Hopkins und Maroni swingen Publikum zu guter Laune

Chris Hopkins (r.) und Dado Maroni sorgten im Klavierhaus für musikalische Überraschungen. Das Publikum war begeistert von den Virtuosen. Foto: Peter Klohs
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Chris Hopkins (r.) und Dado Maroni sorgten im Klavierhaus für musikalische Überraschungen. Das Publikum war begeistert von den Virtuosen. Foto: Peter Klohs

Im Klavierhaus Pyschny gab’s ein hochkarätiges Konzert vor 50 Gästen

Von Peter Klohs

Das Burscheider Klavierhaus Piano Pyschny kann seit Jahren internationale Musikstars für Konzerte in seinen Räumen gewinnen. Die Gästeliste beschränkt sich aber keineswegs auf klassische Musiker, wie auch das Konzert am vergangenen Freitagabend bewies.

Vor 50 Gästen gastierte der amerikanische Jazzpianist Chris Hopkins (auch Saxofon) und der aus Italien stammende Dado Moroni (Piano und Kontrabass) im Klavierhaus an der Höhestraße. Ein vom Swing geprägter Duo-Abend voller Überraschungen und großer Spiellust stand auf dem Programm. Die beiden Musiker kennen sich seit beinahe 30 Jahren, haben aber noch nie gemeinsam musiziert.

Beim zweiten Stück spielten sie sich warm

Nachdem sich das Duo eingeswingt hatte, spielten sich die beiden Musiker im zweiten Stück des Abends richtig warm: Inmitten des Standards „Just one of those things“ änderte Hopkins spontan den Rhythmus, und aus dem relaxten Midtempo wurde ein atemberaubend schneller Ragtime. Und über den kompletten Abend ging es so weiter: Hopkins und Moroni teilten sich eine Ballade von Duke Ellington, lehnten sich bei einem recht unbekannten Song von Fats Waller bequem zurück und Dado Moroni bewies in einem hurtigen Blues, dass er auch „dirty notes“ spielen kann.

Hopkins spielte eine zeitlose Komposition des großen Bix Beiderbecke (Flashes), bevor es mit einem deftigen Swing in die Pause ging. „Bei uns ist es wie im Fußball“, scherzte Hopkins augenzwinkernd. „Nach der Pause ist Saitenwechsel.“

Eine Anspielung auf seinen musikalischen Partner Moroni, der zum Kontrabass griff und während eines nicht ganz einfachen Stücks von George Gershwin gar ein hörbares Solo hinbekam. Zum Piano zurückgekehrt, intonierte Moroni das hektische „Seven come eleven“. Und mit „Willow weep for me“, einem grandios swingenden Dreiviertel-Rhythmus, endete der offizielle Teil des Programms. Aber der Überraschungen war noch nicht genug: Chris Hopkins hatte wohl ein Altsaxofon entdeckt, und gemeinsam mit Dado Moroni, der sich wieder dem Kontrabass widmete, swingten sich die Beiden noch einmal richtig aus.

Im abschließenden „Sweet Loraine“ sang Dado Moroni noch die erste Strophe des klassischen Jazzstückes zur sensiblen Begleitung von Hopkins.

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