Ortstermin

Im Thielgelände stehen die Leuchten

Der Endausbau im Thielgelände lässt auf sich warten. Mit einem Ortstermin setzten die Anwohner 2022 ein Zeichen.
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Der Endausbau im Thielgelände lässt auf sich warten. Mit einem Ortstermin setzten die Anwohner 2022 ein Zeichen.
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Erste Ergebnisse nach dem Ortstermin im vergangenen Jahr mit Stadt und Erschließungsfirma.

Von Nadja Lehmann

Patrick Neumann ist vorsichtig optimistisch: Zumindest völlig dunkel ist es auf dem Neubaugebiet Thielgelände in Hilgen nicht mehr. „Die Laternen wurden größtenteils im November aufgestellt. Da es im Stadtgebiet die ein oder andere ungeplante Großbaustelle seitens der Technischen Werke Burscheid gab, fehlen aktuell noch zwei oder drei. Aber das ist okay“, sagt Neumann, der für die Anwohnerschaft die Rolle eines Sprechers übernommen hat.

„Stadt und Urban Pro haben sich zudem mit einer von uns ausgewählten Anwaltskanzlei in Süddeutschland in Verbindung gesetzt, und diese beauftragt, die Vertragsergänzungen zu prüfen und zu bewerten“, berichtet Neumann. Das sei der Stand kurz vor Weihnachten gewesen. Neumann weiter: „Das Ganze hatte sich etwas gezogen, da die gewählte Kanzlei vorab noch diverse Rückfragen hatte. Hier warten wir sehnlichst auf ein Ergebnis.“ Seine Bilanz: „Es ist also nicht viel Neues, aber die Richtung, die damals versprochen wurde, wurde auch eingeschlagen.“ „Damals“ – das war Anfang September 2022. Die Anwohner hatten zu einem Ortstermin gebeten und dazu Stadt und Erschließungsfirma Urban Pro nach Hilgen eingeladen. Zwischen diesen beiden herrschte Streit.

Die Leidtragenden waren die Anwohner. Denn Urban Pro hatte den Endausbau in die Warteschleife geschickt. Die Erschließungsfirma hatte den mit der Stadt geschlossenen Vertrag „unrechtmäßig“ genannt und war zum Verwaltungsgericht Köln gezogen. Schließlich landete das Ganze beim Oberverwaltungsgericht Münster. Ein Verhandlungstermin ließ auf sich warten. Und so lange tat sich nichts auf dem Thielgelände.

Statt gepflegter Vorgärten herrscht Staub und Dreck vor

Dabei könnte dieses ein Schmuckstück sein. Die Anwohner haben ihre Häuser gebaut, genießen die zentrale Lage hinter der Witzheldener Straße und wollen bleiben. Wie Patrick Neumann, der es im vergangenen Jahr so beschrieb: „Wir haben unser Zuhause nach Burscheid verlegt. Hier wollen wir den Rest unseres Lebens verbringen.“ Statt aber auf gepflegte Vorgärten zu blicken, statt die Kinder morgens sicher beleuchtet auf dem Weg in Schule und Kita zu wissen, hatten die Anwohner eine Baustelle vor der Haustür – nach dem Motto „Hinten hui, vorne pfui“.

Ihre privaten Gärten haben sich die Bewohner schön gemacht. Doch zur Straße raus war alles Provisorium: nur flickenmäßig asphaltiert, Staub und Dreck, keine Straßenbeleuchtung, kein Winterdienst. Bei dem Ortstermin im September wurde deutlich: Es geht um Geld. Während der Rechtsstreit lief, hatte Urban Pro der Stadt angeboten, den Endausbau voranzutreiben: Nicht aber auf Grundlage des alten, sondern eines neu geschlossenen Vertrags. Das aber lehnte die Stadt ab: „Wir würden dann alle Bürgschaften und Sicherheiten verlieren“, hatte Beigeordneter Marc Baack erklärt. Die Stadt wiederum hatte vorgeschlagen, eine Zusatzklausel aufzunehmen – aber als Bestandteil des bestehenden Vertrags. Das wiederum wollte Urban-Pro-Geschäftsführer Udo Helling im September nicht. Die Stadt „klammert sich an 1,5 Millionen Euro Bürgschaft“, kritisierte er – blieb aber der Frage einer Anwohnerin, welche Nachteile Urban Pro durch die Unterzeichnung der Zusatzklausel hätte, die Antwort schuldig.

Ein Ergebnis gab es damals dann aber doch: Stadt und Urban Pro einigten sich darauf, die Verträge öffentlich zu machen und einem neutralen Anwalt vorzulegen. Das ist, wie Patrick Neumann nun auf BV-Anfrage bestätigt, geschehen.

Und auch die damalige Zusage der Stadt, schnellstmöglich für Straßenbeleuchtung zu sorgen, wurde eingelöst. Dass ihre Kinder morgens im Dunkeln unterwegs sein mussten, hatte die Anwohner nämlich besonders erzürnt. Normalerweise werde die Beleuchtung erst nach dem Endausbau beauftragt, hatte Marc Baack beim September-Ortstermin erklärt. Doch dass sie fehle, sei das „Gefährlichste“: Die Stadt werde umgehend für Abhilfe sorgen. Wie Neumann jetzt bestätigt: Mit Erfolg.

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