearbeitet habe. „Ich habe mir jetzt zu Hause noch einmal alte Zeitungsartikel angeguckt“, sagt der 62-Jährige. „Da musste ich öfter lachen.“ Beispielsweise sei eine Birke vor der Alten Wache, wo heute das Rathaus steht, am 1. Mai einfach geschlagen worden. „Wir haben bis heute nicht herausgefunden, wer die Birke gestohlen hat.“ Und dann die Sache mit dem Weihnachtsbaum. Ein heute noch Unbekannter hatte den Weihnachtsbaum in Hilgen an der Kölner Straße / Ecke Witzheldener Straße gekappt. Er lag am nächsten Morgen auf der Straße. „Zum Glück ist kein Auto vorbeigekommen“, sagt Ralf Heider. „Auch dieser Mann ist nie gefasst worden. Den Weihnachtsbaum hat er aber wieder aufgestellt.“ Und 2007 wurde die Sparkasse in Burscheid überfallen. „Ich war zufällig mit meinem Roller unterwegs“, erinnert sich Ralf Heider. „Da sprang plötzlich ein Mensch auf die Straße, den ich beinahe überfahren hätte, und rief, da läuft er, da läuft er.“ Er habe den Bankräuber schließlich verfolgt. „Und ich konnte mir das Nummernschild merken.“ Der Räuber sei hinterher gefasst worden. Und hinterher habe man auch erst gewusst, dass er scharf bewaffnet war und immer eine Schutzweste trug.

„Mir war in all meinen Dienstjahren ganz wichtig, ein gutes Verhältnis mit den Menschen vor Ort zu haben“, betont Ralf Heider. „Mit den Geschäftsleuten, mit den Kindertagesstätten, mit den Schulen.“ Zum Schluss habe er mit Kindern die Schulwegsicherung gemacht, deren Eltern ihn auch schon als Kind in seinem Job erlebt hatten.

„Mir ist der Kontakt und der Draht zu den Menschen auch sehr wichtig“, sagt Hauptkommissar Peter Mayer. „Das ist ja das, was uns von Streifenbeamten unterscheidet. Wir haben viel und großen Kontakt zu den Menschen.“ Ebenso wie sein Vorgänger steht er jetzt morgens an den Schulen. „Und ab und zu muss ich Eltern auch ermahnen, wenn sie ihr Kind an falscher Stelle aus dem Wagen lassen.“ Er freue sich auf seinen neuen Job. „Ich weiß, dass ich in große Fußstapfen trete.“

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