Im Herbst steigt die Gefahr von Kollisionen mit Tieren

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit ist für Autofahrer erhöhte Vorsicht angebracht. Foto: Patrick Pleul/dpa
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Mit Beginn der dunklen Jahreszeit ist für Autofahrer erhöhte Vorsicht angebracht.

Wildschäden sollten unverzüglich gemeldet werden

Mit Beginn der dunklen Jahreszeit ist für Autofahrer erhöhte Vorsicht angebracht. Das Risiko von Wildunfällen steigt wieder. Rund 295 000 Kollisionen von großen Wildtieren mit Autos und Lkw gibt es laut Versicherungswirtschaft pro Jahr auf deutschen Straßen.

„Dabei können die Schäden am eigenen Fahrzeug beachtlich sein“, betont Lothar Weber, Sprecher des Bezirks Bergisch-Land im Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK). „Doch die meisten sind über die Teil- oder Vollkaskoversicherung gedeckt. Zur Vermeidung von Schwierigkeiten sollten Wildschäden aber unverzüglich bei der Polizei oder der zuständigen Forstbehörde gemeldet werden und natürlich auch bei der Kfz-Versicherung oder dem betreuenden Versicherungsvermittler.“

Im Rahmen der Teilkasko werden aber nur Fahrzeugschäden ersetzt, die durch einen Zusammenstoß des Fahrzeugs mit Haarwild, also zum Beispiel Rehen, Hirschen oder Wildschweinen, entstanden sind. Unfälle mit Federvieh sind nicht bei allen Versicherungen eingeschlossen, auch nicht Schäden durch Pferde und Ziegen. „Durch die Vielzahl der Teilkasko-Tarife gibt es aber inzwischen auch Teilkasko-light-Versicherungen, die selbst Schäden durch Haarwild nicht regulieren“, informiert Weber, „und solche, die Kollisionen mit Tieren erst bei Zusatzbeiträgen einschließen.“

Bei Kleintieren ist ein Ausweichen nicht zulässig

Wird der Schaden nicht durch das Tier direkt verursacht, sondern entsteht er durch einen Ausweichversuch ohne Berührung mit dem Wild, können trotzdem Leistungen von der Teilkaskoversicherung als sogenannte „Rettungskosten“ gefordert werden. Allerdings muss der Geschädigte den Nachweis führen, dass sich Wild auf der Fahrbahn befunden und damit die unmittelbare Gefahr eines Zusammenstoßes bestanden hatte. Darüber hinaus muss die Rettungshandlung auch objektiv sinnvoll gewesen sein. Bei kleineren Tieren (z. B. Hase, Marder, Fuchs) ist nämlich nach der geltenden Rechtsprechung ein selbstgefährdendes Ausweichen nicht zulässig.

„Anders sieht es bei einer Vollkasko-Versicherung aus“, so Versicherungsexperte Weber. Überdies steht die Vollkasko auch für Schäden gerade, die durch andere Tiere (wie beispielsweise Federvieh) verursacht wurden. Das ist allerdings leider mit einer prompten Rabattrückstufung verbunden, was später zu höheren Prämienzahlungen führt.

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