Geilenbacher Straße

Im kleinen Paradies blühen die Nektarinen

Blick über den großzügigen Garten an der Geilenbacher Straße: Für die Pflege ist der Kinderschutzbund verantwortlich.
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Blick über den großzügigen Garten an der Geilenbacher Straße: Für die Pflege ist der Kinderschutzbund verantwortlich.
  • VonNadja Lehmann
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Im Frühling kommt der neu gestaltete und durch Leader geförderte Garten des Kinderschutzbunds voll zur Geltung.

Von Nadja Lehmann

Burscheid. Einweihung war bereits im vergangenen Jahr. Im November. Tapfer hatte man mit Martinsfeuer und Gitarrenklang der winterlichen Kälte getrotzt. Aber jetzt, im Mai, lässt sich so ein Garten doch noch viel besser erfahren und erleben: Heidi Neumann vom Teamvorstand des Kinderschutzbunds steht mitten in der großzügigen Anlage an der Geilenbacher Straße und strahlt übers ganze Gesicht. „Der Garten kann sich doch sehen lassen“, findet sie.

Seit Anfang der neunziger Jahre ist der Kinderschutzbund Mieter des dreistöckigen Hauses, das direkt vorne an der Straße liegt und hinter dem sich der große Garten erstreckt. „Uns war klar: Wir müssen hier Geld reinstecken“. erinnert sich Heidi Neumann.

An Kapital mangelte es zu Beginn in Gänze

Genau daran aber mangelte es dem Kinderschutzbund. „Wir hatten gar nichts.“ Neumann, die für die Grünen im Rat sitzt, kennt zwar die Fördertöpfe, ohne gewisses Kapital geht aber auch da nichts. Der Kinderschutzbund begann die Werbetrommel zu rühren und um Spenden zu bitten. Ein Ruf, den beispielsweise das Autohaus Luchtenberg erhörte, wie Neumann erzählt: „Schließlich kamen wir auf 2 000 Euro. Damit kann man schon gut etwas machen.“ Nämlich beim EU-Förderprogramm Leader anklopfen. „Wir haben dann eine Liste gemacht und geguckt, was wir alles brauchen“, sagt Neumann. Sie selbst schlenderte durch Baumärkte, um sich über Preise und Materialien zu informieren.

Denn natürlich hatte auch der im zweiten Stock gelegene Kindergarten Zwergenbande seine Wünsche: Gemeinsam mit den beiden Erzieherinnen Elke Fuchs und Claudia Masella sowie Pädagogin Kerstin Wiefel nahm Neumann den Garten genau unter die Lupe. Das kleine Gartenhäuschen sollte unbedingt erhalten bleiben: Es bekam ein neues Dach, wurde abgeschliffen und gestrichen. Davor wurde eine neue Bank aufgestellt - in Kindergröße. An der Rutsche wurde das Geländer aufgestockt und die Treppenstufen sicherer gemacht. Der Sandkasten bekam neuen Sand, und auf dem alten Baumstumpf wurde eine Holzplatte zum Draufstehen, Spielen und Rumhopsen montiert.

Zwei Hochbeete wurden angelegt. Heidi Neumann blickt hinein und zupft an Rosmarin, Zitronenmelisse und Minze. „Unser Duftgarten“, sagt sie. Daneben liegt der Sinnesgarten: Gefüllt mit unterschiedlichen Materialien wie Ästen, Tannenzapfen und Kastanien können die Kinder erfühlen, was da unter ihren Füßen liegt. Gundermann, Erdbeeren und Brombeeren warten im Naschgarten. Im großen Apfelbaum hängen Windspiele und Klangstäbe, die leise klingeln. Kleine frisch gepflanzte Obstbäume stehen neben dem Gartenhäuschen. Die winzigen Nektarinen sind schon zu erahnen. In Richtung Firma Goetze wuchern wilde Brombeeren: Vor ihren Stacheln schützt ein neuer Zaun aus umweltfreundlicher Produktion.

Heidi Neumann hat auf der kindergroßen Bank im Garten Platz genommen.

„Den Rasen mäht eine Firma“, sagt Heidi Neumann und blickt über das rund 800 Quadratmeter große Grundstück. „Alles andere müssen wir selbst machen.“ Der frisch aufgeschüttete Rindenmulch - ebenfalls Bestandteil des Leader-Pakets - soll es dem Unkraut schwer machen, allzu sehr zu wuchern.

Es ist ein kleines Paradies, das keineswegs nur dem Kinderschutzbund und der Zwergenbande zur Verfügung steht. Auch die Burscheider Kids dürfen dort beim jeden ersten Mittwoch im Monat stattfindenden „Offenen Spielegarten“ das Areal genießen und nutzen. Und es gibt ja auch noch das ein oder andere zu tun. Der Feengarten unter der alten Tanne, in dem traumverloren ein Zwerg sitzt, kann weiter ausgebaut und gestaltet werden. „Meine Lieblingsecke hier“, bekennt Heidi Neumann.

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